Testbericht zum Flow Parawing D-Wing V2

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Flow D-Wing V2 Testbericht: Parawing-Test unter böigen Bedingungen auf Maui

Der Parawing-Markt entwickelt sich weiterhin rasant, und Flow Paragliders ist mit der zweiten Generation seines D-Wing zurück. Der neue Flow D-Wing V2 verspricht mehr Stabilität, einen deutlich größeren Windbereich und vor allem ein verbessertes Höhelaufvermögen.

Wir hatten die Gelegenheit, den neuen D-Wing V2 in Kanaha auf Maui zu testen – auch wenn die Bedingungen dafür alles andere als beständig waren.

Während der Session wehte der Wind zwischen etwa 12 Knoten und Böen von fast 30 Knoten. Das machte den Test zu etwas Besonderem: Statt perfekt gleichmäßiger Passatwinde konnten wir den D-Wing V2 in einer einzigen Session unter den unterschiedlichsten Bedingungen testen.

Mal suchten wir nach genug Auftrieb, um in die Luft zu kommen, und schon kurz darauf mussten wir mit deutlich stärkerem Wind zurechtkommen. Nicht unbedingt die Bedingungen, die man sich für eine entspannte Testfahrt aussuchen würde, aber auf jeden Fall eine interessante Möglichkeit, herauszufinden, wie viel nutzbare Reichweite ein moderner Parawing bieten kann.

Anstatt hier schon alles zu verraten, schaut euch lieber unser Testvideo im Vlog-Stil aus Kanaha an und seht selbst, wie sich der Flow D-Wing V2 unter den extrem wechselhaften Bedingungen auf Maui geschlagen hat.

Was ist neu am Flow D-Wing V2?

Flow beschreibt den D-Wing V2 eher als bedeutende Weiterentwicklung denn als kleines Update des ursprünglichen D-Wing. Der Schwerpunkt der zweiten Generation lag auf Stabilität, Kontrolle, nutzbarem Windbereich und Aufwindleistung.

Im Mittelpunkt des Designs steht das Reflex-Tragflächenprofil von Flow, das dafür sorgen soll, dass das Segeltuch auch dann stabil bleibt, wenn der Schirm stark entlastet ist.

Laut Flow können Fahrer so bei einer breiten Palette von Windstärken weit gegen den Wind fahren – von grenzwertigen Bedingungen, bei denen das Aufsteigen auf das Foil die größte Herausforderung darstellt, bis hin zu Sessions mit starkem Wind und Böen.

Eine besonders interessante Funktion ist die Möglichkeit, den D-Wing V2 ausschließlich an den A-Leinen zu fliegen, wenn er entlastet ist. So kann der Fahrer einen erheblichen Teil der Kraft ablassen, während das Canopy stabil bleibt und er weiterhin gegen den Wind vorankommt.

Für Parawing-Fahrer, die den Schirm nutzen wollen, um gegen den Wind zu kommen, bevor sie ihn verstauen und dann auf den Wellen mit dem Wind zurückfahren, ist das natürlich eine wichtige Eigenschaft.

Größerer Windbereich und mehr Stabilität

D-Wing-V2-Flow-Gleitschirme

Ein größerer nutzbarer Windbereich ist eines der Hauptargumente, mit denen Flow für die V2 wirbt.

Im unteren Bereich wurde der Parawing so konzipiert, dass er genug Kraft erzeugt, um früher abzuheben und auf das Foil zu kommen. Am anderen Ende des Spektrums bietet die V2 laut Flow eine deutlich verbesserte Kontrolle bei Überpower.

Dieser größere Bereich sollte den Schirm leichter zu handhaben machen, wenn die Bedingungen nicht ganz gleichmäßig sind – und davon hatten wir bei unserer Session in Kanaha definitiv reichlich.

Die Möglichkeit, den Kite zu depowern und dabei seine Form beizubehalten, ist besonders wichtig, wenn man gegen den Wind fährt. Laut Flow können Fahrer den D-Wing V2 komplett depowern und ihn nur mit den vorderen Leinen fliegen, wodurch überschüssige Kraft reduziert wird, ohne dass man dabei die Fähigkeit verliert, einen effizienten Kurs gegen den Wind zu halten.

Mehr Spielfreude beim Fahren

Bei der Leistung geht es nicht nur darum, gegen den Wind zu kommen. Flow hat auch daran gearbeitet, den D-Wing V2 einfacher und intuitiver zu gestalten, sobald du tatsächlich fährst.

Wenden und Halsen sollen im Vergleich zum ursprünglichen D-Wing flüssiger und berechenbarer sein. Laut Flow haben Rückmeldungen von Fahrern, die die V2 getestet haben, außerdem gezeigt, dass es bei den Übergängen zu weniger Stürzen kommt.

Das mag nach einem relativ kleinen Detail klingen, aber bei Parawings kann ein berechenbares Verhalten des Schirms einen großen Unterschied machen. Je weniger Zeit du damit verbringst, dich mit einem instabilen Schirm herumzuschlagen, desto mehr Zeit hast du, dich auf das Foil, deine Leine und den Wellengang zu konzentrieren.

