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Das SUP Jahr 2018 ein kurzer Rückblick

SUP Sport woher und wohin?

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Connor Baxter im Überflug am Olukai 2018

 

Das Stand Up Magazin ist nicht nur eine Newsseite sondern auch so etwas wie ein SUP Geschichtsbuch. Wer weis wie viele Artikel ich in 2018 veröffentlicht habe, bei 180 habe ich aufgehört zu zählen.

Zeit also für einen Jahresrückblick:

Im grossen und ganzen war es ein super Jahr, wäre da nicht das ganze Gezanke um den Sport und die bescheuerte Vereinsmeierei verschiedenster Beteiligter. Eins ist aber nach wie vor sicher: SUP Rennen machen irre Spass und sind sehr spannend.

Schauen wir uns als erstes an wer dieses Jahr alles SUP Meister geworden ist:

SUP Weltmeister

Herren
- Arthur Arutkin (Frankreich) APP Tour
- Lincoln Dews (Australien) Paddle League
- Michael Booth (Australien) ISA Longdistance
- Daniel Hasulyo (Ungarn) ISA Tech Race
- Arthur Carvalho (Brasilien) ISA Sprint

- Sean Poynter (USA) SUP Surf APP Tour

Damen
- Sonni Hönscheid (Deutschland) Paddle League
- Shae Foudy (USA) APP Tour
- Olivia Piana (Frankreich) ISA Longdistance
- Candice Appleby (USA) ISA Tech Race
- Tarryn King (Süd Afrika) ISA Sprint

- Iballa Moreno (Spanien) SUP Surf APP Tour

SUP Europameister

Herren
– Michael Booth (Australien) EURO TOUR
– Oliver Lavoisey (Frankreich) APP/Dunkerbeck Challenge

Damen
- Olivia Piana (Frankreich) EURO TOUR
- Sonni Hönscheid (Deutschland) APP/Dunkerbeck Challenge

SUP Deutsche Meister

Herren
– Valentin Illichman (German SUP Challenge)
– Kai-Nicolas Steimer (SUP Surfing DWV)
– Martin Oeser (SUP Surfing DWV Herren Ü50)
– Valentin Illichmann (SUP Wildwasser)
– Normen Weber (German SUP League Gesamtliste)
– Ole Schwarz (Tech. Race Fehmarn)
– Normen Weber (14’ 16km SUPAG DM Xanten)
– Oliver Lynen (12’6“ 12km SUPAG DM Xanten)
– Fritjof Sach (SUP Halbmarathon Kiel ISA Qualifikation)

Damen
– Paulina Herpel (German SUP Challenge)
– Paulina Herpel (SUP Surfing DWV)
– Paulina Herpel (SUP Wildwasser)
– Milanka Linde (German SUP League Gesamtliste)
– Hanna Karh (Tech Race Fehmarn)
– Simone Beinsen (14’ 16km SUPAG DM Xanten)
– Anne de Boar (12’6“ 12km SUPAG DM Xanten)
– Marion Behrens (SUP Halbmarathon Kiel ISA Qualifikation)

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Deutsche Wildwasser DM 2018

 

Ich hoffe ich habe keinen vergessen hier. Titel haben wir auf jeden Fall genug.
Bei der EURO TOUR könnte man auch argumentieren, dass es sich einfach um eine Tour handelt die durch Europa geht und nicht unbedingt um eine Europameisterschaft. Aber anyway…

Beim zusammensuchen aller Resultate auf der Webseite sind mir auch noch ein paar andere News Artikel aufgefallen, da waren z. B. die News im April, dass es in 2018 kein Lost Mills SUP Rennen gibt wird, das war ein grosser Verlust für den SUP Sport in Deutschland. Leider ist es auch sehr zweifelhaft ob es in 2019 wieder ein Lost Mills geben wird. Gesundheitliche Gründe wurden vom Veranstalter geltend gemacht. Ich werde das Lost Mills sicherlich vermissen.

