SUP WM Sabaudia 2026 – Resultate – Zusammenfassungen

Es war ein besonderer Tag für Mariecarmen Rivera aus Puerto Rico, die sich bei den Stand Up Paddling Weltmeisterschaften zum zweiten Mal in Folge den Weltmeistertitel im Technical Race sicherte.

Die Zuschauer in Sabaudia, Italien, sorgten an diesem Nachmittag für eine großartige Stimmung, als Rivera sich gegen starke Konkurrenz durchsetzte und erneut die Goldmedaille gewann.

Nach einem turbulenten Start im Technical-Finale der Männer übernahm Aaron Sanchez Quetglas aus Spanien früh die Führung und verteidigte seinen Weltmeistertitel souverän.

Rivera, die im Sprint am Vortag Silber gewonnen hatte, konnte sich am zweiten Finaltag um einen Platz verbessern und ganz oben auf das Podium steigen.

„Ich habe unglaublich hart gepaddelt und wirklich alles gegeben.

Ich habe mir immer wieder gesagt: Lass die anderen Mädels nicht an dir vorbeiziehen.

Erneut Technical-Weltmeisterin zu sein, ist ein großartiges Gefühl. Es ist immer eine Ehre, mein Land zu vertreten und mein Bestes zu geben.

Zweimal hintereinander zu gewinnen, zeigt, dass ich konstant gute Leistungen bringe. Und genau so möchte ich weitermachen.“

Duna Rodriguez aus Spanien sicherte sich in 5:06,96 Minuten die Silbermedaille, während ihre Landsfrau Alba Alonso Frey in 5:10,77 Minuten das Podium komplettierte.

Obwohl die Zuschauer die italienische Lokalmatadorin Cecilia Pampinella lautstark anfeuerten, gelang es der 20-Jährigen nicht, nach ihrem Triumph im Sprint am Vortag eine weitere Medaille zu gewinnen.

Turbulenter Start im Männerfinale

Im Finale der Männer kam es gleich zu Beginn zu einer brenzligen Situation. Bei einer Kollision mehrerer Boards brach das Paddel des Spaniers Antonio Sanchez.

Sein Landsmann und späterer Goldmedaillengewinner Aaron Sanchez Quetglas ließ sich von diesem Zwischenfall jedoch nicht aus der Ruhe bringen.

Als die Ziellinie in Sicht kam, hatte sich Aaron bereits einen Vorsprung von rund sechs Sekunden auf seinen nächsten Verfolger erarbeitet.

Unter lautstarkem Jubel der Zuschauer überquerte er die Ziellinie nach 4:37,39 Minuten.

„Ich bin ziemlich fertig, aber ich fühle mich unglaublich gut“, sagte er nach dem Rennen.

„Wenn man draußen auf dem Wasser ist, fühlt sich das Rennen unglaublich kurz an. Aber ich habe mich bei jedem Paddelschlag stark gefühlt und konnte meine Führung von Anfang an behaupten.

Es war schwierig, weil ich niemanden hinter mir sehen konnte. Aber ich habe die ganze Zeit auf die Zurufe gehört.

Ich wusste, dass die anderen versuchten, mich zu überholen, aber ich konnte meine Führung verteidigen.

Jetzt konzentriere ich mich auf morgen. Aber zuerst werde ich mit meiner Familie feiern.“

Noic Garioud aus Frankreich sicherte sich in 4:43,52 Minuten die Silbermedaille und unterstrich damit sein erfolgreiches Comeback, nachdem er die vergangenen Weltmeisterschaften in Abu Dhabi verpasst hatte.

Der mehrfache Weltmeister Connor Baxter aus den USA gewann in 4:45,58 Minuten Bronze.

Rivera feiert ihren vierten Weltmeistertitel

Die Puerto-Ricanerin hielt während des gesamten Rennens ein hohes Tempo und konnte sich besonders in der zweiten Rennhälfte von ihren Konkurrentinnen absetzen.

Mit einer Zeit von 5:04,28 Minuten überquerte sie die Ziellinie und sicherte sich damit ihren insgesamt vierten Weltmeistertitel sowie ihren zweiten Titel im Technical Race.

„Ich fühle mich großartig“, sagte Rivera.

