
Der „Flow“ steht im Mittelpunkt
Starboard stellt das neue Flux-SUP-Paddel vor, das Elemente des beliebten Enduro mit Ideen aus dem rennorientierten Velocity kombiniert. Das Ergebnis ist ein interessantes neues Paddelkonzept, das auf eine höhere Schlagfrequenz, weniger Ermüdung und einen geschmeidigeren Paddelschlag ausgelegt ist.
Seit Jahren dreht sich die Entwicklung von SUP-Paddeln im Performance-Segment des Marktes hauptsächlich darum, die Kraftübertragung und Effizienz zu maximieren. Mit dem neuen Starboard Flux verschiebt sich der Fokus ein wenig. Anstatt zu fragen, wie viel Kraft mit jedem Paddelschlag erzeugt werden kann, fragt Starboard nun, wie effizient ein Paddler durchhalten kann.
Starboard fasst das Konzept ganz einfach zusammen: „Weniger Kraftaufwand. Mehr Flow.“
Das Flux vereint Eigenschaften von zwei bewährten Paddeln aus dem Starboard-Sortiment. Die Stabilität und Vielseitigkeit stammen vom Enduro, während der geschmeidigere, effizientere Paddelschlag vom Velocity-Rennpaddel inspiriert ist.
Diese Kombination macht das Flux besonders interessant, da Starboard es nicht ausschließlich als Rennpaddel positioniert. Es ist für SUP-Surfen, Touren und allgemeines Paddeln konzipiert, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, eine relativ hohe Paddelkadenz beizubehalten, ohne die Schultern und Muskeln unnötig zu belasten.
Die Foiling-Technologie hält Einzug in ein SUP-Paddel
Eines der auffälligsten Merkmale des Flux-Blades sind seine kleinen Winglets.
Laut Starboard entstand die Idee aus der Entwicklungsarbeit im Bereich Foiling. Die Winglets verlaufen an den Seiten der Blade entlang und sollen die Wasserströmung steuern sowie Turbulenzen um die Blade herum reduzieren.
Praktisch gesehen geht es darum, weniger Flattern zu haben und ein stabileres Gefühl zu bekommen, wenn man das Paddel durchs Wasser zieht.
Das ist ein interessantes Beispiel dafür, wie Technologien, die im sich rasant entwickelnden Foil-Segment entstanden sind, nun wieder ihren Weg in die traditionelle SUP-Ausrüstung finden.
Doppelt konkav für Stabilität während des gesamten Paddelschlags
Auch das Flux hat eine doppelt konkave Klingenform.

Laut Starboard verteilt das den Druck gleichmäßiger über das Paddelblatt und hilft ihm dabei, besser durch das Wasser zu gleiten. Das Design soll vom Eintauchen bis zur Hauptkraftphase eine gleichmäßige Kraftentfaltung gewährleisten und gleichzeitig unerwünschte Bewegungen und Spritzwasser reduzieren.
In Kombination mit den Winglets geht es bei diesem Konzept nicht unbedingt darum, ein leistungsstärkeres Blatt zu entwickeln. Es geht vielmehr darum, die Leistung besser kontrollieren zu können.
Diese Unterscheidung ist wichtig.
Ein Paddel, das enormen Widerstand erzeugt, mag sich für ein paar Paddelschläge beeindruckend anfühlen, aber bei einer langen Tour kann diese zusätzliche Belastung ermüdend werden. Das Flux verfolgt fast den gegenteiligen Ansatz: Es sorgt dafür, dass das Paddelblatt stabil und effizient genug bleibt, sodass der Paddler die Schlagfrequenz erhöhen kann, ohne jeden Schlag mit purer Muskelkraft ausführen zu müssen.
Ein sauberer Anschlag mit einem Blattwinkel von 13 Grad
Starboard hat dem Flux eine dünne, flache Blattspitze verpasst, die für einen besonders sauberen Ein- und Ausstieg ausgelegt ist.
Das Paddelblatt ist in einem Winkel von 13 Grad eingestellt, wodurch das Flux eindeutig in die Kategorie der Allround-Modelle fällt. Laut Starboard sorgt das für genügend sofortige Beschleunigung beim SUP-Surfen und bleibt gleichzeitig komfortabel und effizient beim Paddeln auf flachem Wasser.
Für Surfer könnte das besonders nützlich sein, wenn mehrere schnelle Paddelschläge nötig sind, um auf eine Welle zu beschleunigen.
Für Freizeit- und Tourenpaddler sollten dieselben Eigenschaften dafür sorgen, dass das Paddel nützliche Kraft erzeugt, ohne dass dafür eine besonders ausgefeilte Rennpaddeltechnik erforderlich ist.
