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Just follow(ed) the water Thomas Oschwald am Ziel

Unter dem Motto „Just follow the water“ startete Thomas Oschwald am 1. Juli 2013 seine SUP Expedition. Er hat sich zum Ziel gesetzt, mit einem Stand up Paddling Board (kurz SUP) von der Rheinquelle bis an die Nordsee zu paddeln. Dieses Ziel hat Thomas Oschwald nun erreicht und kann auf eine spannende Expedition zurückblicken.

Thomas-Oschwald-in-Holland-auf-dem-Rhein

Ein Tag früher als geplant erreichte Thomas Oschwald das Ziel seiner Expedition. Nach 20 Tagen und über 1230 Kilometer steht der Extrempaddler an der Nordsee. Dank günstigen Windverhältnissen kam Thomas Oschwald auch im strömungsarmen Rheindelta gut vorwärts und wurde mit dem Wind sozusagen in die Nordsee hinausgetragen.
Route leicht angepasst
Da Thomas Oschwald seine Projekte bewusst nicht bis ins letzte Detail plant, erlebte er auch auf dieser Expedition immer wieder unerwartete Wendungen. Den ursprünglichen Plan via Rotterdam die Nordsee zu erreichen musste Thomas Oschwald beispielsweise anpassen. Ein Polizist wies ihn freundlich drauf ihn, dass das das Paddeln auf einem SUP Board in den Niederlanden auf den Hauptverkehrskanälen vielerorts verboten sei. So folgte Thomas Oschwald einfach weiter dem Rheinverlauf und erreichte die Nordsee etwas südlicher von Rotterdam – just follow the water.

Der Weg ist das Ziel
An der Nordsee angekommen gönnt sich der Extrempaddler einen Tag Erholung an der Nordsee, bevor es wieder nach Hause geht. Gesundheitlich geht es ihm sehr gut und die Strapazen der letzten drei Wochen sind kaum erkennbar. Für Thomas Oschwald ist das Ziel einer Expedition nicht das Ende sondern meist der Anfang von neuen Abenteuern. So plant er auch diese Mal bereits an neuen Projekten, die er sich in naher Zukunft erfüllen wird.
Danke für die Unterstützung
Ohne die Unterstützung seiner Freundin Bettina und seinen Sponsoren wäre die Expedition in dieser Form nicht möglich gewesen. Dank ihrer Begleitung mit dem Auto standen während der Expedition mehrere SUP Boards von FANATIC zur Verfügung, welche zahlreich genutzt wurden. Die Koordination war herausfordernd, doch das positive Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer motiviert Thomas Oschwald, ähnliche Projekte zu planen.
Treffpunkt am Boardstock
Thomas Oschwald wird vom 27. – 28. Juli 2013 am Sportevent „Boardstock“ in der Schweiz anwesend sein. Wer möchte kann vor Ort das Stand Up Paddle Board der Expedition sowie weitere FANATIC SUP Boards testen. Mehr Informationen unter: www.boardstock.ch

Thomas-Oschwald-in-Holland

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Just follow the water wo ist Thomas Oschwald

Unter dem Motto „Just follow the water“ startete Thomas Oschwald am 1. Juli 2013 seine SUP Expedition. Er hat sich zum Ziel gesetzt, mit einem Stand up Paddling Board (kurz SUP) von der Rheinquelle bis an die Nordsee zu paddeln. Inzwischen ist Thomas Oschwald seit einer Woche in Deutschland unterwegs und wird am Sonntag voraussichtlich sein Ziel, die Nordsee, erreichen.

Thomas-Oschwald-Rhein-1

Die Etappen durch Deutschland waren von einem ständigen bis zu 30 Kilometer starken Gegenwind geprägt, welcher das Paddeln im Stand teilweise unmöglich machte. Dafür herrschte wunderbares Wetter bei angenehmen Temperaturen und die Flussströmung war überraschend gut.

Zahlreicher Schiffsverkehr
Den Frachtverkehr auf dem Rhein empfand Thomas Oschwald kaum störend und fast schon bereichernd. Selbst bei der engsten Stelle des Rheins (Loreley) kam keinerlei Hektik auf und so genoss Thomas Oschwald jeden Kilometer des Rheins durch Deutschland.

100 Kilometermarke geknackt
Während Thomas Oschwald wegen des Nordwindes „nur“ Tagesetappen von bis zu 75 Kilometer paddeln konnte, schaffte er bei guten Windverhältnissen etwas mehr als 100 Kilometer von Koblenz nach Köln in 9 Stunden. Damit steht für den Extrempaddler definitiv fest, dass sich das aufblasbare Fly Air von FANATIC sehr gut für den Tourenbereich eignet.

Thomsas-Oschwald-in-Düsseldorf

Danke für die Besuche
Dank dem freundlichen Support von vielen Wassersportbegeisterten, welche Thomas Oschwald ein Stück auf seiner Route begleiteten oder am Abend vorbeischauten, konnte der Grill immer wieder kräftig eingefeuert und die verbrauchten Energiespeicher aufgefüllt werden.

Das Ziel vor Augen
Wenn weiterhin alles gut geht, rechnet Thomas Oschwald kommenden Sonntag die Nordsee zu erreichen. Er freut sich schon jetzt auf die erste Welle nach seinem dreiwöchigen Paddle Out an die Nordsee.

Thomas-Oschwald-am-Rhein-in-Deutschland

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JUST FOLLOW THE WATER – Thomas Oschwald ist gestartet

1’233 km von der Rheinquelle bis an die Nordsee
Unter dem Motto „Just follow the water“ startet Thomas Oschwald am 1. Juli 2013 seine SUP Expedition. Er hat sich zum Ziel gesetzt, mit einem Stand up Paddling Board (kurz SUP) von der Rheinquelle bis an die Nordsee zu paddeln. In den vergangen Wochen trainierte Thomas Oschwald fast täglich auf Schweizer Seen und Flüssen. Nun hat die Reise bei der Quelle des Rheins begonnen.

Thomas-Oschwald-auf-dem-Tomasee

Am 1. Juli 2013 früh morgens ist Thomas Oschwald bei der Rheinquelle zu seinem nächsten Abenteuer aufgebrochen. Zuerst wird er dem Rhein zu Fuss folgen, bis der Wasserstand ein gefahrloses Paddeln zulässt. Der Extrempaddler wird bei Ilanz oder spätestens beim Bahnhof Versam auf das Stand Up Paddle Board wechseln und durch die imposante Ruinaulta (Rheinschlcht) paddeln.

Volle Flüsse wegen Schmelzwasser
Die erneuten Schneefälle der letzten Woche lassen bereits kurz nach der Quelle erahnen, dass der Rhein viel Schmelzwasser führen könnte. Das Wildwasser in der ersten Hälfte der Rheinschlucht hat sehr anspruchsvolle Stellen, welche sich je nach Wasserstand unterschiedlich gestalten. Es gilt kein unnötiges Risiko einzugehen und vor Ort abzuschätzen, ob ein Paddeln gefahrlos möglich ist.

Von einem Pedalo begleitet
Ebenfalls am 1. Juli 2013 ist Reto Schircks mit seinem Pedalo (Tretboot) in Chur gestartet. Auch er möchte dem Wasser des Rheins bis zur Nordsee folgen. Thomas Oschwald rechnet den Reto Schircks spätestens in der Region Basel eingeholt zu haben und freut sich schon jetzt auf ein gemeinsames Paddeln auf dem Rhein. Wer also im Juli noch nichts vor hat, möge doch sein SUP, Pedalo, Kajak, Velo, Skateboard usw. schnappen und die beiden ein Stück begleiten.

