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Das SUP Wochenende im Rückblick

Vidy Thonon und SUP Tour Schweiz

Nach dem Wochenende in Sainte-Maxime und dem Abstecher ans 3*GSUPA Rennen in Immenstaad standen an diesem Wochenende gleich zwei Rennen auf dem Programm. Zuerst am Samstag das EuroTour Rennen von Lausanne nach Thonon und dann am Montag der erste volle Stop der SUP Tour Schweiz in Ermatingen.

SUP-Tour-Schweiz

SUP Tour Schweiz

Das Eurotour Rennen von Thonon stellte einiges in den Schatten, was man bisher im SUP Bereich gesehen hat. Neben einem für europäische Verhältnisse sehr starken Fahrerfeld (41.5% SUP Racer Score) stellte die Überquerung des Sees und der Staatsgrenze zwischen Frankreich und der Schweiz die Organisatoren vor einige logistische Herausforderungen.
Auf Grund der vielen Teilnehmer wurden noch am Samstag vor dem Rennen die letzten Boards auf Booten von Thonon nach Lausanne gebracht, die auf dem Eurotour-Sprinter und im Anhänger keinen Platz mehr hatten.

Die Materialwahl für dieses Rennen gestaltete sich insofern schwierig, dass niemand genau wusste, wie die Verhältnisse in der Mitte der ca 19 Kilometer langen Überquerung genau aussehen. Die Prognosen in der Woche vor dem Rennen schwankten zwischen 20 Knoten Downwind bis 10 Knoten Side/Headwind. In Lausanne war es dann bei Rennbeginn windstill, im Laufe des Rennens kam teilweise leichter Seitenwind auf. Auf Grund der Grösse des Sees und des Schiffverkehrs war das Wasser in der Mitte des Sees auch nie wirklich ruhig. Mit ein bisschen Glück und Feingefühl fanden sich aber ab und zu einige kleine Bumps, die genutzt werden konnten.

Euro-SUP-Tour-Thonon

EURO Tour auf dem Genfersee

 

Das schwülwarme Wetter forderte bei einigen Paddlern seinen Tribut und einige Paddler hatte ihren Trinkwasservorrat früher leergetrunken als vorgesehen. Auch ich hatte nach dem Rennen nur noch einige Tropfen in meinem Zweiliter Camelbak.

Mein Rennverlauf ist am ehesten als Achterbahn zu beschreiben. Nach einem schnellen Start folgte eine Phase, in der ich die guten Drafts verpasste, beziehungsweise mich den falschen anzuhängen versuchte. Die Folge davon war, dass ich einige Zeit lang selber eine hohe Pace vorlegen musste um wieder den Anschluss zu finden. Im Nachhinein hat mich dies zu viel Kraft gekostet, und ich hätte lieber alleine meinen Weg gesucht. Nach sieben Kilometern brach ich ein und musste mich weiter hinten im Feld einem Draft anschliessen, um mich wieder zu erholen. Nach einer gewissen Erholungszeit konnte ich meinen Rhythmus wiederfinden und bis zum Schluss wieder einige Paddler, die ich zuerst ziehen lassen musste, wieder einholen. Mit meinem 33. Schlussrang bin ich soweit zufrieden, da ich mich für die Krise nach einem Drittel des Rennens wieder auffangen konnte und meine Leistung doch noch abrufen konnte.

Am Sonntag standen dann zur Erholung ein „Social Paddle“ mit lokalen Paddlern und ein Sprintwettkampf wie beim Lost Mills auf dem Programm, der jedoch nicht für die Gesamtwertung zählte. Am Sonntagabend fuhr ich zurück nach Zürich, um mich am Montagmorgen wieder auf den Weg nach Ermatingen am Bodensee zu machen, um das erste Rennen der SUP Tour Schweiz zu bestreiten. Der Kurs dieses Rennens führt einmal von der Schweizer Seite des Sees um die Insel Reichenau und zurück.

SUP-Tour-Schweiz-Sieger

Top of the Podest in Ermatingen

Am Start waren einige starke Paddler aus der Schweiz und Deutschland, von denen nur Andi Saurer das Rennen in Thonon mit mir bestritten hatte. Vom Start weg bis zur Brücke zwischen Reichenau und Festland waren die Plätze an der Spritze noch umkämpft, bis sich das Feld um die zwei Bojen vor und nach der Brücke in die Länge zog. Auf der Rückseite der Insel wählte Peter Tritten eine etwas direktere Linie in der Nähe des Ufers, während Ich, und mit mir Andi Saurer, eine etwas weitere Linie wählten. Bis zur Boje an der Spitze der Insel (nach ungefähr sieben Kilometern) duellierten wir uns mit ungefähr 50 Metern seitlichem Abstand. Da diese Distanz zu gross war, um jeweils in den Draft des anderen zu kommen war klar, dass es eine Vorentscheidung bedeuten würde, wenn jemand mit einem Vorsprung an der Boje ankommen würde. An der Boje konnte ich einen Vorsprung von ein paar Boardlängen verbuchen, den wir auf dem Rückweg noch etwas ausbauen konnten.
Kurz vor dem Ziel in Ermatingen wartete ein letzter 90 Grad Bojenturn mit einem 150 Meter Sprint zur Ziellinie. Hier galt es die Richtige Balance zwischen Sicherheit und Schnelligkeit zu finden, um den Positionsvorsprung aus dem Draft über die Ziellinie zu retten. Dies gelang auch und ich konnte das Rennen vor einem Andi Saurer und Peter Tritten beenden.

Ein Rennen mit so wenig Erholung zu fahren ist immer ein riskant, da man nie genau weiss, mit welcher Leistung man wieder rechnen kann. Dieses Mal ist es gut aufgegangen, denn trotz den schmerzenden Muskeln vom Rennen am Samstag sind wir am Sonntag die 12 Kilometer mit einem Schnitt von 10.0kmh gepaddelt. Da bleibt nur zu sagen: Nächstes Ziel Lost Mills!

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