
Die ICF-SUP-Weltmeisterschaften 2026 in Sabaudia, Italien, versprechen, eines der interessantesten Treffen internationaler SUP-Rennsporttalente der letzten Jahre zu werden. Mit 927 Athleten aus 60 Nationen und Delegationen ist die Teilnehmerliste nicht nur zahlenmäßig beeindruckend, sondern besticht auch durch die Namen, die darauf stehen.
Vom 14. bis 18. Oktober trifft sich die weltweite SUP-Racing-Community am Paola-See in Sabaudia, südlich von Rom, zu den Weltmeisterschaften in den Disziplinen Sprint, Technik und Langstrecke.
Nach weiteren Saisons mit fragmentierten Wettkampfkalendern und der Abwesenheit vieler Spitzenathleten bei großen Meisterschaften bietet die Teilnehmerliste für 2026 genau das, was SUP-Racing-Fans bisher vermisst haben: ein Duell zwischen den Legenden des Sports und der Generation, die in den letzten Jahren nachgerückt ist.
Und drei Namen fallen sofort ins Auge: Connor Baxter, Noïc Garioud und Michael Booth.
Reunion: Connor Baxter, Noïc Garioud und Michael Booth
Für langjährige Fans des SUP-Rennsports brauchen diese drei Athleten keine Vorstellung.
Connor Baxter ist einer der erfolgreichsten Sportler in der Geschichte dieser Sportart. Der auf Maui geborene SUP Pionier hat durch seine explosiven Sprintleistungen, seine Siege bei technischen Rennen und seine jahrelange Dominanz auf dem Meer maßgeblich zur Entwicklung des modernen SUP-Rennsports beigetragen.
Da Baxter in letzter Zeit weniger auf der internationalen SUP-Rennszene unterwegs war, ist sein Name auf der Teilnehmerliste von Sabaudia besonders spannend. Mit seiner Rückkehr zu einer großen Weltmeisterschaft kehrt eine der bekanntesten Persönlichkeiten des Sports zurück.
Noïc Garioud ist ein weiterer Sportler, dessen Name zum Synonym für SUP-Rennen auf höchstem Niveau geworden ist. Der französische Paddler hat wiederholt Meisterschaften gewonnen und gehörte zu den Allerbesten im Sprint, im Langstrecken- und im technischen Rennen. Seine Rückkehr zum SUP-Rennsport bereichert das ohnehin schon stark besetzte Teilnehmerfeld der Männer um einen weiteren legendären Konkurrenten.
Dann ist da noch Michael „Boothy“ Booth.
Der Australier ist einer der erfolgreichsten Langstrecken-SUP Racers in der Geschichte des Sportes. Seine Kombination aus Ausdauer, Rennintelligenz und taktischer Erfahrung hat ihn zu einem Vorbild für eine ganze Generation von Sportlern gemacht.
Für Boothy geht es bei Sabaudia weniger um ein Comeback als vielmehr um ein Wiedersehen mit altbekannten Rivalen.
Baxter, Garioud und Booth stehen für drei unterschiedliche Rennstile, doch gemeinsam wecken sie Erinnerungen an eine Zeit, in der die weltbesten SUP-Athleten regelmäßig an derselben Startlinie gegeneinander antraten.
Die Frage ist nun, ob sie gegen eine neue Generation von Weltklasse-Konkurrenten weiterhin das Tempo vorgeben können.
Shuri „Shrimpy“ Araki und die nächste Generation
Auch wenn das Wiedersehen der etablierten Stars für Aufsehen sorgen wird, wird Shuri Araki aus Japan einer der spannendsten Athleten sein.
Araki hat sich in der Weltelite etabliert und steht stellvertretend für eine Generation, die mit Rennen auf außergewöhnlich hohem Niveau groß geworden ist. Seine Schnelligkeit, sein technisches Können und seine internationale Erfahrung machen ihn in Sabaudia zum Favoriten.
Auch Japan stellt weitere Talente, darunter Nagito Hirata und andere aufstrebende Rennfahrer.