Thomas-Oschwald-an-der-Rheinquelle

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Thomas Oschwalds SUP Abenteuer


 

 

Thomsa_Oschwald

1200km Unterwegs mit Thomas Oschwald

Gerade einmal drei Wochen brauchte Thomas Oschwald für den wohl längsten “Paddle Out“ der Geschichte. Fünfhundertmal drehte sich der Stundenzeiger seiner ochsundjunior, bis er nach über 1200 Kilometern seine erste Welle erreichte – und gerade einmal eine einzige Umdrehung für die Heimreise mit dem Flugzeug. Den ursprünglichen Plan von Bordeaux der Küste entlang nach Rotterdam zu paddeln, um schlussendlich den Rhein aufwärts heim zu kehren, musste Thomas oschwald nach zwei Wochen am Atlantik begraben. Eine Heimreise entlang der Küste in seiner geplanten Form ohne Begleitung war unmöglich. Das Beladen seines TAHOE SUP bei Wellengang, die starken Winde, das wechselnde Wetter und die Gezeiten bildeten für ihn eine unüberwindbare Mauer. Doch lassen wir ihn selber von seiner Reise und seinen Erlebnissen berichten:

Thomas_Oschwald_Schweizer_alpen
Start in den Schweizer Alpen

Während den drei Wochen an den Atlantik stand ich immer wieder vor Mauern, welche ich überklettern oder mit meiner Willenskraft einreissen konnte. Die letzte Mauer war aber so massiv, dass der einzige Weg um sie herum führte. Für mich keineswegs eine Niederlage, sondern die Lösung für eine Herausforderung, die ich in der geplanten Form nicht umsetzen konnte. Ich warte nicht im Schatten einer unüberwindbaren Mauer und hoffe auf ein Wunder, sondern suche mir einen anderen Weg.“ Antoine de Saint-Exupéry schrieb in seinem Buch Die Stadt in der Wüste: “Einzig die Richtung hat einen Sinn. Es kommt darauf an, dass du auf etwas zugehst, nicht dass du ankommst; denn man kommt nirgendwo an, ausser im Tode.” Nachdem ich den ersten Versuch wegen einer Magen-Darminfektion und einer Überlastung des Handgelenkes bereits nach wenigen Tagen abbrechen musste, startete ich zwei Wochen später mit einem etwas mulmigen Gefühl den zweiten Anlauf. Ich reise gerne mit einer stetigen Ungewissheit, die mich vorantreibt und mir ermöglicht mich unerwarteten Herausforderungen stellen zu können. Pfade, von denen ich im Vornherein weiss, dass sie mich problemlos zu meinem Ziel führen werden, sind nicht so mein Ding. Die Möglichkeit scheitern zu können, macht für mich das Abenteuer aus.

SUP-im-Nebel
Dank guten Fluss-Strömungen und relativ wenigen Wasserkraftwerken erreichte ich bereits nach drei Tagen die Stadt Lyon. Das umgehen der Wasserschleusen verlief mit Hilfe eines Kajak-Wagens relativ problemlos und die 50 Kilo Equipment liessen sich auch über längere Distanzen angenehm befördern.

SUP-down-the-riverDie Nächte verbrachte ich am Flussufer in einem kleinen Einerzelt von EXPED. Ich legte mich zur Ruhe, wenn ich müde wurde, ass wenn ich Hunger hatte und machte eine Pause, wenn ich mich müde fühlte. Alleine zu reisen hat seine Vorteile und ich kann es jedem empfehlen, sich mindestens einmal in seinem Leben alleine in die weite Welt zu wagen.
Von Lyon an profitierte ich vom Mistral-Wind, der teilweise mit bis zu 100 Kilometer pro Stunde Richtung Mittelmeer blies. Der starke Wind erzeugt bei langen geradlinigen Flussläufen kraftvolle Wellen, welche mit nur wenigen Paddelschlägen über längere Strecken trugen. Auf das Hochgefühl folgte dann aber auch schnell die Ernüchterung, als es mich bei einer Flusskurve gnadenlos gegen die Uferböschung drückte, und ich nur mit letzter Kraft ein kentern des Brettes verhindern konnte. Auch das Auswassern vor Wasserkraftwerken war nicht immer einfach, wenn sich die Rampe in unruhigem Gewässer befand. Bereits auf der ersten Etappe gab es Momente, da konnte ich keine Rücksicht mehr auf mein Equipment nehmen. Der Wind und das Wasser haben extreme Kräfte, welche ich nicht nur
auf der Rhône, sondern auch kurz vor dem Atlantik zu spüren bekam. Das Material musste die einwirkenden Kräfte aushalten können, ich musste darauf vertrauen können, dass ich nicht gleich absaufe, wenn ich mit meinem TAHOE SUP gegen einen Stein gedrückt wurde.

SUP_CampingDie Verpflegung auf der Rhône erwies sich als erstaunlich schwer. Die meisten Einkaufsläden, welche mein GPS anzeigte, lagen oft weit weg von meiner Route und die Suche in kleinen Dörfern war nur zu oft eine reine Zeitverschwendung. Hatte ich dann endlich einmal eines gefunden, deckte ich mich für die nächsten Tage mit Proviant ein und gönnte mir jedes Mal eine riesen Portion Eiscreme oder eine kalte Limonade. Kalte Speisen und Getränke waren in solchen Momenten einfach unbezahlbar und von grösstem Wert. Am Mittelmeer angekommen ging es via Canal du Rhône à Sète auf dem Canal du Midi weiter Richtung Toulouse. Von da an kämpfte ich bis zum Atlantik mit Gegenwinden, die mich an bestimmten Tagen an den Rand der Verzweiflung brachten. Auch wenn der Canal du Midi oft von Bäumen umgeben ist und so die Kraft des Windes gedämpft wird, zerrte es extrem an meiner körperliche Substanz. Glücklicherweise war die Verpflegung auf dem Kanal durch den Hausboot-Tourismus sehr einfach. Kurz vor Toulouse lagen die meisten Wasserschleusen und ich merkte immer mehr wie meine körperlichen Ressourcen immer mehr nachliessen. Da nützte auch der Ruhetag nicht viel und so war ich froh, als ich die Garonne erreichte und wieder etwas von der Flussströmung profitieren konnte. Die Tage auf der Garonne verliefen ähnlich wie auf der Rhône mit der grossen Ausnahme, dass ich andauernd gegen den Wind ankämpfen musste. Kurz vor Bordeaux begegnete ich dann der Mascaret und erhielt die Antwort auf meine Frage, was wohl passiert, wenn die Flut zurück in den Fluss drückt? Eine Gruppe von Surfern, welche ich auf dem Fluss antraf, erklärte mir, dass in wenigen Minuten die Flut mit einer ein Meter hohen Welle den Fluss hinauf rollen würde und dann volle vier Stunden die Strömung des Flusses umkehren würde. Das sichere Ufer war mir leider durch knietiefen Schlamm versperrt und so musste ich mich auf das Schlimmste gefasst machen. Die Welle liess sich in der Mitte glücklicherweise relativ einfach überwinden, doch die Strömung war enorm. Nach dreissig Minuten war ich nur wenige hundert Meter vorwärts gekommen und nahm das Angebot gerne an, mich mit einem Boot in den nächsten Hafen abschleppen zu lassen. Das Zeitfenster zum Paddel verkleinerte sich die letzten drei Tage dadurch auf acht Stunden, danach und zuvor war die Gegenströmung einfach zu gross. In der Flussmündung der Garonne geriet ich zweimal in einen Sturm und war kurz davor die Notruftaste auf meinem SPOT zu drücken. Wie schon auf der Rhône musste ich schmerzlich erkennen, dass ich nur mit letzten Kraftreserven gegen solche Naturgewalten ankämpfen konnte.

SUP-on-the-bridgeBereits bei der Planung hatte ich damit gerechnet, dass es in Küstennähe rau zu und her geht und ich nicht jeden Tag paddeln kann. Doch mit solchen Winden habe ich mitten im Sommer nicht gerechnet und so wurde die Ungewissheit immer mehr zur Gewissheit, dass ich vermutlich keine Chance haben werde, alleine und ohne Unterstützung, von Bordeaux nach Rotterdam zu paddeln. Am Atlantik angekommen blockierte der Sturm meine Weiterreise komplett und so beschloss ich auf dem Landweg nach Süden zu meinem „Home Surf Spot“ in Lacanau zu gehen. Denn Freiheit bedeutet für mich unter anderem auch, seine geplante Route zu verlassen und dennoch auf dem richtigen Weg
zu sein. Die 70 Kilometer auf diversen Velowegen verliefen bis Kilometer 50 ganz. Dann hatte mein Kanu-Wagen eine Reifenpanne, und ich musste mein SUP kurz vor Lacanau in einem Pinienwald zurücklassen. So ging es mit dem notwendigsten Gepäck weiter bis Lacanau, wo ich etwas abseits von der Stadt mein Nachlager aufschlug.
Zwei Wochen wartete ich auf bessere Wetterverhältnisse, vertrieb mir meine Zeit mit Wellenreiten, bis ich mir eingestehen musste, dass es nicht möglich ist, ohne Begleitung 2500 Kilometer entlang der rauen Atlantikküste zu paddeln. Der Entschluss mit dem Flieger nach Hause zu kehren, war für mich aber keineswegs eine Niederlage, sondern die Lösung, um auf meinem (Lebens-)Weg weiterschreiten zu können. Viele Ziele habe ich auf meiner Reise erreicht und viele weitere werden folgen. Denn Freiheit bedeutet für mich meine Ziele in meinem Weg und meinem Handeln zu sehen und nicht am Ende meiner Reise.

