
GWA sagt Dakhla-Weltmeisterschaft nur drei Tage vor dem Start ab
Die GWA Wingfoil World Championship in Dakhla, Marokko, wurde nur drei Tage vor dem geplanten Start abgesagt. Die Wave-Weltmeisterschaft hätte vom 6. bis 11. Oktober am bekannten Spot Oum Lamboiur stattfinden und in einem einzigen Event die Weltmeistertitel 2026 entscheiden sollen.
Die GWA bestätigte die Absage und nannte lediglich „circumstances beyond our control“ – Umstände außerhalb unserer Kontrolle als Grund. Eine genauere Erklärung wurde bislang nicht veröffentlicht. Auf der offiziellen Eventseite wird die Veranstaltung inzwischen als abgesagt geführt.
Was ist in Dakhla passiert?
Wir vom Stand Up Magazin haben uns deshalb in marokkanischen und regionalen Nachrichtenquellen auf die Suche nach möglichen Gründen gemacht. Bislang finden wir keine Hinweise auf einen größeren Sicherheitsvorfall, eine Naturkatastrophe oder einen anderen lokalen Notfall, der eine so kurzfristige Absage offensichtlich erklären würde.
Auch das Wetter liefert momentan keine überzeugende Erklärung. Dakhla gilt gerade Anfang Oktober normalerweise als sehr zuverlässiger Austragungsort für Wind- und Wavesport.
Umso erstaunlicher ist, dass bis unmittelbar vor der Absage offenbar alles nach Plan lief.
Noch am 1. Oktober, also nur zwei Tage bevor die Absage bekannt wurde, berichtete das marokkanische Sportmedium SportPro, dass sich Dakhla auf die Ankunft von mehr als 70 internationalen Teilnehmern vorbereite. Die Informationen stammten laut dem Bericht von den Organisatoren.
Ein weiterer abgesagter Dakhla-Event wirft Fragen auf
Interessant ist in diesem Zusammenhang ein weiteres Detail: Für den 4. bis 11. Oktober war in Dakhla ebenfalls ein GKA Kite-Surf World Cup geplant. Auf der offiziellen GKA-Seite wird dieser Event inzwischen mit „Confirmed: No“ geführt.
Bereits im September hatte das französische Medium Kite Culture über erhebliche Veränderungen im GKA/GWA-Kalender 2026 berichtet. Mehrere ursprünglich angekündigte Kite- und Wingfoil-Events waren im Laufe der Saison wieder aus dem Kalender verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt sollte die GWA Wave-Weltmeisterschaft in Dakhla allerdings noch stattfinden.
Dass nun zwei GKA/GWA-Veranstaltungen am praktisch gleichen Ort und im gleichen Zeitraum nicht stattfinden, wirft Fragen auf.
Mögliche Gründe könnten im Bereich lokale Organisation, Finanzierung, Bewilligungen oder vertragliche Vereinbarungen liegen. Dafür gibt es derzeit allerdings keine öffentlich bestätigten Beweise, weshalb dies momentan reine Spekulation wäre.
Besonders bitter ist die kurzfristige Absage für die Athleten. Einige Teilnehmer waren bereits auf dem Weg nach Dakhla oder hatten ihre Reise entsprechend organisiert.
Hinzu kommt ein sportliches Problem: Dakhla sollte der einzige GWA Wave Event der Saison 2026 sein. Damit stellt sich nun auch die Frage, ob und wie die Wave-Weltmeistertitel 2026 überhaupt vergeben werden können.
Im Moment bleibt deshalb vor allem eine Frage offen:
Was ist in Dakhla passiert, dass eine Weltmeisterschaft nur drei Tage vor dem Start abgesagt werden musste?
Wir vom Stand Up Magazin bleiben an der Geschichte dran und werden berichten, sobald es weitere Informationen gibt.
Dakhla steht vor dem Titelkampf
Die GWA Wingfoil World Tour macht vom 6. bis 11. Oktober 2026 in Dakhla, Marokko, Station, wo am berühmten Oum Lamboiur-Break die Wingfoil-Wave-Weltmeister bei den Männern und Frauen gekürt werden.
Anders als bei einer klassischen Tour mit mehreren Stationen wird die GWA Wingfoil Wave-Weltmeisterschaft 2026 bei einem einzigen Event entschieden. Das heißt, es gibt kaum Spielraum für Fehler: Jeder Heat zählt, wenn die weltbesten Wingfoil-Wave-Fahrer an einem der legendärsten Wellen-Spots des Sports um die Titel kämpfen.
