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Neues von Noelani Sach

Noelani Sach ist schon länger im SUP Sport dabei und hat auch schon einige Titel gewonnen. Letztens war es aber eher ruhiger um Noelani und wir haben sie auch auf der boot18 vermisst. Nun hat sie vor kurzem ein Video auf Facebook veröffentlich. Das war für uns ein Grund wieder mal bei Noelani vorbei zuschauen um mit ihr über den SUP Sport zu sprechen und zu erfahren was ihre Pläne sind.

Hi Noelani, lange nichts mehr gehört von dir. Wir haben eben dein Video gesehen und als erstes fiel auf dass du nicht mehr mit den gelben Boards von Naish unterwegs bist. Erzähl doch mal kurz wie es zum Wechsel kam.
Da Marcus (Hansen) NSP international Teamrider ist, hatte ich letztes Jahr die Gelegenheit seine Boards zu paddeln und ich war sofort angetan. Besonders der Sonic ist ein tolles Raceboard welches eine breites Einsatzgebiet abdeckt und der Puma geht super durch die Welle und lässt sich toll surfen. Da NSP Deutschland / Liquid Sports auf der Suche nach Teamridern waren, passte dies super. Auch in Neuseeland war der Support von NSP NZ und den dortigen Teamridern groß und ich wurde herzlich “aufgenommen”.

Wir haben dich auch auf der boot18 vermisst und haben gehört du warst in Neuseeland. Hast du dort Internationale SUP-Race Luft geschnuppert und wie hat es dir gefallen?
Meine Einladung zur boot habe ich erst sehr kurzfristig bekommen und hatte zu dem Zeitpunkt meine Reise nach Neuseeland schon geplant. Das Land ist ein Traum. Unglaublich abwechslungsreiche Landschaft, ein tolles Klima (ich war in deren Sommer dort) und die Leute sind unglaublich nett und hilfsbereit. Sport und besonders Wassersport gehört dort zum alltäglichen Leben. Allein in Auckland gibt es im Sommer drei Race-Serien, welche jede Woche ein Race veranstalten. In manchen Wochen kann man so bis zu 4 Races in einer Woche paddeln und die Konkurrenz ist dort stark und gut im Training. Hier werden hauptsächlich 4km Beach Races gefahren, allerdings gibt es auch Special events mit anderen Disziplinen und wenn, wie es leider diese Saison zum ersten Mal (aufgrund von Zyklonen, welche über Neuseeland hinweg zogen) häufiger der Fall war, ein Race gecancelt werden muss, finden sich schnell Paddlergruppen zusammen und man fährt gemeinsam Downwinder bei genialen Bedingungen. Ich habe dort viel trainiert und eine Menge Spaß gehabt, und nebenbei auch noch das Land kennengelernt.

Wie wir im Video gesehen haben bist du hart am trainieren. Lässt das den Schluss zu, dass du dieses Jahr deine SUP Karriere ausbauen wirst?
Auf jeden Fall bin ich seit dem World Cup hier in Scharbeutz letztes Jahr neu motiviert und habe auch mein Training dementsprechend angepasst. Der 2. Platz bei meinem ersten EuroTour Event in Finnland hat mich ebenfalls motiviert und die Teilnahme an der ISA WM in Dänemark war ein besonderes Erlebnis.

Welche Rennen sind deiner Meinung nach ein MUSS in Deutschland um gut dabei zu sein?
Dies ist ehrlich gesagt derzeit schwer abzusehen, da wir nur ein einziges Event der Paddle League haben: den Scharbeutz World Cup. Dies ist ein absolutes Muss, da es sowohl Paddle League als auch Euro Tour Event ist und für mich zudem fast vor der Haustür.

Und International?
International ist die EuroTour eine gut etablierte Serie, wo man weiß was einen erwartet. Man wird sehen, wie sich die Paddle League etablieren wird dieses Jahr, allerdings erscheint mir das Konzept, große, bestehende Events zu einer Serie zusammenzufassen sinnvoll. Inwieweit das Punkte-System funktioniert, wird man allerdings erst im Laufe der Zeit sehen können…

Wie sieht dein Tourplan aus für 2018? Hast du dir ein sportliches Ziel gesetzt?
Ich möchte mich mehr auf Events konzentrieren, die meiner Stärke – nämlich Open Ocean racing – mehr entgegenkommen. Die EuroTour hat dieses Jahr einige interessante Wettkämpfe (besonders auch Downwinder) und ich werde bei dieser an einigen Tour-Stops teilnehmen. Dazu natürlich auch wieder einige deutsche Races.

Wer sind deine Vorbilder im SUP-Sport? (Warum?)
Mein größtes Vorbild im SUP ist definitiv mein Freund und Teamkollege Marcus Hansen. Ich habe viel mit ihm zusammen trainiert und wir haben auch einige Races gemeinsam bestritten. Seine Zielstrebigkeit, sein konsequentes Training und sein Fokus sind bewundernswert. Schon letztes Jahr konnte man sehen, dass er eindeutig mit der stärkste und fitteste Paddler ist – dies hat er nun am Samstag in Tahiti allen bewiesen…! Auch seine Board-Beherrschung ist beeindruckend – er surft einen NSP Ninja (absolutes Flachwasser-Board) wie ein Surf-Board…

Ein weiteres Vorbild für mich ist Titouan Puyo, der es schafft auch den kleinsten Chop auszunutzen. Sein racen lässt er aussehen, als würde er entspannt cruisen, dabei ist er allerdings ziemlich schnell unterwegs…

Da meine Stärke und Liebe im SUP racing dem Downwinden gehört, ist hier natürlich auch Travis Grant zu erwähnen, der momentane Rekordhalter des M2O und einzige Paddler, der dieses Race unter 4 Stunden gepaddelt ist. Auch wenn er nicht mehr so viele Races paddelt, ist er hier ein Vorbild.
Mal schauen, wie meine Saison dieses Jahr läuft, aber Downwind Races in den absoluten Downwind-Nationen wie Hawaii, Australien, Neuseeland mitzupaddeln ist auf jeden Fall ein Traum von mir.

Auf der Welt und in Deutschland wird grad heiss um Brettmasse diskutiert. In Berlin und an der DM in Xanten wird die 12’6” klasse auf eine mindest Breite von 28” beschränkt. Was hältst du davon und was ist deine bevorzugte Brettlänge und warum?
Bei dieser Diskussion geht es ja nach meinem Kenntnis-Stand, um die Amateur-Races – insofern betrifft es uns Racer nicht wirklich. Grundsätzlich ist es wohl ziemlich offensichtlich, dass ich bei meiner Körpergröße mit 12’6” besser dran bin, insofern bevorzuge ich 12’6” – allerdings muss man halt auf dem racen, was bei dem jeweiligen Rennen vorgegeben ist und dann das beste daraus machen. Mit NSP habe ich jetzt auch super schnelle, schmale 14′ Boards – ich bin mit diesen super happy und fühle mich hierauf “pudelwohl”. Wie sich dies bei den Races auswirken wird, werden wir dann ja diesen Sommer sehen…

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