Radpanne
Radpanne vor Lacanau
thomas_oschwald_river_sup
Hässliche Verschmutzung
River_SUP-mit-Thomas-Oschwald
Thomas alleine unterwegs

SUP-transport
Endstation Lacanau




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Thomas Oschwald bleibt in Lacanau stecken

Atlantiksturm
Der Spielverderber

 

Mit viel Aufregung und Spass haben wir Thomas Oschwald über die letzten Wochen auf seiner Reise durch Frankreich mit dem Stand Up Paddel Brett verfolgt. Seine Blogposts waren sehr unterhaltend und oft auch lustig geschrieben.

Nun ist Thomas Oschwald seit ein paar Tagen in Lacanau festgefahren und musste wegen überfüllten Zeltplätzen in der Wildnis übernachten.

Thomas_Oschwald_landweg
Auf den Landweg gezwungen

Per seinem letzten Blogpost vom Dienstag dem 26. Juli 2011, hat sich Thomas wohl endgültig entschieden auf dem Landweg wieder nach Hause zu gehen. Da der Atlantik einfach zu unberechenbar ist um eine sichere Reise alleine auf dem Meer zu gewährleisten.

Thomas_Oschwald_Zelten
So der so mit dem Zelt

Wir wünschen Thomas viel Glück weiterhin, wer eine Transport Möglichkeit hat für ein 4.5 Meter langes SUP von Lacanau in die Schweiz möge sich bei ihm melden unter
thomas@surfline.ch





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Thomas Oschwald startet erneut

Genf 25.6.2011

Thomas Oschwald ist an seinem neuen Ausgangspunkt angekommen. Noch dieses Wochenende startet er seine Suche nach der perfekten Welle mit einer leicht angepassten Route. Krankheit und Schmerzen im Handgelenk zwangen ihn dazu seinen ersten versuch abzubrechen, nach dem er vom Schweizer Wallensee bis ins Elsass gepaddelt war.

Nun ist Thomas aber guter Dinge und am Sonntag geht es wieder los in Richtung Atlantik und zurück.

Wir wünschen Thomas alles gute und verfolgen mit Spannung seine Paddeltour.

Ihr könnt Thomas direkt bei ihm auf seinem Blog verfolgen auf www.surfline.ch und auch bei uns mit dem aktuellen Spottracker.

Thomas_Oschwald_spot_tracker



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Thomas Oschwald packt für den Zweitversuch

Thomas_Oschwald

 

Es steht fest, noch vor Monatsende wird Thomas Oschwald einen erneuten Versuch wagen und von zu Hause aus an den Atlantik paddeln. Was im ersten Versuch aus gesundheitlichen Gründen nicht gelingen konnte, sollte nun im zweiten Versuch zum Erfolg führen.

Sein Handgelenk ist wieder fit und auch die Vorbereitungen schreiten planmässig voran. Thomas die Route wieder von zu Hause aus starten und mit noch weniger Gepäck unterwegs sein, um seinen Körper nicht zu überlasten.

Mitte Woche war die Zukunft noch unklar für Thomas Oschwald, sein Handgelenk schmerzte immer noch unter Belastung. Auf seinem Blog schreibt Thomas: “Es sieht also gut aus, dass es Ende Monat erneut losgehen kann. Dieses Mal aber noch mehr auf das Wesentliche reduziert, um meinen Körper nicht mit zu viel Gewicht zu belasten. Denn nur so werde ich Frankreichs Schleusen-Infernos bestehen können.”

Ihr könnt Thomas Oschwalds reise auf www.surfline.ch verfolgen. Wir haben bei uns in der Sidebar die aktuelle Postion von Thomas GPS auch mit eingebaut.

Wir wünschen Thomas alles gute auf seiner Reise.

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Wo ist Thomas Oschwald?

Unter dem Motto «In Search Of The Perfect Wave» startete Thomas Oschwald gestern Samstag, 4. Juni 2011, seine fünfmonatige Expedition. Er hat sich zum Ziel gesetzt mit einem Stand Up Paddle Surfboard 5000 Kilometer von seinem Wohnort Elm an den Atlantik und wieder zurück in die Schweiz zu paddeln. Alleine und ohne Unterstützung wird er auf diversen Flüssen und Küstenabschnitten täglich bis zu 100 Kilometer zurücklegen.

Mehr Informationen zur Expedition, zur Route und zur aktuellen Position von Thomas Oschwald unter www.surfline.ch

Ihr findet Thomas Postion auch gleich hier:

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Thomas Oschawald muss vorzeitig abbechen

Thomas_Oschwald_SUP

Erster Versuch gescheitert; so titelt Thomas Oschwald seinen letzten Eintrag auf seiner Webseite www.surfline.ch.

Nach vier Tagen Krankheit und Schmerzen im Handgelenk musste Thomas Oschwald seinen Rekordversuch im französischen Montbéliard abbrechen.

Offenbar kämpfte Oschwald seit dem Wochenende mit verschiedenen schwierigkeiten, so schreibt er auf seiner Homepage:“ Wieso verkauft niemand Batterien entlang dem Fluss? Wieso werden teilweise alle 200 Meter Wehre gebaut? Wieso bläst der Wind immer von vorne? Und wieso nützt Imodium nichts? Sch*****! Im wahrsten Sinne des Wortes.

Thomas Oschwald wird nun erstmal wieder nach Hause gehen um sich gesund zu pflegen um dann seine Reise hoffentlich ende Monate erneut anzufangen.

Thomas Oschwald startete am 4. Juni 2011 seine Stand Up Paddel Tour von der Schweiz zum Atlantik und zurück.

Wir wünschen Thomas Oschwald gute Besserung und freuen uns auf seine nächsten News.

Thomas don’t give up!

Die Redaktion.

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Just follow the water – von der Rheinquelle an die Nordsee

Wer erinnert sich noch an Thomas Oschwald und seine SUP Tour von Schweiz aus an den Atlantik? Wir begleiteten den Schweizer im Sommer 2011 auf seiner Reise und berichteten fortlaufend. (Hier gehts zum Bericht von 2011) Dieses Jahr meldet sich Thomas zurück mit einem neuen Abenteuer:

Unter dem Motto „Just follow the water“ startet Thomas Oschwald am 1. Juli 2013 seine SUP Expedition. Er hat sich zum Ziel gesetzt, mit einem Stand up Paddling Board von der Rheinquelle bis an die Nordsee zu paddeln.

Die Expedition beginnt einmal mehr vor der eignen Haustür. Zu Fuss geht es von Elm aus über den Panixerpass bis zur Rheinquelle – dem Tomasee auf 2’345 Meter über Meer. Anschliessend gilt es, die 1‘233 Kilometer des Rheins auf einem Stand Up Paddle Board zu bezwingen. Bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 5-10 Kilometer pro Stunde und Tagesetappen von 12 Stunden, wird Thomas Oschwald schätzungsweise in 3-4 Wochen bei Rotterdam die Nordsee erreichen.

Nordeuropakarte_mit_Rhein

Das Abenteuer vor der Haustür
Bewusst reist Thomas Oschwald nicht ans andere Ende der Welt, um seine Abenteuer zu erleben. Er ist der Meinung, dass grosse Abenteuer auch direkt vor der eigenen Haustür ihren Lauf nehmen können. So auch vor zwei Jahren, als er ebenfalls von seinem Wohnort aus mit einem Stand Up Paddle Board in nur drei Wochen 1‘200 Kilometer an den Atlantik paddelte. Reiserberichte vergangener Abenteuer und mehr Informationen zur aktuellen Expedition können der Webseite von Thomas Oschwald (www.surfline.ch) entnommen werden.