Christian Andersen, der „Polarbear“ aus Dänemark, ist ein weiterer großer Name. Nachdem er fast die gesamte Saison über gefehlt hatte, überraschte er die SUP-Welt mit seinen herausragenden Leistungen bei den SUP-Europameisterschaften 2026 in Agios Nikolaos, wo er sowohl im Sprint als auch im Langstreckenrennen Gold holte. Der „Polarbear“ wird sicherlich in der Lage sein, alle noch einmal zu überraschen.
Die Aussicht, dass Andersen, Araki, Baxter, Garioud und Booth bei derselben Meisterschaft antreten, ist genau die Art von Storyline, die das internationale SUP-Rennen braucht.
Spanien: Auf dem Papier eine der stärksten Mannschaften
Spanien hat sich zu einer der erfolgreichsten Nationen im modernen SUP-Rennsport entwickelt und ist in Sabaudia stark vertreten.
Auf der Teilnehmerliste stehen 116 spanische Sportler, auch wenn nicht alle von ihnen Mitglieder der offiziellen Nationalmannschaft sind.
Zu den Spitzenfahrern gehört Manuel Hoyuela, der eine hervorragende Saison 2026 hingelegt hat. Sein Dreifachsieg in den Disziplinen Sprint, Technik und Langstrecke beim ICF-Weltcup in Großbritannien hat gezeigt, wie konkurrenzfähig er mittlerweile geworden ist.
Sergio Cantoral ist ein weiterer Athlet, den man im Auge behalten sollte, vor allem bei den kürzeren Rennformaten.
Bei den Frauen verfügt Spanien über eine außergewöhnliche Spielerdichte.
Esperanza Barreras, eine der erfolgreichsten Langstreckenläuferinnen der letzten Jahre, ist nach wie vor ein großer Name, wann immer sie bei einer internationalen Meisterschaft antritt.
Duna Gordillo hat sich als eine der stärksten Allround-Wettkämpferinnen etabliert, während Alba Alonso Frey nach ihrer erfolgreichen Saison in der European SUP League antritt, die mit dem Gesamtsieg bei den Frauen 2026 ihren Höhepunkt fand.
Spanien ist mit seiner Mischung aus etablierten Champions und aufstrebenden Talenten sowohl bei den Einzelrennen als auch beim Nationenpreis eine der Nationen, die man im Auge behalten sollte.
Niederlande: Donato Freens führt die Truppe an
Die Niederlande haben vielleicht nicht die größte Delegation, aber mit Donato Freens haben sie einen der stärksten und talentiertesten Paddler des Jahres 2026 in ihren Reihen. Sein Sieg bei der ESL unterstreicht das eindrucksvoll.
Die große Frage ist, wie er sich gegen ein internationales Teilnehmerfeld schlagen wird, zu dem Baxter, Garioud, Booth, Araki und Andersen gehören.
Für Freens ist Sabaudia eine Gelegenheit, seine Fortschritte im Vergleich zu einigen der größten Namen des Sports zu messen.
Italien: Heimvorteil und die größte Delegation
Mit 136 gemeldeten Sportlern hat Italien laut den Meldedaten die größte Delegation.
Auch das Gastgeberland hat echte Medaillenkandidaten.
Cecilia Pampinella war eine der herausragenden Rennfahrerinnen der Saison 2026. Ihre Leistungen auf der europäischen Rennstrecke, darunter ein kompletter Sieg beim ICF-Weltcup in Großbritannien, machen sie zu einer der führenden Anwärterinnen.
Auch Filippo Mercuriali und Nicolò Ricco sind im Herrenwettbewerb im Auge zu behalten.
Die hohen Teilnehmerzahlen aus Italien zeigen, wie stark die heimische SUP-Racing-Szene ist, und Rennen auf heimischen Gewässern könnten den Spitzensportlern zusätzliche Motivation geben.
Damenrennen: Ein außergewöhnlich starkes Teilnehmerfeld
Das Open-Turnier der Frauen verdient genauso viel Aufmerksamkeit wie das Wiedersehen der Männer.
Zu den Top-Namen auf der Teilnehmerliste gehören:
- Esperanza Barreras (Spanien) – eine etablierte Größe im Langstreckenlauf.
