
Der erste ICF SUP World Cup & SUPER Festival 2026 war ein erfolgreiches Debüt für die neueste Stand-up-Paddle-Rennveranstaltung des Internationalen Kanu-Verbandes. Der Wettbewerb fand vom 24. bis 28. Juni in Torquay an der malerischen englischen Riviera statt und begrüßte Athleten aus 15 Nationen. Er verband Elite-Rennen mit einem Festival, das den Sport für Paddler aller Leistungsstufen zugänglich machen sollte.
Laut dem Veranstaltungsbericht von TotalSUP war eines der herausragenden Merkmale der Veranstaltung ihr einzigartiges Format. Elite-Wettkämpfer, Freizeitpaddler und Erstteilnehmer nutzten die ganze Woche über denselben Veranstaltungsort, denselben Strand und dieselben Rennstrecken. Das begleitende SUPER-Festival bot Aussteller für Ausrüstung, Gemeinschaftsaktivitäten und Freizeitrennen und schuf so eine Atmosphäre, die weit über den offiziellen Weltcup-Wettkampf hinausging.
Aus sportlicher Sicht war diese Veranstaltung das Werk zweier Athleten.
Die Italienerin Cecilia Pampinella und der Spanier Manuel Hoyuela Rojas zeigten eine makellose Leistung und gewannen alle drei Disziplinen der Open-Klasse – Sprint, Technikrennen und Langstrecke. Mit diesem Dreifachsieg wurden sie zu den unbestrittenen Stars des allerersten ICF-SUP-Weltcups, der im Vereinigten Königreich stattfand.
Pampinella zeigte das ganze Wochenende über eine bemerkenswerte Konstanz. Sie sicherte sich den Sieg im Sprintrennen vor Michelle Kimbler und Emily Louise Evans, bevor sie im Technikrennen weitere Siege vor Annabel Page und Hanna Kaminska einfuhr. Im Langstreckenrennen rundete sie ihren perfekten Durchmarsch ab und kam erneut vor Annabel Page ins Ziel, während die Deutsche Skadi Langbein das Podium vervollständigte.
Hoyuela war im Herrenwettbewerb ebenso überragend. Der spanische Rennfahrer holte sich die Goldmedaille im Sprint vor dem Italiener Tommaso Pampinella und dem Franzosen Greg Limelette, bevor er im Technischen Rennen genau dieselbe Podiumsplatzierung wiederholte. Im Langstreckenrennen erwies sich Hoyuela erneut als unschlagbar und holte sich den Sieg vor Greg Limelette, während Tommaso Pampinella sich seinen dritten Podiumsplatz des Wochenendes sicherte.
Bei der Veranstaltung stellte sich auch die nächste Generation der SUP-Rennsporttalente vor. Der Portugiese Lourenço Viveiros holte sich sowohl den Titel im Junioren-Sprint als auch im technischen Rennen, während der Brite Alfred Gregory auf heimischen Gewässern beeindruckte: Er gewann das Junioren-Langstreckenrennen und holte zusätzlich Silbermedaillen sowohl im Sprint als auch im technischen Rennen.
Ein weiterer herausragender Teilnehmer war der französische Paddler Greg Limelette, der drei Podiumsplätze in der Open-Klasse holte: einen zweiten Platz im Technikrennen, einen zweiten im Langstreckenrennen und einen dritten im Sprint. Auch der Italiener Tommaso Pampinella hatte ein hervorragendes Wochenende und wurde Zweiter im Sprint sowie Dritter sowohl im Technik- als auch im Langstreckenrennen.
Abgesehen vom Rennen selbst hob TotalSUP die Atmosphäre hervor, die von den Organisatoren, den Freiwilligen und der lokalen SUP-Community geschaffen wurde. Die Veranstaltung wurde dafür gelobt, dass sie Spitzensportler und Freizeitpaddler in einer festlichen Atmosphäre zusammenbrachte und es den Teilnehmern ermöglichte, unabhängig von ihrem Erfahrungsniveau denselben Startbereich, denselben Wettkampfort und dieselben Siegerehrungen zu nutzen.
Wenn man die erste Ausgabe als Maßstab nimmt, hat sich der ICF SUP World Cup & SUPER Festival als vielversprechender neuer internationaler Austragungsort für Stand-up-Paddle-Rennen etabliert. Mit starker internationaler Beteiligung, anspruchsvollen Rennbedingungen und einem Schwerpunkt auf dem Engagement der lokalen Gemeinschaft bot die englische Riviera eine unvergessliche Kulisse für das Debüt des Weltcups in Großbritannien.
Schön zu sehen, dass die BBC über die Veranstaltung berichtet hat
Anmerkung der Redaktion:
Auch wenn sich der erste ICF SUP-Weltcup & SUPER Festival als erfolgreiche Veranstaltung und positive Bereicherung für den internationalen Rennkalender erwiesen hat, sind wir der Meinung, dass der Terminplan ein Problem aufgezeigt hat, das den Sport weiterhin bremst.
Der Weltcup in Torquay fand genau am selben Wochenende statt wie der Wettkampf der European SUP League in Polen, was viele der weltbesten Athleten dazu zwang, sich zwischen zwei großen internationalen Wettbewerben zu entscheiden. Unserer Meinung nach ist so eine Terminüberschneidung nicht gut für den Sport.
Im Stand-up-Paddle-Rennsport gibt es im Vergleich zu etablierteren Sportarten ohnehin schon nur relativ wenige Spitzensportler. Diese Teilnehmer auf zwei wichtige Veranstaltungen aufzuteilen, schwächt unweigerlich beide Wettbewerbe. Fans verpassen die Gelegenheit, die bestmöglichen Startfelder zu sehen, Veranstalter verlieren die Chance, echte Weltklasse-Rennen zu präsentieren, und die Athleten geraten in die schwierige Lage, entscheiden zu müssen, welche Meisterschaft ihrer Saison am besten dient.
Da der Sport weiter wächst, sollte die Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern und Dachverbänden einen höheren Stellenwert erhalten. Ein abgestimmter internationaler Kalender würde es den Athleten ermöglichen, bei den größten Veranstaltungen ohne unnötige Terminüberschneidungen anzutreten, und gleichzeitig Medien, Sponsoren und Fans die Möglichkeit geben, die führenden Paddler des Sports in voller Stärke zu verfolgen.
Der Erfolg sowohl des ICF-SUP-Weltcups in Großbritannien als auch der Etappe der European SUP League in Polen zeigt, dass es eine Nachfrage nach internationalen Wettkämpfen auf hohem Niveau gibt. Der nächste Schritt sollte darin bestehen, sicherzustellen, dass sich diese Veranstaltungen gegenseitig ergänzen, anstatt um dieselben Athleten zu konkurrieren.
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