Die Resultate kurz zusammengefasst:

Open Herren Finale

Ein WOW-Finale. Da wären wir gerne dabei gewesen. Aaron Sanchez hängt die Konkurrenz klar ab. Aber nicht die Konkurrenz, die wir traditionellerweise erwartet hätten. Nein, es waren zwei legendäre SUP-Athleten, die 2026 ein Comeback anstrebten: Noic Garioud und kein Geringerer als Connor Baxter. Während Aaron vorne wegzog, kam Noic knappe 2 Sekunden vor Connor auf Platz 2 und Connor sicherte sich die Bronzemedaille hauchdünn vor Christian Andersen, von dem wir eigentlich einen Podiumsplatz erwartet hätten. Stattdessen stahl der „Altherren-Klub“ die Show. Der eigentliche Top-Favorit, Shrimpy Araki, fiel an der ersten Boie im Gerangel ins Wasser und somit waren seine Gold-Hoffnungen begraben.

RankAthleteNationTimeGap
1Aaron SanchezESP4:37.39—
2Noic GarioudFRA4:43.52+6.12
3Connor BaxterUSA4:45.58+8.18
4Christian AndersenDEN4:45.88+8.49
5Manuel HoyuelaESP4:51.92+14.52
6Lluis PerottiESP5:16.10+38.70
7Shuri ArakiJPN5:36.03+58.64

Open Damen Tech Finale

Marie Carmen sichert sich einen weiteren Weltmeistertitel mit einer Glanzleistung in Sabaudia. Duna Gordillo war ihr auf den Fersen, aber zum Schluss reichte es um knappe 3 Sekunden nicht für die Spanierin. Alba Frey, die Siegerin der ESL, kam mit knapp 7 Sekunden Verspätung auf den 3. Platz. Die frischgebackene Weltmeisterin Cecilia Pampinella verpasste das Podium um weniger als eine halbe Sekunde.

RankAthleteNationTimeGap
1Mariecarmen RiveraPUR5:04.28—
2Duna RodriguezESP5:06.96+2.68
3Alba FreyESP5:10.77+6.49
4Cecilia PampinellaITA5:11.53+7.25
5Csillag KocsisHUN5:12.30+8.02
6Juliette DuHaimeARG5:18.74+14.45
7Rika OkuakiJPN5:28.94+24.66
8Natalia NovitskaiaAIN-A5:32.10+27.82

Junior Men Tech Finale

Bei den Junioren liegt unsere Aufmerksamkeit ganz bei den deutschen Nachwuchstalenten. Es war Marlon Daskiran, der sich seine zweite Silbermedaille holte. Der Japaner Tatsuma Nishikawa war deutlich schneller, aber Marlon sicherte sich Silber souverän mit mehr als 5 Sekunden Vorsprung vor dem Portugiesen Lourenco Viveiros. Definitiv etwas überraschend ist das Abschneiden des sonst erfolgreichen Benyam Bossack. Im Sprint vom Freitag verpasste er das A-Finale und kam heute, Samstag, nur auf den 5. Platz. Wir sind nun sehr gespannt, wie sich die zwei im Longdistance vom Sonntag schlagen werden.

RankAthleteNationTimeGap
1Tatsuma NishikawaJPN4:36.85—
2Marlon DaskiranGER4:44.50+7.64
3Lourenco ViveirosPOR4:50.22+13.36
4Matei BarbuROU4:52.28+15.42
5Benyam BossackGER4:53.78+16.92
6Gianluca CorrieroITA4:54.48+17.62
7Alfred BarbeitoGBR4:55.02+18.16
8Ruben CantoralESP5:07.24+30.38

Junior Women Tech. Finale

Bei den Juniorinnen gewann die Spanierin Bianc Toncelli mit 2 Sekunden vor Claudia Postiglione zwei Namen die wir das ganze Jahr über immer wieder sehen.

RankAthleteNationTimeGap
1Bianca ToncelliESP5:20.95—
2Claudia PostiglioneITA5:23.00+2.04
3Otono HirataJPN5:25.12+4.16
4Rosara DavisNZL5:33.67+12.71
5Sveva SabatoITA5:35.23+14.27
6Lisa VenturelliITA5:35.50+14.54
7Preziosa ChiarelliITA5:42.27+21.31
8Nuria ChiqueroESP5:51.26+30.30

Men 40+ Tech. Finale

Manuel Lauble wieder ON TOP. Wird Manuel zum Peter Weidert der 40+ Gruppe? Wenn er im Longdistance nochmals Gold holt dann schafft er was bis anhin nur Peter geschafft hat.