Neuer Vollcarbon-Handlebar

Eine weitere wichtige Neuerung ist die neu gestaltete Handlebar aus Vollcarbon.

Der D-Wing V2 verfügt nun über einen schwimmenden B-Line-Befestigungspunkt, der es der hinteren Hand des Fahrers ermöglicht, sich frei entlang des Bars zu bewegen. Die Idee dahinter ist, eine natürlichere Handhaltung zu schaffen und dem Fahrer gleichzeitig mehr Freiheit zu geben, den Griff je nach Windstärke des Wings anzupassen.

Laut Flow verbessert das die Ergonomie und die allgemeine Kontrolle, besonders beim Fahren mit Antrieb oder wenn man versucht, die Aufwindwinkel zu maximieren.

Kürzere Leinen für einfacheres Verstauen

Das schnelle und saubere Verstauen eines Parawings bleibt einer der wichtigsten Aspekte des gesamten Konzepts, und auch hier hat Flow einige Änderungen vorgenommen.

Beim D-Wing V2 kommen kürzere Leinen zum Einsatz, die etwa so lang sind wie ein Arm – dadurch muss man beim Zusammenpacken der Kappe weniger Leinen handhaben.

Die A-Leinen sind außerdem geteilt und leicht zu erkennen, sodass der Pilot die vorderen Leinen beim Verstauen und erneuten Auslegen sofort identifizieren kann.

Die Kappe, die Leinen und die Steuerleine sind weiterhin farblich gekennzeichnet, um Verwicklungen zu vermeiden und den gesamten Vorgang des Verstauen und Wiederstarts schneller und intuitiver zu gestalten.

Beim Downwind-Foilen, bei dem die Fahrer ihren Parawing während einer Session möglicherweise mehrmals aus- und einpacken, können diese scheinbar kleinen Details sehr wichtig werden.

Kompakteres Packmaß mit 32-Gramm-Ripstop

Flow hat sich auch mit der Packbarkeit beschäftigt.

Der D-Wing V2 besteht aus einem neuen, hochwertigen 32-Gramm-Ripstop-Gewebe, das so konzipiert ist, dass es Strapazierfähigkeit mit einem deutlich geringeren Packvolumen verbindet.

Ein kompaktes Paket ist besonders beim Fahren mit Rückenwind von großem Vorteil. Sobald der Flügel seine Aufgabe erfüllt hat – dich auf den Foil zu bringen oder dich gegen den Wind zu treiben –, willst du nicht, dass dir ein großes Bündel beim Fahren auf den Wellen im Weg ist.

Laut Flow kommen beim D-Wing V2 durchweg hochwertige Materialien zum Einsatz, darunter die Kappe, die Leinen und die Carbonstange – mit dem Ziel, ein praktisches Gleichgewicht zwischen geringem Gewicht und Langlebigkeit zu finden.

Flow D-Wing V2: Ein Parawing, bei dem Reichweite und Gegenwindleistung im Vordergrund stehen

Der D-Wing der zweiten Generation zeigt, wie schnell sich die Parawing-Ausrüstung weiterentwickelt.

Während es bei der ersten Generation der Parawings vor allem darum ging, zu beweisen, dass das Konzept funktionierte, konzentrieren sich neuere Designs zunehmend auf die Details: besseres Depowering, größerer Windbereich, effizientere Am-Wind-Winkel, einfachere Übergänge und schnelleres Verstauen.

Genau diese Bereiche hat Flow mit dem D-Wing V2 ins Visier genommen.

Unser Test in Kanaha bot uns zudem eine ungewöhnlich große Bandbreite an Windbedingungen, mit denen wir experimentieren konnten. Da der Wind zwischen etwa 12 und 30 Knoten schwankte, hatten wir sicherlich nicht die perfekt gleichmäßige Maui-Passatwind-Session, die wir uns vielleicht gewünscht hätten.

Aber vielleicht ist das gar nicht so schlecht, wenn man einen Flügel testet, dessen größte Vorzüge ja gerade die Reichweite und die Stabilität sein sollen.

Schaut euch unseren kompletten Vlog und Testbericht zum Flow D-Wing V2 aus Kanaha an, um zu sehen, wie sich der neue Parawing auf dem Wasser bewährt hat.

Flow D-Wing V2 – Die wichtigsten Merkmale

  • Reflex-Tragflächenprofil für mehr Stabilität der Kappe
  • Verbesserte Leistung am Wind
  • Größerer nutzbarer Windbereich
  • Starke Leistung im unteren Drehzahlbereich, um auf das Foil zu kommen
  • Bessere Kontrolle bei Übermacht
  • Die Möglichkeit, den Zug zu verringern und mithilfe der A-Leinen zu fliegen
  • Reibungsloseres Wenden und Halsen
  • Neuer Vollcarbon-Lenker
  • Beweglicher Befestigungspunkt der B-Linie
  • Kürzere Schnüre, etwa so lang wie ein Arm
  • Geteilte A-Linien zur leichteren Identifizierung
  • Farbcodierte Kappe, Leinen und Stange
  • Neues 32-Gramm-Premium-Ripstop-Gewebe
  • Geringeres Packvolumen

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