Die 80 Kilometer von seinem Wohnort Elm entfernte Rheinquelle möchte Thomas Oschwald vom 29. bis 30. Juni zu Fuss und einzelne Strecken auf dem Bike erreichen. Er ist der Meinung, dass grosse Abenteuer auch direkt vor der eigenen Haustüre ihren Lauf nehmen können. Trotz der andauernden Hitzewelle rechnet Thomas Oschwald mit einer geschlossenen Schneedecke auf dem Panixerpass, die ein Vorwärtskommen erschweren wird. Ob der Tomasee, die Quelle des Rheins, bereits schneefrei sein wird oder ob die Menge an Schmelzwasser (es darf weder zu wenig noch zu viel davon haben) im Vorderrhein ein Paddeln ab Ilanz zulässt, sind unbekannte Herausforderungen, denen sich der Extremsportler vor Ort stellen möchte.

Zusammen paddeln
Das aktuelle Sommerprojekt soll aber nicht nur ein sportliches Ereignis der Spitzenklasse sein, sondern eine spannende Entdeckungsreise mit zahlreichen Begegnungen auf dem Rhein. Mit seiner Tour „Just follow the water“ möchte Thomas Oschwald möglichst viele Paddlerinnen und Paddler einladen, ein paar Stunden, Tage oder sogar Wochen an der Expedition teilzunehmen. Für abenteuerlustige Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen Materialtransporte und Test-Boards von FANATIC zur Verfügung.

Die Expedition kann live auf der Webseite (www.surfline.ch) mitverfolgt werden. Ein GPS Tracking zeigt die aktuelle Position von Thomas Oschwald an. Wer ein Stück mitpaddeln möchte, weiss demnach immer genau, wo entlang des Rheins Thomas Oschwald sich gerade befindet. Stimmungsvolle Bilder und aktuelle Berichte auf seiner Webseite lassen die Expedition auch von zu Hause aus miterleben und verfolgen.

Das Ziel vor Augen
Bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 5-10 Kilometer pro Stunde und Tagesetappen von 12 Stunden, wird Thomas Oschwald schätzungsweise in 3-4 Wochen bei Rotterdam die Nordsee erreichen.

Thomas-Oschwald

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Wie entstand das Stand Up Magazin

Nach knapp sieben Jahren online und zwölf Printausgaben ist es nun Zeit, die Geschichte des Stand Up Magazins im Detail zu erzählen:
(Aus unserer Jubiläumsausgabe #10)

Alles fing bei mir auf Maui an, wo ich seit 2002 wohne. Die ersten Jahre SUP waren ein „Dave Kalama und Laird Hamilton Ding“. Irgendwo draußen in den großen Wellen vor Ho’okipa tollten sich die Zwei, es war eine Verrücktheit zweier verrückter „Watermen“, mehr nicht.

Irgendwie tauchten aber in den Jahren um 2004/2005 immer mehr SUP Surfer in den Lineups auf, besonders an den Spots, an denen normalerweise die Leute mit dem Longboard im Wasser waren. Der Sport kam definitiv als Surfsport auf die Welt und bot eine gute Alternative zum Longboarden in kleinen Sommerwellen. Keine Spur von Rennen oder Touring. Ich selbst betrachtete das alles eher von der Seite, bis ich irgendwann zufällig mal selbst auf einem Brett stand. Es war ein herrlicher Tag, kein Wind und keine Wellen. Ich paddelte ein paar hundert Meter auf das offene Meer hinaus und war sofort begeistert. Da war was dran an dem Ding. Noch im gleichen Jahr erzählte
ein Kollege von mir, der an Mauis North Shore wohnte, dass die Leute bei ihm mit den SUPs von Maliko nach Kahului paddelten. Wir wollten das auch mal ausprobieren und gingen mit ein paar alten NSP 10 Fuß Boards aufs Wasser. Nach meinem ersten Bump war mir sofort klar, wie und wo ich die wellenarmen Sommer verbringen wollte. Downwinden ist Surfen auf dem offenen Meer, das war was ganz Neues und ein sehr, sehr geiles Gefühl. Ich entdeckte den Downwinder in mir und die Begeisterung hält sich bis heute. Soweit die Situation auf Maui.

Die Geschichte des Stand Up Magazins ist auch eine Geschichte von JUCKER HAWAII, denn zur gleichen Zeit war ich dabei, mit meinem langjährigen Freund Mr. Barns Bellinghausen ein Business aufzubauen, in dem es um Hawaii und Surfen gehen sollte. Damals um 2008/09 beschlossen wir, uns mit dem Thema SUP zu befassen und unter JUCKER HAWAII SUPs zu machen. „Wenn das auf Hawaii hinhaut und in Kalifornien beliebt ist, dann muss das ja in Europa auch funktionieren, befanden Barns und ich.“. Wir schafften es also, 2009 unsere ersten SUPs zu produzieren und ich war gleichzeitig im September in Zürich zum Familienbesuch. Barns und ich nutzten den Umstand, um dort eine kleine Promo-Vernissage zu veranstalten und unser Label bekannter zu machen. Der Zufall wollte es, dass zur selben Zeit das Freestyle.ch stattfand. Ich musste natürlich dahin, denn ich kenne das Event seit der ersten Stunde und konnte dort viele alte Kollegen aus meiner Skate- und Snowboardzeit treffen. Was ich aber kaum fassen konnte war, dass ich dort eine SUP Demo vorfand. Ein Rennen gab es natürlich auch, dort mitzumachen war für mich ganz klar (das Video steht immer noch auf YouTube). Mit von der Partie war Eric Terrien, ein paar Jungs von einem Windsurfladen namens „2Legends“ und der Westschweizer Robert Etienne. Das Event war super, die meisten Zuschauer sahen SUP zum ersten Mal. So paddelten wir bei der Saffa Insel vor großer Kulisse um die Wette, Robert kommentierte das Ganze mit dem Megafon. Die Jungs von „2Legends“ veranstalteten den ganzen Sommer schon SUP Abende gleich am See gegenüber vom Laden. Damit war klar: SUP war schon in Zürich angekommen.

Mir wurde bewusst, dass SUP in Europa schneller ankam, als mir klar war und ich war mit meiner Idee, Bretter zu produzieren, auch keine Minute zu früh. Barns und ich waren sehr begeistert von diesem neuen Boom und witterten eine Chance, unseren Traum vom Surfen und Hawaii mit unserem Geschäft Wirklichkeit werden zu lassen. Parallel dazu produzierten wir auch unsere ersten Skateboard Longboards.

ISPO 2010 – die große Chance

Nach meinem Besuch in Zürich ging dann alles relativ schnell. Wir hatten kurzfristig die Möglichkeit, eine Ecke an einem Stand in Untermiete bei einem Sportproduzenten auf der ISPO zu bekommen. Dort stellten wir unsere ersten Longboardsund SUPs aus. Auf dieser ISPO traf ich dann auch Eric wieder, er hatte sich in einem der Gänge aufgestellt und machte auf SUP aufmerksam. Unter den Ausstellern gab es aber praktisch keine SUPler. Nur in einer Ecke in Halle A1, in der die ganzen Trendsportarten waren, war eine kleine Ecke von Jimmy Lewis, wenn ich mich richtig erinnere. Ansonsten wurden wir nur komisch angeguckt wenn wir im Gang unsere Boards auslegten und uns daraufstellten. So standen Barns und ich also da und erklärten den Leuten SUP. Das Hauptinteresse galt aber unseren Skateboards. SUP war interessant, aber definitiv zu neu und die Boards zu groß für die meisten, um damit etwas anfangen zu können.

Im Laufe der Messe merkten Barns und ich, wie oft wir den Leuten SUP erklären mussten. Da meinte Barns, dass er einen Kollegen in Südamerika habe, der ein gratis Surfmagazin vertreibt, das in allen Surfshops ausliegt. Sowas sollten wir mit SUP in Deutschland machen. Boards schienen ein schwieriges Thema für eine kleine Firma wie uns, aber ein Magazin: das sollte klappen.