RankAthleteNationTimeGap
1Manuel LaubleGER4:48.46—
2Ryohei YoshidaJPN4:52.57+4.10
3Roberto CanedoESP5:01.92+13.45
4Francisco GiustiARG5:08.54+20.07
5Martin TeichmannGER5:11.05+22.58
6Alex PrapasGRE5:13.69+25.22
7Takahiro KashiwabaraJPN5:17.68+29.21
8Hermann HussleinTHA5:26.10+37.63

Damen 40+ Tech. Finale

Bei den Damen dominierten zwei alt eingesessene SUP Athletinnen. Laura Quetglas und Petronella van Malsen holten sich klar Platz Eins und Zwei.

RankAthleteNationTimeGap
1Laura QuetglasESP5:32.05—
2Petronella Van MalsenNED5:37.71+5.66
3Claudia LuchettaITA5:46.59+14.54
4Sandra GreccoARG5:50.45+18.40
5Giannisa VeccoPER5:50.87+18.82
6Ariel AmaralCAN5:58.61+26.56
7Malgorzata CieplinskaPOL6:04.49+32.44
8Virginie SamsonFRA6:09.51+37.46

Herren 50+ Tech. Finale

Peter Weidert der Golden-Boy von Sarasota verpasst Gold hauchdünn. Wir freuen uns auf das Longdistance Race wo er ein Favorit ist.

RankAthleteNationTimeGap
1Michael FargierFRA5:01.01—
2Peter WeidertGER5:01.35+0.33
3Tommy BudayCAN5:12.06+11.04
4Gabor SzaboHUN5:15.55+14.53
5David BoehneUSA5:22.80+21.78
6Daniel ParresESP5:24.95+23.93
7Daniele CaniITA5:28.58+27.56
8Vladislav RojnovMDA5:34.44+33.42

Damen 50+ Tech Finale

Mit Andrea Forrer schafft es erstmals eine Schweizerin ins A-Finale in einer Weltmeisterschaft.

RankAthleteNationTimeGap
1Katerina TrdlovaCZE5:44.05—
2Ginnie BettsGBR5:49.60+5.54
3Edith TurcotteCAN5:54.35+10.30
4Penny TsaoutouGRE6:02.00+17.95
5Maria RodriguezESP6:08.53+24.47
6Silvia CarlettiITA6:12.17+28.12
7Andrea ForrerSUI6:12.96+28.91
8Larisa BriukhanovaAIN-A6:17.82+33.76
Cecilia ganz oben. | 📸 ICF – Paddle Wordlwide

Cecilia Pampinella feiert ihren ersten WM-Titel

Die erst 20-jährige Cecilia Pampinella konnte ihre Emotionen nach dem Zieleinlauf kaum zurückhalten. Mit einer Zeit von 28,69 Sekunden sicherte sich die Italienerin ihren ersten Weltmeistertitel in der Open-Klasse. Besonders schön für Pampinella: Sie wohnt nur zwei Stunden vom Austragungsort entfernt. Der Titel ist wohlverdient. Cecilia war eine der schnellsten Juniorinnen über Jahre und schaffte es nun in ihrem 2. Jahr in der Open Klasse ganz nach oben.

Die Titelverteidigerin Mariecarmen Rivera aus Puerto Rico musste sich mit Silber begnügen. Gerade einmal 0,21 Sekunden trennten die beiden Athletinnen. Die erst 19-jährige Polin Hanna Kaminska komplettierte das Podium.

Danke an TotalSUP für dieses Video.

Vadim Korobov schlägt Titelverteidiger Sergio Cantoral

Auch bei den Herren gab es einen neuen Weltmeister. Vadim Korobov aus Litauen gewann in 23,31 Sekunden und erfüllte sich damit einen langjährigen Traum. Noch im Vorjahr musste er sich Sergio Cantoral geschlagen geben, diesmal drehte er den Spieß um.

Dabei begann das Finale für Korobov alles andere als optimal. Nach einem eigenen Fehlstart war die Nervosität groß. Beim zweiten Versuch kam er nicht perfekt weg, konnte aber auf der Strecke seine volle Kraft entfalten.

Sergio Cantoral sicherte sich Silber vor seinem spanischen Landsmann Manuel Hoyuela. Besonders bitter verlief das Finale für den Franzosen Noic Garioud, der das Podium um lediglich fünf Hundertstelsekunden verpasste.

Danke TotalSUP für dieses Video.

