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ISA Kurswechsel Erhitzt Die Gemüter

Kurswechsel erhitzt die Gemüter.

Es ist nicht die Politik, sondern der Kurswechsel bei der ISA: Im wahrsten Sinne des Wortes änderte die ISA den SUP Race Course im Sprint und im Longdistance Rennen auf Fiji in letzter Minute. Dies erhitzt momentan die Gemüter einiger Leute und löste eine Diskussion aus auf dem Internet aus.

Sprint Race wird zu Surfrace

Die von der ISA veröffentlichte Karte zeigt das Sprintrace nun direkt im Line up von Cloudbreak. Dabei sollen die Racer mit den Wellen zur Boje 4 surfen um von dort leicht außerhalb oder gleich durch die Wellen zur Boje 1 zu paddeln. Die ISA rät in einem E-Mail allen Paddlern Helme zu tragen zur Sicherheit.

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Londistance Race mit Wellen

Auch die Strecke im Longdistance soll bei Surfspots vorbei gehen oder sogar gleich hin durch. Nämlich von Cloudbreak nach Tavarua und hinten um die Insel herum nach Restaurants und von dort nach Namotu.

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Das ganze hat nun eine Debatte, angeführt von Marko Notar, auf Facebook ausgelöst. Dabei stellen sich ein paar Logistische Fragen und auch über Sinn und Unsinn dieser Streckenwahl.

Wo sollen sich die Paddler aufwärmen?
Laut ISA gibt es ein Mutterschiff auch welchem die Athleten jeweils zu den Spots gefahren werden. Ob dies reicht muss jeder für sich entscheiden.

Sind Helme Teil einer regulären SUP Ausrüstung?
Wir finden nicht, außer Whitewater SUP.

Wieviele SUP Renne wurden dieses Jahr ausgetragen in denen Helme getragen wurden?
Unseres Wissens keine, ausser Whitewater SUP.

Seid ihr bereit einen Helm auf einem 18km langem SUP Rennen zu tragen?
Nein Danke, das ist viel zu heiss.

Was für eine Leash soll man benutzen?
Wir schlagen eine normale Leash für Longboars vor.

Wurden Nationale Qualifikationen unter gleichen Bedingungen ausgetragen?
Kommt wahrscheinlich auf das Land drauf an. Wohl aber eher nein.

Ob das ganze Sinn macht oder nicht kommt dann in den Kommentaren bei Marko Notar zur Sprache. Interessanterweise sind alle Kommentare von Leuten die nicht nach Fiji fahren. Bis jetzt hat sich noch kein Teilnehmer dazu gemeldet .
Die Frage die wohl am meisten brennt, ist warum die ISA so spät den Austragungsort der Sprint Races ändert und die Rennstrecke im Longdistance Race verlegt. Darüber kann man momentan nur spekulieren denn die ISA hat sich noch nicht gemeldet.

Wir spekulieren:

Sprintrennen mit Wellen sind sehr medienwirksam und spektakulär. Man will den Medien und Zuschauern etwas bieten. Die Chancen das man über ein Rennen spricht in welchem auch das Glück etwas mitspielt und es Karambolagen gibt sind grösser als in bei einem Flatwaterrennen.

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Medienwirksam: Wendboye in den Wellen – SUWS 2014 Turtle Bay

 

Im Longdistance sehen wir den gleichen Grund: Die Wellen sollen wohl das Feld etwas aufmischen. Ein Drafttrain von Cloudbreak nach Musket Grove währe wohl etwas langweilig. Chase Kosterlitz spekuliert in seinem Kommentar ob die Entscheidung auch etwas mit dem Touristen Büro von Fiji zu tun hat. Man will ja schließlich auch die Inseln vor einem internationalen Publikum präsentieren. Immerhin bezahlt wohl Fiji Tourism für den Event, da soll das ganze auch eine PR Aktion für Fiji sein.

Dies scheinen für uns die naheliegenden Gründe. Aber warum so spät? Wir können uns vorstellen das den Organisatoren eventuell ein Licht aufgegangen ist als sie gesehen haben wie erfolgreich die PPGs sind oder sie haben unser Video vom  Finale der Stand Up World Series in Hookipa gesehen und das damit einhergehende Spektakel und haben entschieden, das sie so etwas auch in Fiji wollen.

Die Argumente dagegen liegen für viele auf der Hand. Spektakel hin oder her. Es geht hier um die Sicherheit jener Athleten die nicht auf dem Meer trainieren. Es geht darum, dass sich viele nach dem gerichtet haben was die ISA als erstes Veröffentlichte und das waren Sprintrennen vor Denarau. Damit sollte die ISA eigentlich auch bei dem bleiben was vor Wochen entschieden wurde. Die ISA kann nicht erwarten, dass Nationen die nicht am Meer sind sich flux auf so etwas einstellen können. Dabei muss man auch beachten, dass ein grosser Teil der Paddler nicht an den Stränden von Kalifornien, Hawaii, Australien, Brasilien, Frankreich oder Spanien aufgewachsen ist. Viele Paddler kennen sich mit Wellen nicht aus und dem muss Rechnung getragen werden.

Wo ist der Mittelweg?

Müssen internationalen Rennen auf Seen stattfinden damit sich jeder man dabei wohlfühlt? Soll man die Sicherheit jener Paddler gefährden die sich auf dem Meer nicht auskennen und somit den Elite Paddlern in die Hände spielen zu Gunsten des Spektakels?

Wie machen es die Winterolympiaden: Werden Abfahrtsstecken gewählt für Anfänger oder Vollprofis?

An Events wie dem der ISA muss dafür einen Mittelweg gefunden werden. Wenn Wellen dann bitte nur kleine Wellen und nicht auf untiefem Riff. Die ISA versteht sich als Olympiade der Surfer und SUPler, das ist kein Elite-Only Event.

Aber eigentlich müssen wir uns keine grossen Sorgen machen denn im November ist auf Fiji keine Wellensaison, die Chancen auf grosse Wellen sind also sehr klein und… wenn die Wellen gross sind wird wohl erst der Surf Contest stattfinden und nicht das Sprintrace.

Wir sind also gespannt wie sich das ganze in weniger als 4 Wochen präsentieren wird.

 

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