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Mit dem „Rubber Dinghy“ durch Bali

SUP_Surf_auf_Bali

Mit-dem-iSUP-durch-BaliJörg Pannhorst von Hobie SUP Deutschland entschied sich mit einem minimum an Gepäck nach Bali zu reisen und brachte nur sein iSUP-Rucksack mit zum Flughafen. Wie der die Insel der Götter mit seinm Inflatable erlebte erzählt er uns gleich selber hier:

Durch die Einführung der aufblasbaren Variante von Stand Up Paddleboards erschließt sich der SUP-Sport für neue Zielgruppen aus verschiedenen Bereichen. Mittlerweile freut sich nicht nur der Flusspaddler über die materialund knochenschonendere Befahrung von Wildwasserpassagen, sondern auch der Outdoor- und Tourensportler über den einfachen Transport seines Equipments.

Bingin

Natürlich wird es auch in der SUP-Szene nie eine eierlegende Wollmilchsau geben, doch seit die Inflatables mein Quiver ergänzen, ist es mir unabhängig vom Transportmittel möglich, ein SUP dabei zu haben, wenn die Reise in Richtung Wasser führt. Und Wasser gibt es ja fast überall… So konnte ich mir bereits verschiedene Städte von ihren Flussläufen aus ansehen, oder spontan in die Abgeschiedenheit der Natur eines Alpensees paddeln. Wenn man sich jedoch schon seit Jahren auf etwas kürzeren, „paddellosen“ Brettern in den Brandungswellen wohl fühlt, ist es nicht verwunderlich, dass mein Herz auch mit Paddel am meisten für das Surfen schlägt. Ich hatte daher seit längerem den Wunsch, zu testen, wie sich ein inflatable SUP in vernünftigen Wellen verhält. Denn was bringt ein kleines Packmaß, für das man zwar im Flieger keine zusätzliche Gebühr zahlen muss, wenn die Performance zu wünschen übrig lässt.

Surfcheck_mit_dem_MopedIm November 2012 konnte ich mich schließlich intensiv damit auseinandersetzen, denn es ging für ein paar Wochen nach Bali. Im Gepäck hatte ich ein HOBIE 10“ Drifter-I inklusive 3-teiligem Paddel. Die Tasche bot trotz Board, Paddel und Pumpe noch genügend Platz für Flossen, Tauchmaske, Handtücher und Klamotten, so dass ich als Reisegepäck nur den HOBIERucksack aufgeben musste, der mit 20 kg inklusive Zusatzgepäck noch weit unter der Gewichtsgrenze lag. Mit dem Einchecken des Boards gab es bei keiner Fluggesellschaft Probleme! Einfacher geht’s nicht! In Denpasar angekommen mieteten wir uns einen Roller und stürzten uns in den Bali Traffic. Mit dem Rucksack auf dem Rücken konnte ich gut im Strom der Straße mitfließen und jede Lücke nutzen – Indo style halt! Die südlich gelegenen Halbinsel Bukit Padang erreichten wir schon nach einer halben Stunde Fahrt. Hier schließt sich ein WorldClass-Surfspot an den nächsten an. Von Dreamland bis Uluwatu sind es nur wenige Kilometer Küstenlinie, doch mit
dem Roller muss man erst wieder ins Innere der Halbinsel fahren, um den Abzweig zur nächsten Bucht nehmen zu können.

Das ist jedoch anders, wenn man ein SUP dabei hat! Der erste Stopp war am Balangan Beach, eine wunderschöne Bucht mit einer schnellen Linken und netten Hütten und Warungs am Strand. Hier blieben wir einige Zeit und hatten viele gute Surf-Sessions (natürlich hatten wir uns auch noch ein paar Shortboards geliehen). Direkt links davon grenzen die Buchten von Dreamland und Bingin an. Mit dem i-SUP kann man eine kurze Paddeltour zu den Nachbarbuchten unternehmen. Das HOBIE Drifter hat bequem zwei Personen getragen. Für die Schnorchelausrüstung war unter den Gepäckgummis an der Nose Platz und die Shortboards konnten wir mit der Leash am Haltegriff am Tail befestigen und hinter uns herziehen. Somit mussten wir für einen Ausflug zum Schnorcheln, Surfen oder auch Angeln nicht zwangläufig den Roller benutzen.

Fischen_bali_styleOkay zugegeben: Die Angeltour auf dem SUP verlief nicht so erfolgreich. Mit einer selbstgebauten Bambusrute und ohne vernünftigen Köder gestaltet sich das auch schwierig!
In Balangan Beach traf ich am Strand Jimmy aus Hawaii, der seine SUPs ebenfalls mitgebracht hatte. Seine beiden Epoxyboards lagerte er in einer Hütte am Strand, so dass er zum SUP-Surfen immer nach Balangan kommen musste. Er lachte zuerst über mein „Rubber Dinghy“ – wie er es nannte -, aber nachdem wir zusammen eine Runde paddeln waren, erkannte er auch die Vorteile eines aufblasbaren Brettes.

Beim SUP-Surfen selber kann man natürlich nicht die Performance und Steifigkeit eines festen Boards erwarten, aber das HOBIE Drifter überraschte mich auch in diesem Bereich! Mit 10 Fuß Länge und 31,5 Fuß Breite war es stabil, aber trotzdem wendig. Die spitze Nose erlaubte einen vernünftigen Turn in die Welle. Obwohl die Rails recht rund sind, fand ich trotzdem guten Halt in steileren Wellen, da das Board insgesamt nur 4 Inch dick ist. Ich musste mich nur beim Anpaddeln etwas umstellen. Beim Wechsel in den Surf Stance war ich immer recht weit hinten auf dem Board, um die Nose aus dem Wasser anzuheben. Und dann ging das Gummiboot ab wie eine Rakete! Ich bin begeistert!sup-surf-mit_dem_hobie_iSUP

Insgesamt hat es sich voll gelohnt, das inflatable SUP mit auf die Reise zu nehmen – egal, ob zum Surfen, Paddeln, Entdecken oder als Angel- und Schnorchelplattform! Wer von allem etwas möchte, ist mit den i-SUPs auch auf Reisen gut aufgestellt!

Ansonsten kann man auf Bali gutes Equipment über die Rip Curl Surf School in Sanur oder Jimbaran leihen. Der 526 Surf Shop auf der Sunset Road in Seminyak hat ebenfalls gutes SUP Equipment, und auf  www.supbali.com kann man mit Pete als Guide richtig gute SUP-Touren auf der gesamten Insel buchen.

Also, wenn ihr nach Bali reist, lasst ein paar T-Shirts zu Hause und packt dafür euer i-SUP ein. Es lohnt sich!

Strand-in-Balangan

Fotos und Text: © Jörg Pannhorst, Hobie SUP Deutschland

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