Ein grosser Jahreshöhepunkt in Deutschland war einmal mehr der SUP World Cup in Scharbeutz. Dies ist eines der wenigen SUP Rennen wo sich die Deutsche SUP Elite mit den Internationalen messen kann. Beste Deutsche im Longdistance war Noelani Sach und bei den Herren Paul Ganse. Ich bin jetzt schon gespannt auf 2019. Eine APP Tourwertung wird es in 2019 in Scharbeutz im Übrigen nicht mehr geben.

So weit so gut, die Gemeinschaft der SUP Athleten freut sich über ein grosses Angebot an Rennen.

Was ich mich aber am meisten Frage ist warum wir immer noch die gleichen Diskussionen führen wie vor 8 Jahren. Der Sport ist komplizierter denn je. Mit so vielen Köchen am Herd kann das nichts werden Leute. Das Gezanke um den Sport und wer wo welchen Titel vergibt wird langsam aber sicher etwas frustrierend.

Der ICF hat bekannt gegeben in 2019 einen neuen Versuch zu starten eine eigne SUP Weltmeisterschaft durchzuführen. Wir erinnern uns, im August hat ein Gericht in Portugal den Event des ICF für illegal erklärt. Dies auf Grund einer Klage des portugiesischen Surf Verbandes. Die Saga geht also weiter. Sicher ist jedenfalls, dass in vielen Ländern der SUP Sport schon bei den Surfverbänden eingegliedert ist. Die Entscheidung liegt nun aber bei ein paar Schlipsträgern in den Büroräumen des CAS (Court of Arbitration for Sport ) in der Schweiz. Ob der Sport grundsätzlich parat ist um an die Olympischen Spiele zu gehen, diese Frage scheint sich keiner zu stellen.

In der Zwischenzeit bastelt die APP weiter an ihrer Tour. Das Paris Crossing welches in diesem Jahr noch dazu gehörte ist in 2019 schon kein APP Event. Ich fand es auch etwas komisch, dass die APP in Paris ihre Athleten separat starten lies.

Die APP hat viele Altlasten zu bewältigen und das Vertrauen der SUP Community ist nach wie vor sehr schwach. Das Konzept mit den City-Events ist sehr gut aber auch nichts Neues. Die APP macht es im Prinzip so wie die EURO TOUR und die Paddle League indem man bereits bestehende Rennen mit in die Tour nimmt ohne jedoch selber als Organisator zu agieren. Am meisten konnten sich viele der Top Athleten freuen denn die wurden bezahlt damit sie dabei sind. Man muss sich also nicht wundern, dass plötzlich Leute dabei sind die noch vor kurzem gesagt haben man solle die APP nicht unterstützen. Auch hier geht die Saga weiter und es dürfte ein spannendes neues Jahr werden. Was mich am meisten freut ist, dass die APP endlich wieder SUP Surf Contests abhält. Diese Leute können echt was in der Welle und werden viel zu wenig beachtet.

Casper-Steinfath-London-APP-tour

APP London SUP Open 2018, Foto Shooting mit Casper

 

Auch in Deutschland gibt es meiner Meinung nach immer noch zu viele Titel und zu viele Köche. Auch wenn man bei der SUPAG, DWV und dem DKV zusammenspannt irgendwie wurde das ganze sehr unübersichtlich. Gerade die ISA Qualifikationen waren dieses Jahr etwas unübersichtlich und nicht ganz klar. Die Frage warum man die mit Abstand beste SUP Athletin des Landes nicht automatisch an eine ISA Weltmeisterschaft schickt, will ich hier schon gar nicht mehr behandeln, das Drama haben wir vor 2 Jahren mit Fidschi durchlebt.
Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf die beachworld an der boot. Für mich ist dies ein toller Auftakt zur neuen SUP Saison. Das Short Track Masters und die SUP Wave Masters bringen unserm Sport enorm viel und gerade die Publikumsnähe auf der boot bringt unserem Sport einen grossen Mehrwert. Es ist schön zu sehen was die Messe in Düsseldorf macht. (Auch wenn man meiner Meinung nach noch viel Luft nach oben hat, mehr aus dem ganzen heraus zu holen.)

In dem Sinne viele Erfolg an Alle in 2019 und vielen Dank dass ihr das Stand Up Magazin lest. Wir sehen uns an der beachworld.

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