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Carolina CUP mit Siri Schubert

Carolina Cup: Spannendes Rennen und eine tolle Community

Ein Erfahrungsbericht von Siri Schubert

Der Carolina Cup ist eines der Rennen, die eine magische Anziehungskraft haben. Wellen, Wind, Meer, Flachwasser, Strömung, Sandbänke und taktische Manöver, der Carolina Cup bietet alles. Klar, dass ich dieses Rennen fahren wollte und klar auch, dass ich extrem nervös war. Die Nervosität wurde nicht unbedingt besser, als am Tag vor dem Rennen ein Sturm übers Meer fegte. Schaumkronen und aufgewühltes Wasser soweit das Auge reichte.
Glücklicherweise hatte ich kurzfristig dank der tollen Unterstützung von Seychelle und dem SIC Team ein 14’ SIC Maui RS (23 wide) bekommen, von dem ich wusste, dass es auch bei schwierigen Bedingungen gut zu paddeln ist, da ich es in der Schweiz beim Sup Shop 55 Grad Nord bereits ausgiebig getestet hatte. Umso grösser war meine Überraschung, dass das Meer am Morgen des Rennens fast komplett flach war. Nach und nach trafen alle Racer ein – so viele Top-SUP-Athleten an einem Ort, das war wirklich etwas ganz Besonderes. Genauso toll war es, die jungen Paddler zu sehen, vor allem das Wrightsville Junior Elite Team, das mit seiner Energie und dem Team Spirit die super Stimmung noch aufhellte.

Siri mit Team SIC

Um 9:40 Uhr standen die 30 weiblichen Elite Racers dann an der Startlinie des Graveyard Rennens am Strand; mit dabei: Sonni Hönscheid, April Zilg, Jade Howson, Fiona Wylde, Laura Quetglas und Yuka Sato. Die männliche Elite war eine Minute vor uns gestartet, Mit dabei: Michael Booth, Bruno und Daniel Hasulyo, Georges Cronsteadt, Titouan Puyo und viele andere Superstars.
Das Signal ertönte und los ging’s. Da es keine nennenswerten Wellen gab, waren wir im Nu an der ersten Boje. Dort begann ein Mini-Downwinder zum ersten Inlet. Jetzt galt es, so viele kleine „Bumps“ wie möglich zu erwischen, um schnell am Pier zu sein, von wo die Inland-Sektion des Rennens begann. Sonni Hönscheid schaffte es als erste. Die Kanäle sind trickreich, weil sie durch Strömung, Sandbänke, Untiefen unterschiedlich schnelle Bedingungen aufweisen. Wer Pech hat, bleibt im Sand stecken. Glücklicherweise hatte ich die „Local Knowledge Clinic“ von April Zilg besucht. Ihr Wissen war extrem hilfreich, um mit den schnell wechselnden Verhältnissen klarzukommen. Jetzt begann eine lange Sektion mit Bootswellen, Gegen- und Seitenwind. Maddie Miller, Ginnie Betts und ich drafteten anfangs abwechselnd, dann waren es nur noch Maddie und ich.
21 Kilometer lang war die Strecke und ich hoffte auf einen Downwinder auf dem Meer zurück zum Blockade Runner Hotel, dem Start und Ziel des Rennens. Doch als wir aus dem Inlet ins Meer kamen, war klar: Der Gegenwind wurde immer stärker. Nach einer Weile fiel Maddie zurück. Jetzt hiess es die Zähne zusammenbeissen. Doch trotz der Anstrengung ging es mir super. Auf dem Meer zu paddeln und den Wind zu spüren war einfach genial. Nach der letzten Boje ging es geradewegs auf den Strand zu. Ich miskalkulierte die Geschwindigkeit der Welle, die ich zum Strand surfen wollte, so dass ich im Wasser landete. Nach drei, vier Schwimmzügen spürte ich den Sand unter den Füssen – ein kurzer Sprint und ich lief durch den Zielbogen – super happy, dieses Rennen mit dem 9. Platz hinter Yuka Sako abgeschlossen zu haben. Die Stimmung am Strand war toll und das ist ohnehin das, was das Rennen für mich so besonders macht: Die Freude, Paddler nach der Winter-Race-Pause wiederzusehen, neue Paddlerinnen kennenzulernen, die gute Stimmung und das Community Feeling. Denn das Graveyard Rennen ist zwar das, was viele Racer anzieht, doch auch das Habor Island Rennen, das Money Island Rennen und das Kids Rennen waren Highlights.

Würde ich es wieder machen? Auf jeden Fall!

Alle Resultate von 2019 gibt es hier.

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