Mit dieser Idee in der Tasche reiste ich wieder auf meine Insel zurück. Ich begann, mich tiefer mit dem Thema zu befassen. Ich durchforstete also das deutsche Internet auf der Suche nach SUP und danach, wie man ein Printmagazin angehen sollte. Sehr schnell merkte ich aber, dass das schwer zu stemmen ist. Interessanterweise fand ich bei meinen Recherchen nur zwei Webseiten, die das Thema SUP im deutschen Sprachraum behandelten: Zum einen war das ein Blog aus Zürich (supsurf.ch) von einem Typen, der mit seinem Uli Board auf dem Zürichsee unterwegs war und zum anderen war da eine Webseite aus Münster mit dem Namen (suse.de) „Stand Up Surfen erleben“. Sonst gab es nichts. Diese zwei Webseiten waren aber eher Blogs und weniger Ratgeber- oder Newsseiten. Ich beschloss hiermit, eine Webseite mit News und Ratschlägen zum Thema aufzubauen. Die Idee, ein Printmagazin herauszugeben, war vorerst gestorben. Nun musste ein Fotoshooting her. Mein Kollege und ich gingen also zum Strand und fotografierten, wie man das Brett aus dem Wasser hebt, das Paddel hält und einen Pivot Turn macht. Ich arbeitete gute zwei Monate an dem Projekt bis ich genug Content zusammen hatte, um eine halbwegs vernünftige Webseite online zu stellen.

Stand-Up-Magazin-und-Mike-Jucker

In Hawaii aber war der Sport schon fast Massensport und zwei Teenager namens Connor Baxter und Kai Lenny fingen eben an, alle Rennen zu gewinnen, die es gab. Das war prima für mich, so sollten mir auch nicht die Geschichten ausgehen. Mit Maui als Epizentrum des SUP Booms war ich genau am richtigen Ort. Noch im gleichen Jahr stieß ich im Internet auf Peter Bartl. Er war viel unterwegs, gab Kurse und testete Bretter von verschiedenen Herstellern. Das waren damals hauptsächlich Firmen, die aus dem Windsurfbereich kamen. Viele Windsurfstationen hatten SUPs zum Mieten im Angebot und veranstalteten Kurse. Zweifelsohne spielte Naish hier in Hawaii, wie auch in Deutschland eine Vorreiterrolle. Ich war auf jeden Fall sehr froh, dass der Sommer 2010 so etwas wie der Sommer des Erwachens war, nachdem im Sommer 2009 schon der erste SUP World Cup in Hamburg stattfand. Gleichzeitig regte sich auch einiges in Berlin. Christian Hahn gründete German SUP Challenge und rief die erste SUP Tour in Deutschland ins Leben. In Köln veranstaltete Thorsten Kegler vom DWV schon die 2. DSPM (Deutsche Surfboard und Stand Up Paddling Meisterschaften). Es war also etwas los mit SUP in Deutschland und ich konnte mit der Webseite den Sport näher an die Leute bringen, ohne dass mir der Content ausgehen würde.

Das Interesse wird immer größer.

Schon nach einem Jahr online war das Ganze recht viel Arbeit und die Besucherzahlen auf der Webseite explodierten regelrecht. Das Thema SUP wurde nun immer beliebter. Interessanterweise war gerade in Österreich viel los, der Windsurf Worldcup in Podersdorf zum Beispiel war eine perfekte Veranstaltung, um SUP zu integrieren. Es gab viele Rennen und auch eine kleine Tour durch Österreich. Peter Bartl und damals noch Mario Lach waren da sehr aktiv. Im Sommer 2011, ein Jahr nach dem Launch meiner Webseite, war nun definitiv einiges los. Bei Bavarian Waters gab es SUP Wildwasser Kurse mit Guido Meier und Peter Bartl. Carsten Kurmis machte derweil die stehenden Wellen in und um München mit dem SUP unsicher. Es rührte sich was. Auch in der Schweiz ging es in Zürich mit dem „Team Paddle Battle“ los. Der SUP Sport breitete sich wie ein Flächenbrand in ganz Europa aus. Ich konnte mit der Entwicklung gut Schritt halten und alles war recht überschaubar. Ich erinnere mich noch: In den Jahren 2011 und 2012 konnte ich die Leute, die aktiv im SUP involviert waren, an ein bis zwei Händen abzählen. Es gab verhältnismäßig wenig Marken und auch bei den SUP Rennen war es oft die gleiche Gruppe von Leuten, die mit paddelten. Das Stand Up Magazin war die einzige Webseite, die das Geschehen zusammenfasste. Es war einfach, an News und Geschichten ranzukommen und soziale Medien spielten eine noch nicht so große Rolle wie heute. Jetzt – fünf Jahre später – wird es schon recht schwer, alle Veranstaltungen abzudecken.

Stand-Up-Magazin-frühe-Jahre

Print geht nicht aus dem Kopf.

Was mir aber nie aus dem Kopf ging, war die Idee mit dem Printmagazin. Was ich nicht verstehenkonnte war, warum keiner ein SUP Magazin machte. Der Richtigkeit halber muss ich aber sagen, dass es um 2009 ein SUP Magazin gab, im Rahmen des ersten SUP World Cup in Hamburg. Es blieb aber bei der einen Ausgabe und ich wunderte mich, warum kein Verlag das Thema aufgriff und ein SUP Magazin machte. Obwohl es unglaublich viel Arbeit war, konnte ich es nicht auf mir sitzen lassen, neben der Webseite nicht auch noch ein Printmagazin zu machen. Durch die Arbeit mit den Skateboardlongboards wurde ich vertraut mit Layoutprogrammen und so machte ich mich daran, ein kleines Magazin zu basteln. Auf der Kanu Messe – heute die PADDLEexpo – auf der 2011 schon zum zweiten Mal der SUP Sport vorgestellt wurde, sollte eine Experimental- Ausgabe erscheinen. Ein Magazin war das aber noch nicht, eher eine kleine Broschüre. Mit drin war Sonni Hönscheid – sie startete gerade ihre SUP Karriere – und Thomas Oschwald, der 2011 von seiner Heimat in der Zentralschweiz bis nach Bordeaux paddelte. Ich machte für diese Experimental-Ausgabe auch den Züricher Martin Brüderli von supsurf.ch ausfindig, der mit seinem iSUP in Zürich in der Straßenbahn unterwegs war. Oder Neil und Rita Parmenter, die gerade C4 Watermen nach Europa brachten und mit Inflatables die Schweizer Bergseen bepaddelten. Alles lange vor dem Siegeszug der Inflatables in Europa.

Es war und ist für mich immer noch eine große Faszination, wie SUP als Surfsport zur Welt kamund sich an so vielen verschiedenen Orten der Welt ausbreitete. Genau das wollte ich mit dem Printmagazin aufzeigen: was man auf einem Über- Surfbrett für tolle Sachen machen kann. Ich ließ also eine kleine Auflage von Mini-Magazinen drucken und war auf das Feedback aus der Branche gespannt. Die Resonanz war durchweg gut. Es schien, dass der Sport und die Branche im deutschen Sprachraum für ein SUP Magazin bereit waren. Immerhin gab es zu der Zeit in Deutschland zwei Wellenreitmagazine (leider gibt es mittlerweile beide Magazine nicht mehr), dann sollte sich doch ein SUP Magazin ebenfalls prima verkaufen lassen. Da die Webseite schon bestens bekannt war und ein Printmagazin immens viel Arbeit bedeutete, ging ich mit der Idee vom Stand Up Magazin als Printmagazin auf ein paar Verlage zu. Im besten Fall bekam ich eine Absage, wenn überhaupt. Es gab ja schon ein paar Magazine aus dem Kanu- und Kajakbereich, die sich dem Thema SUP in einem Beileger widmeten. Ich wollte aber ein „Stand-Alone-Magazin“. Ein Magazin von Stehpaddlern für Stehpaddler. Ich schien aber der Einzige zu sein, der genug Enthusiasmus aufbringen konnte, so etwas zu stemmen. So musste es also sein: Ich machte das erste Magazin bei mir zu Hause am Computer. Im Frühjahr 2012 war es dann soweit, das Magazin 1.1 kam aus dem Druck und ich freute mich wie ein kleines Kind zu Weihnachten. SUP zum blättern. Wie geil war das denn?! Viele gute Fotos, ein Interview mit Kai Lenny, ein Buyersguide, Geschichten rund ums Thema SUP und ein wenig Ratgeber. Die Vielseitigkeit des Sportes unter einem Dach oder besser in einem Magazin vereint. Ich war zufrieden.