- Cecilia Pampinella (Italien) – eine der stärksten Allrounderinnen der europäischen Saison 2026.
- Duna Gordillo (Spanien) – eine bewährte internationale Spitzenathletin.
- Alba Alonso Frey (Spanien) – die Europameisterin der SUP-Liga 2026.
- Marie-Carmen Rivera (Puerto Rico) – eine herausragende Rennfahrerin, die das Frauenrennen beim EuroTour-Lauf in Royan dominierte.
- Juliette Duhaime (Argentinien) – eine erfahrene internationale Rennfahrerin mit starken Leistungen auf der internationalen Rennstrecke.
Diese Mischung aus etablierten Spitzenathletinnen und Sportlerinnen, die gerade eine erfolgreiche Saison hinter sich haben, könnte zu einigen der spannendsten Rennen der Frauen in diesem Jahr führen.
927 Sportler: Ein genauerer Blick auf die Teilnehmerzahlen
Das „Stand Up Magazin“ hat die Anmeldedaten von Memosoft ausgewertet, um einen besseren Einblick in die Größe und die internationale Verteilung der Meisterschaft zu gewinnen.
Unsere Analyse ergab, dass im bereitgestellten Datensatz 927 verschiedene Sportler aus 60 Nationen und Delegationen mit insgesamt 3.350 Anmeldedatensätzen erfasst waren.
Die größten Delegationen sind:
| Nation | Registrierte Sportler |
|---|---|
| Italien | 136 |
| Spanien | 116 |
| Griechenland | 72 |
| Ungarn | 53 |
| Deutschland | 52 |
| Polen | 50 |
| Frankreich | 43 |
| Tschechien | 27 |
Diese Zahlen beziehen sich auf das gesamte Meisterschaftsprogramm, einschließlich der Kategorien Junior, Open, Masters und weiterer Teilnahmeklassen. Sie sollten nicht mit der Anzahl der Athleten verwechselt werden, die in den Elite-Open-Klassen antreten.
Die Teilnehmerliste kann sich ebenfalls ändern und garantiert nicht, dass jeder gemeldete Athlet auch an den Start geht.
Dennoch zeigen die Teilnehmerzahlen, dass organisierte SUP-Rennen international immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Mehr als nur die Weltmeisterschaften der Elite
Ein wichtiger Aspekt des ICF-Formats ist seine breit angelegte Beteiligungsstruktur.
Neben dem offenen Wettbewerb bietet Sabaudia Junior- und Masters-Klassen, Jugendklassen, Inflatable-SUP-Rennen, Foil-Sprints und weitere Möglichkeiten für Freizeitrennen.
Dadurch entsteht eine Veranstaltung, bei der Spitzenathleten, ehrgeizige Nachwuchsfahrer, Masters-Athleten und Freizeitpaddler zusammenkommen.
Für den Sport ist das ein wichtiger Unterschied.
Bei Weltmeisterschaften geht es nicht nur darum, Medaillen zu vergeben. Sie sind auch eine Gelegenheit, die internationale SUP-Community zusammenzubringen, Nachwuchstalente zu fördern und Verbindungen zwischen verschiedenen Generationen von Sportlern zu knüpfen.
Eine Weltmeisterschaft, die wichtiger ist denn je
Die Meisterschaften 2026 finden zu einem wichtigen Zeitpunkt für den internationalen SUP-Rennsport statt.
Da die ISA-Weltmeisterschaften für 2026 abgesagt wurden, ist die ICF-Veranstaltung in Sabaudia nun das wichtigste internationale Weltmeisterschafts-Event der Saison.
Auf der Teilnehmerliste stehen viele der etablierten Stars dieser Sportart, erfolgreiche europäische Rennfahrer und aufstrebende internationale Talente.
Die Rückkehr von Connor Baxter, die Teilnahme von Noïc Garioud, das Wiedersehen mit Michael Booth und die Herausforderung durch Shuri Araki, Christian Andersen, Manuel Hoyuela und Donato Freens könnten genau die Art von internationalem Wettbewerb bringen, auf die das SUP-Racing schon so lange gewartet hat.
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