
Die EURO TOUR kehrt vom 18. bis 20. September 2026 an die französische Atlantikküste zurück – Royan ist im Rahmen des „Weekend de la Glisse“ Austragungsort der nächsten großen Etappe der Saison. Mit einem Preisgeld von 8.000 €, einer Fünf-Sterne-EuroTour-Bewertung und einem Teilnehmerfeld bei den Frauen, das sich als eines der stärksten des Jahres abzeichnet, hat Royan alle Zutaten für ein bedeutendes Wochenende mit internationalen SUP-Rennen.
Der eigentliche EuroTour-Wettkampf findet am Samstag, dem 19. September, am legendären Strand von Pontaillac statt, wo die Athleten ein kurzes und möglicherweise sehr intensives technisches Rennen im Meer bestreiten werden.
Ein technisches Rennen, das für die Zuschauer gemacht ist
Anstatt eines weiteren traditionellen Langstreckenrennens legt Royan den Schwerpunkt ganz klar auf technische Hochseeregatten.
Die geplante Strecke ist 2,5 Kilometer lang und besteht aus zwei Runden à 1,25 km mit einem Strandabschnitt dazwischen. Je nach Teilnehmerzahl treten die Athleten zunächst in Qualifikationsläufen an, bevor sie ins kleine oder große Finale einziehen.
Dieses Format sollte dafür sorgen, dass Positionierung, Bojenwenden, der Umgang mit dem Board und die Übergänge zum Strand genauso wichtig sind wie die reine Paddelgeschwindigkeit. Nimmt man dann noch die Bedingungen des Atlantiks hinzu, könnte Royan genau die Art von unvorhersehbaren Rennen liefern, die das „Technical Racing“ schon immer zu einer der besten Zuschauerdisziplinen im SUP gemacht haben.
Die ersten Rennen sollen am Samstag um 10:30 Uhr beginnen, die Siegerehrung ist für etwa 14:00 Uhr vorgesehen.
Rivera, Barreras, Frey und LeBlanc sind die Top-Athletinnen im Frauenfeld
Der Frauenwettbewerb entwickelt sich bereits zu einem der Hauptthemen der Veranstaltung.
Marie Carmen Rivera aus Puerto Rico, Esperanza Barreras aus Spanien, Alba Frey aus Spanien und Maddi LeBlanc aus Kanada gehören zu den internationalen Athletinnen, die für Royan angekündigt wurden.
In dieser Gruppe steckt jede Menge Qualität.
Rivera war in den letzten Jahren einer der beständigsten internationalen Rennfahrer, während Barreras enorme Erfahrung mitbringt und besonders gefährlich bleibt, sobald das Rennen auf offenes Wasser führt.
Alba Frey hat sich inzwischen fest unter den führenden Rennläuferinnen Europas etabliert und ist 2026 bereits eindrucksvoll in die EuroTour gestartet: Beim Saisonauftakt auf der boot Düsseldorf gewann sie den Frauenwettbewerb vor Rivera.
Maddi LeBlanc verleiht dem Teilnehmerfeld eine weitere internationale Dimension. Die Kanadierin hat ihre Rennerfahrung auf beiden Seiten des Atlantiks weiter ausgebaut und kehrt nun in den EURO-TOUR-Wettbewerb zurück, nachdem sie Anfang des Jahres in Düsseldorf den siebten Platz belegt hatte.
Da bis zum Rennwochenende noch weitere Anmeldungen möglich sind, könnte der Frauenwettbewerb zu einem der stärksten internationalen Teilnehmerfelder werden, die wir in dieser Saison in Europa gesehen haben.
Internationale Rennen sind wichtiger denn je
Hinter Royan steckt auch noch eine größere Geschichte.
Die SUP-Saison 2026 hat mal wieder gezeigt, wie schwierig es geworden ist, wirklich internationale Profi-Rennen aufrechtzuerhalten. Bei vielen Veranstaltungen treten zunehmend vorwiegend regionale Teilnehmer an, während die Preisgelder oft auf zahlreiche Rennen, Kategorien und Meisterschaften verteilt sind.
Für Profisportler bedeutet das eine schwierige Situation.
Meistertitel und Ranglistenpunkte sind nach wie vor wichtig, aber die Sportler brauchen auch Wettkämpfe, bei denen es nennenswerte Preisgelder zu gewinnen gibt. Da es heute deutlich schwieriger ist, Sponsoren zu finden als in den früheren Boomjahren des SUP, lässt sich eine internationale Reise nur um eines weiteren Titels willen immer schwerer rechtfertigen.
Das macht Veranstaltungen, die bereit sind, erhebliche Mittel in den Spitzensport zu investieren, besonders wertvoll.
Das Preisgeld von 8.000 Euro in Royan sendet ein wichtiges Signal. Veranstaltungen wie diese zu unterstützen bedeutet letztendlich, Sportler zu unterstützen, die weiterhin die nötige Zeit und das nötige Geld investieren, um international an Wettkämpfen teilzunehmen.
Und letztendlich sind es die internationalen Teilnehmerfelder, die einer professionellen Rennserie ihre Bedeutung verleihen.
Mehr als nur ein SUP-Rennen
Royan profitiert außerdem davon, Teil von etwas zu sein, das weitaus größer ist als ein einzelner SUP-Wettkampf.
Das „Week-end de la Glisse“ hat seine Wurzeln in der Surf- und Skate-Kultur, die sich Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre rund um Pontaillac entwickelt hat. Das Konzept wurde 2016 in seiner heutigen Form wiederbelebt und hat sich zu einem dreitägigen Fest der Brettsportarten und der Meereskultur entwickelt.
Neben den SUP-Rennen bietet das Festival 2026 Surf-, Longboard-, Bodyboard- und Skateboard-Aktivitäten sowie zahlreiche Strand- und Wassersportangebote, dazu ein Festgelände und kostenlose Konzerte am Strand von Pontaillac.
Beim SUP-Rennen spielt diese Kulisse eine wichtige Rolle. Anstatt isoliert gegeneinander anzutreten, werden die Athleten Teil einer größeren Wassersportveranstaltung mit einem Publikum, das über die etablierte SUP-Community hinausgeht.
Auch Royan wird Teil des Wegs zur ICF-WM
Es gibt noch einen weiteren praktischen Grund, warum Royan dieses Jahr internationale Rennfahrer anziehen könnte.
Die EuroTour bietet wieder einen Board-Transport an, und für Athleten, die ohne eigene Rennboards anreisen, kann auch Leihausrüstung organisiert werden.
Noch interessanter ist der Zusammenhang mit den ICF-SUP-Weltmeisterschaften in Sabaudia, Italien, vom 14. bis 18. Oktober. Die EuroTour hat angekündigt, dass auch ein Transport zum Austragungsort der Weltmeisterschaft angeboten wird.
Für internationale Athleten, die versuchen, eine europäische Wettkampfsaison auf die Beine zu stellen, können solche logistischen Aspekte einen entscheidenden Unterschied ausmachen.
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