Resultate Sprint Open

Open Women

RangAthletinNationZeit
1Cecilia PampinellaITA28,69
2Mariecarmen RiveraPUR28,90
3Hanna KaminskaPOL28,96
4Alba FreyESP29,64
5Seychelle WebsterUSA29,69
6Elene EtxeberriaESP31,25
7Natalia NovitskaiaAIN31,42
8Skadi LangbeinGER31,84

Open Men

RangAthletNationZeit
1Vadim KorobovLTU23,31
2Sergio CantoralESP24,05
3Manuel HoyuelaESP24,38
4Noic GarioudFRA24,43
5Christian AndersenDEN24,90
6Cameron TripneyRSA24,94
7Donato FreensNED25,14
8Aaron SanchezESP25,41

Junioren: Silber für Deutschland und starke Griechinnen

Bei den Junioren sicherte sich der Rumäne Matei Barbu in 23,74 Sekunden den Weltmeistertitel. Nur 0,22 Sekunden dahinter folgte der Deutsche Marlon Daskiran, der mit Silber eine hervorragende Leistung zeigte. Wir vom Stand Up Magazin freuen uns speziell für Marlon. Marlon ist schon seit ein paar Jahren im Sport und das ist ein absoluter Meilenstein für ihn.

Bei den Juniorinnen gewann die Tschechin Pavlina Kankova. Besonders auffällig war aber die starke Präsenz der griechischen Nachwuchsathletinnen. Mit Ioanna Papadimitriou auf Platz zwei, Erasmia Malekaki auf Platz vier und Marina Ergazaki auf Platz sieben schafften gleich drei Griechinnen den Einzug ins Finale. Hier wächst offensichtlich eine starke neue Generation heran.

Junior Men – Sprint Finale

RangAthletNationZeit
1Matei BarbuROU23,74
2Marlon DaskiranGER23,96
3Lourenco ViveirosPOR24,14
4Tatsuma NishikawaJPN24,36
5Ruben CantoralESP25,11
6Gianluca CorrieroITA25,14
7Giulio LazzariniITA26,14
8Nagito HirataJPN26,21

Junior Women – Sprint Finale

RangAthletinNationZeit
1Pavlina KankovaCZE30,14
2Ioanna PapadimitriouGRE30,47
3Nuria ChiqueroESP30,93
4Erasmia MalekakiGRE31,18
5Sveva SabatoITA31,54
6Lisa VenturelliITA31,68
7Marina ErgazakiGRE31,73
8Otono HirataJPN32,93

Masters: Hundertstelsekunden und emotionale Geschichten

Extrem knapp und Zeitgleich | 📸 ICF Photo Finish

Auch bei den Masters wurde um jede Hundertstelsekunde gekämpft. Besonders spektakulär war das Finale der Herren 40+, bei dem Manuel Lauble und Lucas Correa zeitgleich über die Ziellinie fuhren.

Bei den Damen 40+ sicherte sich Petronella van Malsen den Weltmeistertitel. Ein schöner Erfolg für eine Athletin, die den SUP Sport praktisch seit seinen Anfängen begleitet und noch immer auf höchstem Niveau unterwegs ist.

Masters 40+ Men – Sprint Finale

RangAthletNationZeit
1Manuel LaubleGER25,80
1Lucas CorreaARG25,80
3Ryohei YoshidaJPN25,90

Bei den Herren 50+ gab es eine Überraschung: Der Deutsche Peter Weidert verpasste erstmals das Podium. Mit 27,50 Sekunden landete er auf Rang vier, nur 0,11 Sekunden hinter dem drittplatzierten Zhomart Satubaldin aus Kasachstan.

Masters 50+ Men – Sprint Finale

RangAthletNationZeit
1Chris StringerCAN27,12
2Tommy BudayCAN27,36
3Zhomart SatubaldinKAZ27,39
4Peter WeidertGER27,50

Ein ganz besonderer Weltmeistertitel für Ginnie Betts

Eine der emotionalsten Geschichten dieses ersten Finaltages schrieb die Britin Ginnie Betts. Nach ihrem Kampf gegen den Krebs und der Rückkehr in den Wettkampfsport sicherte sie sich den Weltmeistertitel bei den Damen 50+.

Ein Titel, der weit über den sportlichen Erfolg hinausgeht. Wir vom Stand Up Magazin gratulieren Ginnie ganz besonders zu dieser Leistung. Geschichten wie diese zeigen, dass es im Sport nicht immer nur um Sekunden und Medaillen geht.

Mit den Sprintentscheidungen ist der erste Finaltag in Sabaudia abgeschlossen. Die neuen Weltmeister stehen fest, aber die nächsten Titelentscheidungen warten bereits.

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