Hydrofoil Chaos im Line-up

Dieses Bild zeigt einen separaten Vorfall, auch in Australien. Wer das Video vom Foiler gesehen hat, merkt das Bilder nicht immer die ganze Geschichte erzählen.

Die Entwicklung im Wassersport geht rasant weiter – Foiling, Winging und SUP Surfing verschieben die Grenzen dessen, was auf dem Wasser möglich ist. Doch genau dieser Fortschritt sorgt zunehmend für Spannungen im Line-up. Ein aktuelles Video von Lift Foils bringt das Thema auf den Punkt: Es braucht so etwas wie einen “Peace Treaty” zwischen Surfern und Foilern.

Fortschritt trifft auf Konflikt im Line-up

Seit dem Boom des Hydrofoil-Surfens – insbesondere seit der COVID-19 pandemie – hat sich das Kräfteverhältnis im Wasser verändert. Foiler können Wellen deutlich früher anpaddeln oder sogar motorisiert erreichen. Für klassische Surfer und auch viele SUP Surfer bedeutet das:

  • Weniger Wellen
  • Mehr Stress im Line-up
  • Erhöhtes Verletzungsrisiko

Und genau hier liegt das Problem: Unter einem Foil befindet sich ein scharfes System, das bei Kollisionen ernsthafte Verletzungen verursachen kann.

Stand Up Magazin: Klare Haltung zur Situation

Wir beim Stand Up Magazin sind seit über drei Jahrzehnten im Surfing verwurzelt. Gleichzeitig lieben wir die Entwicklung neuer Disziplinen wie Foiling und Wing Foiling – sie bringen frischen Wind in den Sport.

Aber was aktuell beispielsweise in Australien passiert ist, ist aus unserer Sicht ein komplettes No-Go.
Zu viele Vorfälle, zu wenig Rücksicht – und vor allem: fehlendes Verständnis für bestehende Line-up-Regeln.

Umso wichtiger ist es, dass sich nun Stimmen aus der Szene selbst erheben und versuchen, Lösungen zu formulieren.

Der “Peace Treaty”: Regeln für ein besseres Miteinander

Im Video von Lift Foils kommen mehrere Foiler zu Wort und sprechen sich für klare Verhaltensregeln aus. Die wichtigsten Aussagen lassen sich klar zusammenfassen:

  • Meide überfüllte Line-ups mit dem Foil
  • Respektiere die Vorfahrt klassischer Surfer
  • Nutze freie Bereiche der Welle oder gehe Downwind
  • Halte Abstand und denke an die Sicherheit aller

Ein zentraler Punkt:
👉 “Get away from the pocket, and surf the open face.”

Gerade im SUP Surfing, wo oft ohnehin mehr Übersicht im Line-up herrscht, könnten solche Prinzipien leichter umgesetzt werden – vorausgesetzt, alle halten sich daran.

SUP, Foil und Surf: Koexistenz ist möglich – aber nicht selbstverständlich

Die Realität ist: Alle Disziplinen teilen sich denselben Ozean. Ob SUP, Prone Surf, Foil oder Wing – der Platz im Line-up ist begrenzt.

Was aktuell passiert, ist ein klassischer Nutzungskonflikt:

  • Neue Technologien treffen auf etablierte Surfkultur
  • Mehr Zugänglichkeit führt zu mehr Crowds
  • Unterschiedliche Geschwindigkeiten erhöhen das Risiko

Ohne klare Regeln und gegenseitigen Respekt wird sich die Situation weiter zuspitzen.

Fazit: Die Szene steht an einem Wendepunkt

Die Initiative von Lift Foils ist ein wichtiger Schritt. Doch ein paar Guidelines allein reichen nicht aus. Es braucht:

  • Bewusstsein in der Community
  • Selbstregulierung im Line-up
  • Klare Kommunikation zwischen den Disziplinen

Die Frage bleibt:
Ist ein friedliches Miteinander möglich – oder steuern wir auf einen dauerhaften Konflikt zwischen Surfern und Foilern zu?

Eines ist sicher: Der Ozean gehört uns allen – aber nur, wenn wir lernen, ihn gemeinsam zu nutzen.


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