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ISA SUP Worlds mit Hannah Leni-Krah

Hanna Leni-Krah erzählt uns wie sie die ISA Worlds in China erlebt hat:

China war eine wunderbare Erfahrung. Auch wenn es im Vorfeld viel zu organisieren und zu finanzieren gab. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Das Gastgeberland hatte viel zu bieten, die Menschen waren fröhlich und hilfsbereit, bemüht uns bei allen Dingen zu unterstützen. Und die Location war einfach perfekt. Tropisches Wetter, Strand und Wellen, Kokosnüsse direkt vom Baum, was will man mehr. Das ganze Umfeld strahlte auch auf die Athleten aus, die Stimmung war großartig und ich konnte viele neue Freundschaften schließen.

Die Organisation der ISA war im Großen und Ganzen OK, allerdings könnten die Rahmenbedingungen eher bekannt gegeben werden, dass hätte die Planung erleichtert. Einzig beim Sprintrennen kam es zu nennenswerten Diskussionen, da es offensichtlich schwer war, den Start für alle fair zu gestalten. Aber die Judgeds haben sich enorm Mühe gegeben, um es am Ende in die richtigen Bahnen zu lenken. Respekt.

Ich hatte mich ja ursprünglich für zwei Rennformate qualifiziert, Sprint und Junior TechRace und bin darüber hinaus auch für das Long Distance Rennen gemeldet worden. Leider musste ich wegen einer Erkältung, schuldig war wohl die Klimaanlage, auf das TechRace und das Long Distance Rennen verzichten. Dies geschah einvernehmlich mit dem OrgaTeam und den chinesischen Ärzten der ISA. Aber das Sprintrennen wollte ich unbedingt fahren.

Ich hatte mir natürlich auch Hoffnungen gemacht, beim Junior Tech Race etwas zu reißen und die Chancen standen auch nicht schlecht, aber was nicht ist, ist halt nicht. Ich habe mir natürlich das Rennen aufmerksam angesehen und muss den Mädels wirklich Respekt zollen. Da reift eine richtig gute Elite heran. Und es wird zukünftig nicht leicht, sich dort zu behaupten. Vor allem der Vorsprung im Umgang mit Wellen und in Open Ocean Bedingungen wird nicht leicht aufzuholen sein. Ich hoffe da werden wir in Deutschland zukünftig etwas mehr unterstützt, damit wir hier aufschließen können.

Mein Sprintrennen war aber aus meiner Sicht ein Erfolg. Ich konnte mich im Vorlauf gegen eine starke internationale Konkurrenz durchsetzen und mich folglich für das Halbfinale qualifizieren. Besonders stolz war ich, dass ich die spätere Bronzemedaillen Gewinnerin, Jade Howsen, im Vorlauf auf Abstand halten konnte. Sie gehört im Übrigen zu den neuen Talenten und man muss vor ihrer Leistung, wie auch den Leistungen aller Teilnehmer den Hut ziehen.

Im Halbfinale habe ich nochmal versucht alles zu geben, aber die Konkurrenz wird ja nicht leichter. Dennoch habe ich den Einzug ins Finale nur knapp verpasst. Aber die Konkurrenz war stark und äußerst motiviert, niemand wollte auch nur eine Handbreit vom Board im Zieleinlauf preisgeben. Am Ende stand für mich ein versöhnlicher neunter Platz Overall Sprint zu Buche und mit einem Platz unter den TOP TEN der internationalen Sprintelite, bin ich sehr zufrieden.

Ich habe viel gelernt und weiß, dass ich den Anschluss gefunden habe. Aus Sicht des deutschen Teams haben sich alle gut geschlagen, auch wenn wir nicht mit dem Top Kadern an den Start gehen konnten. Und so war der 16. Platz in der Nationenwertung wohl verdient. Zukünftig wünschte ich mir aber, dass die Unterstützung, auch mit finanziellen Mitteln, etwas mehr in Fahrt kommt. Gerade hinsichtlich des Nachwuchses. Die Athleten erhielten wohl persönliche Unterstützung von ihren Sponsoren, aber als Konzept Nationalmannschaft, fehlt noch einiges an Grundlagen.

Vielen Dank an Hannah für die Ausführungen und weiterhin viel Erfolg.

Alle Resultate im Detail gibt es hier.

 

 

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