Das Magazin unter die Leute zu bringen, war aber ein ganz anderes Unterfangen. 2012 war das zum Glück noch relativ einfach. Ich brachte über Partnerschaften mit verschiedenen Rennen das Magazin unter die Leute. Dank meines Freundes und Businesspartners Mr. Barns aus Deutschland, ging das alles auch gut. Die Magazine kamen gut in der SUP Szene an. Nach zwei Ausgaben im Winter 2012/2013 war es dann definitiv Zeit für mich, nach Deutschland zu reisen. Es kannten noch nicht genug Leute das Stand Up Magazin und das musste geändert werden. Im Herbst 2012 machte ich mich also in Richtung Kanu Messe in Nürnberg auf, um die 2. Ausgabe dort vorzustellen. Das war eine sehr coole Erfahrung, endlich konnte ich den Leuten die Hände schütteln, die ich bis dahin nur über das Internet kannte. Die Arbeit, die hier von Horst Führsattel mit der Messe geleistet wurde und wird, war und ist sehr wertvoll für den Sport. SUP auf einer Kanumesse zu integrieren, um so ein breiteres Spektrum an Leuten zu erreichen, ist sehr wichtig.

Die Zahl der SUP Marken vor Ort war 2012 schon um einiges höher als 2010. Viele Marken aus den USA entdeckten das Potential in Europa. Ich war mit meinem Magazin mittendrin und bekam wertvolles Feedback aus der Branche. Hoch motiviert reiste ich wieder zurück nach Maui. Das Magazin sollte ausgebaut werden. Noch bevor ich meine Koffer richtig auspacken konnte, ergab sich schon die nächste Möglichkeit, für das Magazin nach Deutschland zu reisen.

Die „boot“ in Düsseldorf mit der Beachworld war genau die richtige Plattform, die ersten zwei Ausgaben dem Endverbraucher zu präsentieren. Im Februar 2013 verbrachte ich zehn Tage auf der „Beachworld“. Die deutsche SUP Szene traf sich dort, um die ersten deutschen Indoor SUP Meisterschaften, organisiert von Alois Mühlegger, auszutragen. Diese zehn Tage waren definitiv eine Art Schlüsselerlebnis für mich. Ich traf einmal mehr sehr viele Leute, mit denen ich Jahre lang über E-Mail und Skype zusammengearbeitet habe. Das war echt unglaublich – ich war mit einem Magazin in Deutschland, kannte super viele Leute, obwohl ich überhaupt erst zum zweiten Mal an einem SUP Event teilnahm. Das war eine sehr freudige aber auch etwas surreale Erfahrung: „So, Du bist also der mit dem Stand Up Magazin? Du machst das Magazin von Maui aus, wie soll das denn gehen?“ Viele Leute fragten mich auch, was ich mit dem Magazin eigentlich wolle. Print wäre doch schon lange tot und so wie das Magazin aussehen würde, wäre das so nichts. Eine Schülerzeitung bestenfalls. Sehr schnell wurde mir der Unterschied zwischen dem Mitteleuropäer und dem Amerikaner bewusst und auch, warum Trends oft aus den USA kommen. In Europa frisst der Bauer nicht, was er nicht kennt. In den USA frisst der Bauer eben gerade, was er nicht kennt, denn er könnte ja etwas Neues entdecken. So kam mir das jedenfalls vor, Ausnahmen gibt es natürlich immer und überall.

Einmal hatte ich sogar zwei Kajakleute am Stand, die mir unterstellten, die Bilder mit dem SUP im Wasserfall wären eine Fälschung. Trotz des Booms auf der einen Seite, war Paddeln im Stehen definitiv noch nicht ganz bei der Masse angekommen und auch nicht bei den Windsurfern – dort erklärte man mir, dass SUP allenfalls ein Flautenkiller ist, mehr aber bestimmt nicht. Trotzdem, in der SUP Szene herrschte gute Stimmung und alle freuten sich
über die Indoormeisterschaften (alle Videos von damals stehen immer noch auf YouTube).

SUP Talk auf der boot 2013

Leute wie Bernd Felsing (SUPstore) oder Etienne Stander (SUPMunich) deuteten aber ganz klar darauf hin, dass man 2011 kaum Bretter verkauft habe und der Sprung 2012 enorm war. Dieser Sprung – da waren sich alle einig – war eindeutig der Entwicklung zum aufblasbaren SUP zu verdanken. Mir war klar, was meine Aufgabe weiterhin sein würde: Die Vielseitigkeit des Sportes zu beleuchten und dringend weitere Verteilerkanäle zu finden. Die dritte Ausgabe musste am Kiosk erscheinen, keine Frage. Auch Abonnenten brauchte das Magazin dringend. An Arbeit sollte es mir auf keinen Fall fehlen. Durch meine Arbeit mit dem Magazin lernte ich viele Leute aus der ganzen Welt kennen, interviewte die verschiedensten Menschen und konnte mit dem Magazin auch an verschiedene Orte reisen. Dafür war ich immer sehr dankbar. SUP erinnerte mich in den Anfangsjahren an die Anfangszeiten des Snowboardings: Alle waren irgendwie Teil der gleichen Familie und es gab eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl.

Bis zur fünften Ausgabe layoutete ich das ganze Magazin selbst bei mir zuhause. Verbrachte Stunden um Stunden mit Fotos, Texten und Zeilenumbrüchen, die mich fast meine geistige Gesundheit gekostetet hätten. Dann stellte mir Andy Wirtz von Norden einen Grafiker in Kiel vor: Kalle. Er hatte Erfahrung im Printbereich und wollte mir helfen, das Magazin umzugestalten. Das Cover musste besser werden und er wollte mir auch mit Abonnenten helfen. Diese Hilfe war mir sehr willkommen. Ich konnte mich nun auf andere Bereiche konzentrieren, während Kalle sich um das Visuelle kümmerte. Das Resultat war deutlich erkennbar und auch die Stimmen der Leser waren klar: Mit dem neuen Look sah das Magazin schon um einiges besser aus.

Die sechste Ausgabe war ein neuer Meilenstein und bei Ausgabe sieben entschloss ich mich sogar, ein Bild mit einer Welle auf das Cover zu bringen. Die Resonanz war überraschend gut. Ich war ehrlich gesagt nicht sicher, ob die Leute für ein Wavecover bereit waren. Ich lag falsch – die Leute waren es. Nun sind wir bei Magazin #12 angekommen. Fünf Jahre lang, zwei Magazine pro Jahr und sechs Jahre ein konstanter Fluss an News und Geschichten online. Am 11. September 2017 zählen wir 1.737 Artikel zum Thema SUP auf standupmagazin.com. Wenn ihr also etwas sucht, könnt ihr ziemlich sicher sein, es dort zu finden. Während der Entstehung dieses Artikels habe ich immer wieder auf der Seite nach alten Fotos und Berichten gestöbert. Das machte echt viel Spaß. Ich konnte so die Entwicklung des SUP über die letzten sechs Jahre zurückverfolgen. Ich freue mich jetzt schon, in fünf Jahren auf 20 Magazine zurückzuschauen.

An dieser Stelle tausend Dank für euren Support!

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PADDLEexpo 2013 – Neue Produkte – Trend 2014

paddeexpo-2013

Die PADDLEexpo 2013 ist nun vorbei und somit geht auch die Paddel Saison 2013 schon fast zu Ende. Grund genug die Eindrücke der letzten Woche kurz einzufangen und zu rekapitulieren: Im Grossen und Ganzen darf gesagt werden, dass SUP sich bei uns  nun etabliert hat und sich auch weiter ausbreiten wird. Dies merkte man klar in allen Gesprächen mit den Ausstellern der PADDLEexpo 2013 in Nürnberg. Wäherend letztes Jahr noch einige Fragezeichen im Raum standen zur Zukunft der SUP Sportes, ist es nun klar: „Es hat sich was gerührt.“ Horst Fürsattel der Organisator der Messe war sichtlich zufrieden mit dem Anstieg der Besucherzahl im Vergleich zu 2012. Auch bei den Ausstellern gab es nur zufriedene Gesichter. Wer sich in der nähe der SUP Lounge aufhielt konnte sehen wie an allen Ständen 3 Tage lang gearbeitet wurde, insbesondere bei Starboard. Das Team um Flo Brunner von Starboard Deutschland mit “Stargast” Dan Gavere aus den USA war praktisch nonstop mit Präsentationen beschäftigt.