Das breite, tropfenförmige Unterblatt sorgt zudem für einen guten Griff – laut Starboard macht das den Flux auch für weniger erfahrene Paddler zugänglich.

Die eigentliche Ursache ist die Ermüdung
Der vielleicht interessanteste Aspekt des Flux ist nicht irgendeine einzelne Technologie.
Genau das versucht Starboard mit allen zusammen zu erreichen.
Das Paddel wurde im Rahmen ausgiebiger Testfahrten im Meer entwickelt, mit dem Ziel, dass Paddler bei wiederholten Sessions länger frisch bleiben. Anstatt auf schwere, kraftvolle Paddelschläge zu setzen, fördert das Flux eine schnellere Kadenz bei geringerer Muskelbelastung.
Beim SUP-Surfen bedeutet das möglicherweise, dass man mehr Wellen reiten kann, bevor Arme und Schultern nachlassen.
Beim Touren- und Freizeitpaddeln könnte das längere Touren bei geringerer Ermüdung bedeuten.
Und genau hier unterscheidet sich das Flux von den spezialisierteren Performance-Paddeln von Starboard.
Flux vs. Enduro vs. Velocity
Am einfachsten lässt sich das neue Paddel wohl verstehen, wenn man sich ansieht, wo es im bestehenden Sortiment von Starboard einzuordnen ist.
Das Enduro ist schon seit Langem Starboards vielseitiges Paddle für Surf und allgemeines Paddeln. Das Velocity hingegen ist viel stärker auf Effizienz und die Minimierung des Widerstands bei langen Strecken ausgerichtet.
Der Flux greift Elemente aus beiden auf.
Es behält den für das Enduro typischen Zugang und die Vorhersehbarkeit bei, führt aber gleichzeitig einige der Effizienzkonzepte des Velocity ein.
Das macht es potenziell zu einem attraktiven Paddel für Leute, die zwar nicht nach Rennpodiumsplätzen streben, aber dennoch zu schätzen wissen, was die moderne Entwicklung von Rennpaddeln für das alltägliche Paddeln zu bieten hat.
Optionen für Carbon und Prepreg-Carbon
Starboard bietet den Flux in den Ausführungen Carbon und Prepreg-Carbon an, mit Blattgrößen S, M und L.
Die Premium-Version aus Prepreg-Carbon verwendet vorimprägniertes 3K-Carbon für das Blatt und wird mit den leichten Carbon-Pro-Komponenten von Starboard kombiniert.
Außerdem gibt es eine ungewöhnlich große Auswahl an Schaftkonfigurationen und Flex-Optionen. Starboard bietet je nach Schaft die Flex-Varianten F30, F35 und F40 an – von einer steifen Konfiguration für direkte Kraftübertragung bis hin zu weicheren Ausführungen, die die Belastung bei längeren Sessions verringern sollen.
Es ist auch eine zweiteilige Version erhältlich, die mit Starboards verdrehsicherem Innenschaft und dem breiten Klemmsystem ausgestattet ist.
Sogar der Griff wurde sorgfältig durchdacht. Das ergonomische Design zeichnet sich durch einen relativ breiten Griff und eine flache Oberseite aus, sodass der Paddler die Ausrichtung des Paddelblatts leichter ertasten kann, ohne hinzuschauen.
Ein Paddel, das zeigt, wohin sich das Freizeit-SUP entwickelt
Das Flux ist eine interessante Neuheit, weil es nicht versucht, das Paddel neu zu erfinden, indem es es einfach steifer, leichter oder leistungsstärker macht.
Stattdessen nutzt Starboard einige der Erkenntnisse aus dem Rennsport und dem Foilen, um das alltägliche Paddeln effizienter zu gestalten.
Das leuchtet ein.
Nicht jeder will im Renntempo paddeln, aber fast jeder schätzt einen sauberen Paddelschlag, weniger Flattern und eine geringere Belastung der Schultern. Ebenso brauchen SUP-Surfer nicht unbedingt ein Rennpaddel, profitieren aber auf jeden Fall davon, schnell beschleunigen zu können, ohne zwischen den Wellen unnötig Energie zu verschwenden.
Das Starboard Flux nimmt daher eine interessante Mittelposition ein: Es ist leistungsorientierter als ein herkömmliches Freizeitpaddel, aber deutlich zugänglicher und vielseitiger als ein reines Rennpaddel.
Für Paddler, die Kadenz der rohen Kraft vorziehen – oder einfach länger auf dem Wasser bleiben wollen, ohne jeden Paddelschlag in den Schultern zu spüren –, könnte das Flux zu einer der interessantesten Neuheiten im Paddel-Sortiment von Starboard werden.
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