Das Stand Up Magazin beschäftigt sich traditionell mit SUP, Foiling und Wingfoiling. Als uns jedoch die Pressemitteilung von Rainer Klimaschewski, dem Erfinder der citywave, erreichte, dachten wir uns: Warum eigentlich nicht mal etwas Neues?
Schließlich ist uns die citywave alles andere als fremd. Über viele Jahre gehörte sie zu den großen Attraktionen auf der boot Düsseldorf und wir verbinden einige gute Erinnerungen mit ihr.
Wir stellen uns hier in der Redaktion gerade eh die Frage: Sollten wir dem Surfsport künftig nicht etwas mehr Platz im Stand Up Magazin geben? Das hier wäre eigentlich ein ganz guter Anfang.

Continental Surf Cup 2026: Team Europe trifft in Chelan auf ein stärkeres Team USA
Am 5. und 6. September 2026 geht der Continental Surf Cup in Chelan im US-Bundesstaat Washington in seine vierte Runde. Auf der 16 Meter breiten citywave bei Lakeside Surf treten zwölf europäische gegen zwölf amerikanische Surfer an. Team Europe reist als dreifacher Titelverteidiger an – doch die Ausgangslage könnte in diesem Jahr enger sein als je zuvor.
Dreimal wurde der Continental Surf Cup bislang ausgetragen, dreimal ging die Trophäe nach Europa. Am ersten September-Wochenende versucht Team USA nun erneut, diese Serie zu beenden. Neben dem Continental Surf Cup geht es für die insgesamt 24 Surferinnen und Surfer um 20.000 US-Dollar Preisgeld.
Austragungsort ist erneut Lakeside Surf in Chelan. Die dortige citywave bietet mit einer Breite von 16 Metern und einer Wellenhöhe von bis zu 1,8 Metern deutlich mehr Platz als viele andere stehende Wellen. Das ermöglicht nicht nur klassische Turns und Carves, sondern bietet auch genügend Raum für Airs und technisch anspruchsvolle Manöver.
Team USA profitiert von Chelan und Hawaii
In den vergangenen Jahren hat sich das Niveau der amerikanischen Surfer auf der stehenden Welle deutlich entwickelt. Ein Grund dafür sind die Trainingsmöglichkeiten auf großen Anlagen wie in Chelan – und mittlerweile auch auf Hawaii.
Ein Teil des amerikanischen Teams qualifizierte sich in diesem Jahr über die Wai Kai Surf League. Die dortige Welle auf Oahu gehört ebenfalls zu den größten citywave-Anlagen und bietet entsprechend viel Platz und eine ausgeprägte Airsection.
Damit kommen mehrere US-Surfer nach Chelan, die genau diese Art von Welle gewohnt sind.
Zu ihnen gehört Cash Hoover. Sie gewann 2024 in Chelan im Alter von gerade einmal 14 Jahren die Gesamtwertung der Frauen und zeigte bereits damals, welches Nachwuchspotenzial im amerikanischen Team steckt.
Die Entwicklung macht sich auch in den einzelnen Contest-Disziplinen bemerkbar. Beim Best Trick gingen 2024 sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Siege an Team USA.
Team Europe mit viel Contest-Erfahrung
Europa hat allerdings weiterhin einen entscheidenden Trumpf: eine inzwischen sehr aktive Contest-Szene auf stehenden Wellen. Viele der europäischen Teilnehmer kommen mit entsprechend viel Wettkampfpraxis nach Washington.
Angeführt wird das Team von Lennard Weinhold, der die Einzelwertung des Continental Surf Cups bereits dreimal gewinnen konnte.
Mit Valeska Schneider steht zudem die amtierende deutsche Meisterin im europäischen Aufgebot. Sie kennt die Welle in Chelan bestens und konnte dort bereits einen Sieg feiern.
Für spektakuläre Manöver dürfte außerdem Maximilian Lex sorgen. Der Air-Spezialist lebt zeitweise auf Hawaii und trainiert dort ebenfalls auf der citywave. Lex war der erste Surfer, der auf einer citywave einen sogenannten Kerrupt Flip stehen konnte.
Damit treffen in Chelan nicht nur zwei Kontinente aufeinander. Einige der besten Surfer beider Teams kennen inzwischen dieselben Trainingsbedingungen und teilweise sogar dieselben Wellen.
Best Trick dürfte wieder zum Highlight werden
Besonders interessant wird deshalb der Best-Trick-Contest am Samstag. 360 Shuv-its, Big Spins, Full Rotations und andere Air-Manöver haben sich längst zu einem wichtigen Bestandteil des citywave-Surfens entwickelt.
Nachdem Team USA 2024 beide Best-Trick-Wertungen gewinnen konnte, dürfte diese Disziplin erneut eine der amerikanischen Stärken sein.
Der Continental Surf Cup besteht allerdings aus mehreren Formaten. Neben dem Best Trick stehen Surfers Classic, Team Heats und die Single-Heat-Finals auf dem Programm. Für den Gesamtsieg reicht es deshalb nicht, nur in einer Disziplin zu dominieren.
2024 war der Continental Surf Cup so knapp wie nie
Wie eng das Duell inzwischen geworden ist, zeigte bereits die letzte Austragung.
Nach dem ersten Contest-Tag 2024 lag Team Europe lediglich mit 13:12 Punkten vor den USA. Erst über die starken europäischen Platzierungen in der Einzelwertung konnte das Team den dritten Gesamtsieg in Folge sichern.
Genau diese Entwicklung macht die vierte Ausgabe besonders interessant.
Team USA geht nicht mehr als klarer Außenseiter in den Contest. Die Amerikaner haben bewiesen, dass sie einzelne Wertungen gewinnen können, während gleichzeitig eine neue Generation von Surfern aus Chelan und Hawaii nachrückt.
Team Europe bringt dagegen die Erfahrung aus drei Siegen sowie eine hohe Contest-Dichte aus der europäischen Saison mit.
Continental Surf Cup 2026 auf einen Blick
Datum: 5.–6. September 2026
Ort: Lakeside Surf, Chelan, Washington, USA
Teams: Team Europe vs. Team USA
Teilnehmer: 24 Surferinnen und Surfer – zwölf pro Team
Disziplinen: Surfers Classic, Team Heats, Best Trick und Single-Heat-Finals
Preisgeld: 20.000 US-Dollar
Welle: citywave Chelan – 16 Meter breit, bis zu 1,8 Meter hoch
Nach drei europäischen Siegen in Folge lautet die große Frage für 2026 deshalb: Kann Team USA seinen Heimvorteil nutzen und die Serie von Team Europe endlich beenden?
Die Antwort gibt es am 5. und 6. September in Chelan.
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