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Flo und Carsten – Viel zu tun – frohe Gesichter

Innovative Produkte

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Flip-Up-Finne

Viele Aussteller zeigten nicht nur ihre Bestseller oder neue Modelle für 2014 sondern auch einige neue Innovationen: Bei “CorrAn” zum Beispiel ist bei einem den iSUPs die Finne nicht unten angebracht sondern haengt an einem Splint am Heck des Bretts, so ähnlich wie das Ruder bei einem Segelboot. Diese Vorrichtungsweise erlaubt der Finne nach hinnten weg zu klappen (Flip-Up-Finne) sollte man im Wildwasser Kontakt mit einem Stein haben. Interessant bei “CorrAn” war auch die vertiefte Stehfläche mit Wasserabfluss bei den Inflatables. Corran Addison ist ein Star des Kajaksportes welcher sich seit Jahren voll und ganz der Entwicklung von SUPs verschrieben hat und immer wieder neue „cutting-edge“ Produkte auf den Markt bringt.

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Front-Finne

Interessantes gab es auch bei mistral zusehen. Der neue M2 Flachwasser Racer ist mit einer Tiefgezogenen Nose versehen welche in einen kleinen Kiel unter der Wasserline verläuft (Front Fin) Diese Frontfin verhilft dem Paddler immer den exakt gleichen Kurs zu paddeln auch wenn man etwas länger nur auf einer Seite paddelt. Ein ähnliches Konzept wurde auch bei BIC vorgestellt, wo beim Touring SUP die Nose mit einem Schiffrumpf ähnlichem Kiel versehen ist welcher das Wasser teilt für einfacheres Geradeaus-Paddeln.

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Dan Gavere – Pro-Model bei Starboard

Bei Starboard sties das neue Inflatable Stand Up Paddel Board von Dan Gavere auf grosses Interesse. Dan Gavere ist wie Corran Addison ein bekannter Man aus dem Kajaksport welcher zusammen mit Starboard ein 36” breites River-iSUP entwickelt hat. Im Gegansat zu Dan’s brett sah das neuen Starbaord Unlimited Raceboard 17’6” mit 23” Breite eher wie ein Pfeil aus als wie ein SUP. Wir haben Bart de Zwart bereits am Battle of the Paddle mit diesem Brett paddeln gesehen.

Bei Pau Hana haben wir ein ganz interessantes Zubehör für das Stand Up Board entdeckt: Am Brett zu befestigende Leuchtdioden für den Nacht-SUP-Enthusiasten. Dabei soll es verschiedene Befestigungsmöglichkeiten geben. Dazu gibt es ein Set welches mach mit Riemen an das Brett schnallen kann oder auch Bretter welche bereits mit Vorrichtungen versehen sind die Leuchtdioden mit dem Brett zu verschrauben.

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Leuchtdioden, SUP und Bier bei Pau Hana

Neue Marken neue Ideen

Mit dem Etablieren des SUP Sportes sieht man auch immer wieder neue Anbieter auf dem Markt welche neu entstandene Nischen innerhalb des SUP Sportes ausfüllen. So war zum Beispiel die Firma “Bote” aus Florida zum ersten mal an der PADDLEexpo. Bote hat sich auf Stand Up Boards zum Fischen spezialisiert. Viele Fischer haben in den USA das SUP bereits gegen das Kajak als bevorzugte Plattform zum Fischen ausgetauscht. Bote bietet nun SUPs mit extra Rutenhaltern und Kühlerbefestigungen an. Die Boards sehen sehr schön aus in sind auch seht gute Touringboards. In wie weit sich die Kajakanglergemeinde dazu hinreißen lässt von einem SUP aus Angeln zu gehen ist zu diesem Zeitpunkt jedoch mehr als fraglich.

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Das Angler-SUP von Bote
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Eine goldene Finne verdienen? swiss-sup mit der ersten Finne aus Gold

Die SUP Branche in 2013

Wer nach dem Besuch an der PADDELexpo denkt SUP würde sich in unseren Breitengraden von selbst verkaufen, der liegt bestimmt falsch. Ganz klar unsere Branche befindet sich in einem Aufschwung, aber unsere Arbeit wird hier längst nicht getan sein. Dan Gavere brachte in unserem Interview seine Überraschung zum Rückstand der SUP Branche in Deutschland im Vergleich zu den USA zum Ausdruck. Diesen Rückstand wurde mir auch an meinem Besuch am Battle of the Paddle vor Augen geführt, an jenem Wochenende in Dana Point waren mit Abstand mehr Leute zu Besuch als auf der PADDLEexpo inklusive Aussteller.

Wir werden in Mitteleuropa noch viel Überzeugungsarbeit leisten mussen. Der „Tipping-Point“ wo der Sport zum Selbstläufer wird ist in unseren Breiten noch nicht ganz erreicht.  Das Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Wie beim Snowboarden in den 80zigern/90zigern weht auch den SUP-Entusiasten noch ein steiffer Wind entgegen aus der Ecke ettablierter Sportarten welche sich nun überrumpelt fühlen. Wie bei den Skifahrern damals, scheint sich die Kanu/Kajakgemeinde mit dem neuen Trend schwer zu tun. Genau wie damals als Snowboarden mit einem neuen, frischen und sexy Image ankam, ist nun SUP mit dem Hawaii-Surf-Image eben sexier als Kajaken. Anstatt diesen Umstand zu akzeptieren und zum eigenen Vorteil zu verwenden wird SUP nun in Teilen der Paddelbranche (ich sage bewusst zum Teil und nicht in allen) abgeblockt. Die Anzahlt der Leute die sich mit einem SUP auf das Wildwasser wagen

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SUP mit Kiel bei BIC

kann man in Deutschland an einer Hand abzählen und dazu kommen die Wenigsten von ihnen aus dem Kanusport. Gerade der Alpenraum ist für River-SUP gerade zu prädestiniert. (siehe Bericht von Klaus „Cosmo“ Frieser“* in der Ausgabe 2.1 vom Stand Up Magazin Frühjahr 2013)

Was wird in den nächsten Jahren passieren?

Wir schauen nun bereits auf knapp 4 Jahre Stand Up Magazin zurück. Der Sport hat sich in diesen Jahren vervielfacht und wird sich auch in den nächsten Jahren vervielfachen. SUP-Rennen verbuchten dieses Jahr neue Teilnehmer Rekorde, der SUP Worldcup kam zurück nach Hamburg und Leute wie Thomas Oschwald oder Wolfgang Leeb machen mit grossen SUP-Exkursionen auf den Sport aufmerksam. Sonni Hönscheid paddelte am Molokai2Oahu auf den dritten Platz und Peter Bartl war der erste Deutschsprachige Elitepaddler am Battle of the Paddle (ausser Sonni welche schon in 2012 dabei war dieses Jahr aber fehlte) um nur ein paar Höhepunkte dieser Saison zu nennen. Die Liste Deutschsprachiger SUP-Pioniere wird in den kommenden Jahren immer länger werden. (Noelani Sach ist bereits auf Oahu zum Training fuer das Tourfinale der StandUp World Series). Ich habe keine Zweifel, dass bis in ein paar Jahren mehr Aussteller mit SUP an der PADDELexpo sein werden als mit Kajaks. Wir werden mehr Elitepaddler aus unsern Breiten am BoP sehen und es wird nicht mehr lange dauern da werden auch die ersten Deutschsprachigen SUP-Pros um die Welt reisen. Das ist alles keine Frage des „ob“ sondern des „wann“.

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SUP-Talk mit v.L.n.R. Peter Bartl, Corran Addison, Carsten Kurmis und Mike Jucker – Erzählen vom Battle of the Paddle

*Klaus “Cosmo” Frieser ist Kanu und Kajakspezialist welcher als einer der ersten in Deutschland SUP auf dem Wildwasser entdeckt und gefördert hat .