Cash Berzolla verteidigt seinen Weltmeistertitel im Wellenreiten
Bei den Männern reist Cash Berzolla als amtierender Weltmeister nach Marokko an, nachdem er sich in der vergangenen Saison auf den Kapverden den Titel gesichert hat. Der auf Maui lebende Amerikaner gilt als einer der stärksten reinen Wellenreiter im Wingfoilen und hat bereits Erfahrung mit Wettkämpfen in Dakhla.
Die Konkurrenz wird stark sein. Der Franzose Malo Guénolé und der Kanadier Finn Spencer gehören zu den Fahrern, von denen erwartet wird, dass sie ganz vorne mitmischen, während der ehemalige Weltmeister Wesley Brito aus Kap Verde zurückkehrt, um den Titel zurückzuerobern, den er 2024 gewonnen hat.
Der Südafrikaner Nathan van Vuuren, der Franzose Axel Gerard und die Amerikaner Liam Coralle und Marley Franco sorgen für noch mehr Tiefe im Teilnehmerfeld der Männer, das die rasante Entwicklung des Wingfoil-Wave-Ridings widerspiegelt.
Nia Suardiaz strebt einen weiteren Weltmeistertitel an
Im Frauenwettbewerb wird Titelverteidigerin Nia Suardiaz an der Spitze stehen. Die Spanierin hat sich zu einer der dominierenden Athletinnen im modernen Wingfoilen entwickelt und in mehreren Disziplinen Weltmeistertitel geholt.
Sie wird auf mehrere erfahrene Wave-Konkurrentinnen treffen, darunter die ehemalige Weltmeisterin Elena Moreno, die Niederländerin Bowien van der Linden und die Französin Eulalie Thébault.
Eine der interessantesten Neuzugänge in diesem Feld wird die Deutsche Marie Schlittenbauer sein. Die Surf-Freestyle-Weltmeisterin von 2025 wird in Dakhla ihr GWA-Wave-Debüt geben und damit eine weitere Weltmeisterin ins Rennen bringen.
Frankreich wird außerdem durch Milla Danguy, Charlotte Carpentier und Orane Ceris vertreten sein, während die Spanierinnen Mar de Arce und Julia Castro die zunehmende Stärke des Teilnehmerfelds bei den Frauen unterstreichen.
Dakhla: Eine natürliche Arena für Wingfoil-Wellen
Dakhla hat sich zu einem der bekanntesten Austragungsorte für internationale Wingfoil-Wettkämpfe entwickelt. Am Rande der Sahara gelegen, entstehen bei Oum Lamboiur lange Rechtswellen, wenn nordwestliche Dünungen um die Landzunge herumrollen.
Die Welle bietet sowohl lange Wände als auch kraftvollere Hohlabschnitte und gibt den Fahrern jede Menge Möglichkeiten für Turns, Sprünge und den kreativen Einsatz des Foils.
Der Wind ist ein weiterer wichtiger Faktor in Dakhla. Die Region ist bekannt für ihre beständigen Nordwinde, die oft Geschwindigkeiten von 20 bis 30 Knoten erreichen.
In Marokko steht alles auf dem Spiel
Da sich die gesamte GWA-Wingfoil-Wave-Weltmeisterschaft 2026 auf einen einzigen Wettkampf konzentriert, dürfte die Veranstaltung in Dakhla jede Menge Spannung bieten. Es gibt keine lange Saison, in der man sich von einem schlechten Ergebnis oder einem frühen Ausscheiden erholen könnte.
Für Cash Berzolla und Nia Suardiaz geht es darum, ihre Weltmeistertitel erfolgreich zu verteidigen. Für die Herausforderer ist Dakhla eine Chance, sich den Titel zu holen.
Das Stand Up Magazin finanziert sich durch die Unterstützung der Branche und unserer Leser. Wenn dir unsere Inhalte gefallen, dann überleg dir doch, noch heute Abonnent zu werden.
Online Abo
Magst Du den Content des Stand Up Magazins?
Mit einem Onlineabo hilfst Du die Zukunft des Stand Up Magazins zu sichern.
Werde Gönner und Supporter unserer Arbeit mit einem Online Abo.
Dein Abo ist ein Jahresbeitrag und erneuert jedes Jahr.
Dazu bist automatisch auf unserem GRATIS Newsletter mit dabei.