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JUST FOLLOW THE WATER – An der Deutschen Grenze

Der Schweizer Thomas Oschwald ist nun schon von den Alpen an der Deutschen Grenze angekommen. Hier nun sein das Update:
JUST FOLLOW THE WATER 1’233 km von der Rheinquelle bis an die Nordsee

Thomas-Oschwald-und-Pedalofahrer
Unter dem Motto „Just follow the water“ startete Thomas Oschwald am 1. Juli 2013 seine SUP Expedition. Er hat sich zum Ziel gesetzt, mit einem Stand up Paddling Board (kurz SUP) von der Rheinquelle bis an die Nordsee zu paddeln. Inzwischen hat Thomas Oschwald die Schweiz verlassen und paddelt auf der deutschen Rheinseite der Nordsee entgegen.
Bei schönem Wetter und nur anfänglichem Gegenwind schaffte es Thomas Oschwald in einem Tag den Bodensee zu durchqueren. Der Körper war zwar immer noch etwas geschwächt von seiner grippeähnlichen Erkrankung, doch die Motivation stimmte und so konnte die Expedition weitergehen.
Grosszügiger Support
Dank dem freundlichen Support von vielen Wassersportbegeisterten, welche Thomas Oschwald ein Stück auf seiner Route begleiteten oder am Abend vorbeischauten, konnte der Grill immer wieder kräftig eingefeuert und die verbrauchten Energiespeicher aufgefüllt werden.

Thomas-Oschwald-am-Rheinfall

Imposanter Rheinfall
Drei Kilometer vor dem Rheinfall musste ausgewassert werden, um die wohl grösste Stromschnelle des Rheins sicher zu Fuss zu umgehen. Einmal mehr zeigte sich die Vorteile des aufblasbaren SUP Board von FANATIC: Luft raus, zusammen rollen, im Packsack verstauen und sich gemütlich unter die tausenden Besuchern am Rheinfall mischen.
Pedalofahrer aufgeholt
Kurz vor Basel hat Thomas Oschwald den am gleichen Tag in Chur gestarteten Pedalofahrer Reto Schircks aufgeholt, der mit seinem Tretboot ebenfalls die Nordsee erreichen möchte. Gemächlich ging es für ein paar Stunden zu zweit weiter, bevor Thomas Oschwald wieder seinen gewohnten Rhythmus aufnahm.
Zusammen paddeln.
Auch in Deutschland würde sich der Extrempaddler freuen, wenn ihn Paddlerinnen und Paddler ein Stück auf dem Rhein begleiten würden. Es sind genügend aufblasbare SUP Boards von FANATIC, sowie Paddel und Schwimmwesten im Begleitfahrzeug vorhanden. Für alle die mehrere Tage mit Thomas Oschwald auf dem Rhein verbringen möchten, stehen ein Zelt, sowie Matten und Schlafsäcke von EXPED zur Verfügung.

Thomas Oschawald startete von einer Woche mitten in den Schweizer Alpen. Hier gehts zum Bericht.

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INDIANA SUP stellt Produkte vor

Indiana SUP Boards

Vielen ist es ein Bedürfnis ihre Freizeit nicht mehr in überfüllten Fitness-Centern zu verbringen, sondern dank SUP das Ganzkörper-Workout in die Natur zu verlegen und Kraft, Ausdauer und Gleichgewicht zu trainieren. Spielerisch und entspannt. Alleine oder mit Freunden und Familie.

Die 1984 gegründete Skateboardfirma aus Wald im Zürcher Oberland hat sich mit Swiss Handmade Produkten in der Boardsports-Szene gut etabliert. Nach einer Testphase im vergangenen Herbst inklusive Auftritt bei freestyle.ch Zürich steigen wir mit dem Label Indiana SUP motiviert und gut ausgestattet in die Sommersaison ein.

INDIANA SUP – Your tools to glide over water
Die Produktpalette ist übersichtlich und besticht durch klassisches, puristisches Longboard-Design. Der Akzent auf die rote Pinline und die grauen Rails machen die Boards trotz der Grösse schlank und elegant. Die Epoxy-Verarbeitung und die Konfiguration mit griffigem EVA-Pad und FCS-Finnen sind hochwertig.

Die Boards und Carbon-Paddles werden in zwei Längen angeboten
Das 10’6 ist ein ideales Allroundboard für Flachwasser und die Welle. Geeignet für sportliche Paddler und für Tricks. Aufgrund des geringeren Volumens auch besonders für Frauen empfohlen.
Das 11’6 ist ebenfalls für Flachwasser und die Welle geeignet. Es spricht schwerere Paddler und Familien an, da es sehr stabil im Wasser liegt und viel Auftrieb hat. Die leichten und steifen Carbonpaddles gibts ebenfalls in zwei Längen (können auf ideale Länge zugeschnitten werden): 2.06 m und 2.13 m. Ideal für Vermietungen sind die qualitativ hochwertigen Fiberglass Teleskop-Paddles: 1.7-2.1 m. Alle Produkte überzeugen durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis im mittleren Segment.

Vom Zürichsee bis zum Atlantik
Das Seebad Enge Zürich wird ab Mitte Mai Indiana SUP Boards vermieten und drei Mal die Woche SUP-Kurse anbieten. Ceccotorenas in Stäfa ist offizielles Indiana SUP Testcenter. SUP Swiss bietet Kurse in der ganzen Schweiz an mit Indiana SUP Material.
Thomas Oschwald hat den ganzen Winter über auf einem Indiana 10’6 für seine Expedition (vom Walensee an den Atlantik und zurück) trainiert und dies wunderschön dokumentiert. Mehr Infos unter www.surfline.ch.

Indiana_SUP_Products2011



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SUP-ZERO: Paddeln am Gefrierpunkt

SUP ZERO

Stand Up Paddeln ist ein saisonaler Sport, denkt man. Paddeln mitten im Januar? Wohl kaum. Falsch gedacht! Wir haben in der Paddel Szene mal ein bisschen rum gefragt ob jemand schöne Winter-SUP-Bilder hat und bekamen so einiges an Bildmaterial geschickt. Diese Bilder beweisen, dass man nicht unbedingt weisse Strände und blaue Lagunen braucht um schöne SUP Bilder zu schießen, es geht auch im Tiefschnee.

Thomas Oschwald  (www.surfline.ch, Mollis, Schweiz)

Thomas bereitet sich auf eine SUP-Expedition quer durch Europa vor und bepaddelt auch in klirrender Kälte die Bergseen der Schweizer Alpen um im Frühling parat zu sein für den ultimativen SUP-Trip. Details dazu verrät er schon auf seiner Homepage. (Das Stand Up Magazin wird ihn auf seiner Reise begleiten.)


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Carsten, Etienne und Petra (www.imaginesurfboards.com, München)

Carsten (Imagine Surfboards), Etienne (Munich Stand Up Paddling) und Petra (Wellen für München) luden SUP Profi und Starboard Team Rider Annabel Anderson zu sich nach München ein um mit Ihr auf der Isar und dem Eibsee zu paddeln. „Während sich die Skifahrer ins Getümmel stürzten, waren wir zu viert auf dem wunderschönen See, haben die Ruhe und tolle Landschaft genossen und dann noch auf einer einsamen Insel gegrillt,“ erzählt Petra.

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Chris Barth (www.supzones.com, Bochum)

Chris von supzones traf sich mit seinen Freunden auf ein nächtliches Klausen-Paddeln auf dem lokalen See. Ob der richtige Nikolaus gefunden wurd oder nicht wurde an dieser Stelle nicht verraten.

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Christian Hahn (www.superflavor.de, Berlin)

Christian vom Superflavor-Team brauchte einen Eisbrecher um sich auf dem örtlichen See zu paddeln. Er war mit seinem Kollegen bei frostigen -14 Grad  auf dem Wasser.

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Peter Bartl (www.be-training.at, Gosdorf, Österreich)

Grazer Jungs SUP im Schnee

Peter war mit seinem Kollegen bei 4 Grad Wassertemperatur unterwegs auf seinem Local-Fluss (Mur). Wie er uns erzählte fiel er sogar zweimal ins Wasser.

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Neil Parmenter (www.supswitzerland.com, Längenbühl, Schweiz)

SUP auf dem Thunersee

Neil Parmenter paddelte zum neuen Jahr auf dem Thunersee, doch wie seine Bilder beweisen musste er erst eine eisfreie Zone finden um ins Wasser zu gelangen.

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Unser Fazit

Wir ziehen den Hut vor allen die sich bei solchen Temperaturen auf das Wasser begeben. Das ist echt CORE STUFF, Kudos an alle SUP-ZERO Paddlers.

Haltet Eure Füße warm.

Die Redaktion
Mike Jucker

© Hinweis: Alle Bilder stehen unter dem Copyright des Erzeugers.

-surfline.ch – imagine surfboards – agentur-milchstrasse.de – supzones – superflavor – Peter Bartl – supswitzerland



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