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ISA Weltmeisterschaften Fiji – Ohne Deutsche Vertretung

Warum kein Deutsches Team nach Fiji fährt und keine Wildcards vergeben werden.

Eigentlich hätte alles in trockenen Tüchern sein sollen. Es sollte ein Deutsches Team an den ISA Weltmeisterschaften in Fiji geben. Das Team stand fest und einige Teamfahrer bereiteten sich sogar auf die Bedingungen in Fiji vor.

Vor ein paar Wochen hieß es nun aber man könne die logistischen Hürden für den Bretttransport nicht überwinden. Die Unterstützung aus der SUP Branche war wohl auch eher mässig. Einige Leute hätten Bretter via Australien oder Thailand organisieren können aber irgendwie passte es dann doch nicht. Nach langem Studieren und Probieren entschloss man sich die Übung abzubrechen.

Das tut uns natürlich sehr leid, verstehen aber komplett wie schwer und teuer es sein muss ein Team von Leuten mit Material von Deutschland nach Fiji zu bringen. Wir haben es schon immer gesagt und sagen es auch jetzt: So schön es in Fiji ist, so bescheuert ist der Austragungsort. Die einzigen die eine gute Anreise haben werden sind die Hawaiianer, Australier und Athleten aus Kalifornien.

Was uns aber sehr verwunderte ist, dass nach dem Gruppenentscheid nicht nach Fiji zu fahren, keine Wildcards ausgesprochen wurden / werden.

Nach unserm Wissen bestand nämlich das Interesse bei Sonni Hönscheid und bei der Sach Familie nach Fiji zu fahren. Es machte auf den ersten Blick keinen Sinn. Also haben wir nachgefragt beim DWV.

Uns wurde erklärt, dass wenn man jemanden nach Fiji lassen würde der nicht an den Qualifikationen war, das Unruhe bei den anderen Paddlern stiften würde. Man müsse dann der fairnesshalber auch die Leute fragen die, die Qualifikation nicht geschafft haben aber mit dabei waren. Das macht 100% Sinn, denn erst sollen die Leute an eine Meisterschaft fahren können die auch an den entsprechenden Qualifikationen waren.

Das Team hat aber entschieden als ganzes nicht nach Fiji zu fahren und auch weiter hinten platzierte kamen nicht mehr in Frage. Somit könnte man meinen, da sich alle freiwillig zurück zogen, nun der Weg frei ist für Wildcards.

Unsere Recherchen haben ergeben, dass der Wille einiger Athleten  immer noch vorhanden war nach Fiji zu fahren aber die Logistik war das Problem. Das Stand Up Magazin bot daher an sich um ein Brett zu kümmern damit der Traum von Fiji nicht abgeschrieben werden muss. Mir wurde dann aber gesagt, das man nicht mehr nach Fiji geht weil das Team so entschieden habe. Als wir nachfragten ob man dann nicht mehr nach Fiji wolle auch wenn ein Board vorhanden sei und man alleine gehen würde bekamen wir eine vage aber verneinende Antwort. Somit fragten wir ob einem individuellen qualifizierten Athleten die Teilnahme verwehrt sei, hätte er sie die Möglichkeit selber zu gehen, das wurde ebenfalls verneint.

Uns wurde aber der Standpunkt klar gemacht, dass wenn man in einem Verband ist und es ein Team gibt, dann nur das Team als ganzes gehen kann; keine Einzelkämpfer, keine Extrawurst und keine Wildcards. Punkt um.

Fazit: Mann würde gern selber hinfahren und der Verband verbietet das auch nicht. Die Gruppe hat aber entschieden entweder Alle oder Keiner.

Dieser Standpunkt ist natürlich indiskutabel.

Des weiteren, so lernte ich, sei das in allen Sportarten so. Sprich wenn ein Topathlet eines Landes die Qualifikation für einen Internationalen Wettbewerb verpasst dann gibt es keine Wildcard. Egal ob Leichtathletik, SUP oder Tennis.

Eine Deutsche Teilnahme hätte dem Sport in unseren Breiten aber sicher nicht geschadet.

Man stelle sich vor die Schweiz würde Roger Federer eine Olympiateilnahme verweigern weil er es verpasste an den Schweizertennismeisterschaften dabei zu sein weil grad ein ATP Turnier war.

Zu Glück wird sich in 2017 diese Problematik in Dänemark nicht stellen.

Diesbezüglich würde uns die Meinung unsere Leser interessieren.

Soll der DWV Wildcards vergeben?

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2 Enlightened Replies

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  1. Hans Werner says:

    Sorry, für so etwas habe ich null Verständnis. Da merkt man das ein Wellenreitverband noch weit hinter anderen Verbänden in der Entwicklung steckt. Ein Herr Kegler verweigert einem potentiellen Weltmeister die Chance teil zu nehmen. Na bravo. Natürlich hat eine Frau Höhnscheid nicht an der Meisterschaft teil genommen, aber mal ganz ehrlich. Wer Lost Mills und M2O gewinnt muss einfach von vorn herein gesetzt sein. Oder mindestens einen Bonus bekommen. Eine Quali in lediglich einem Rennen auszufahren ist bei solch einer Sportart eh total hirnrissig und sollte mindestens auf zwei Rennen erweitert werden und bsp. über ein Punktesystem (ggf. mit Bonuspunkten für besondere Leistung) aufgestockt werden. Machen ja viele Sportarten zu ihren nationalen Qualifikationen. Zumal sollte ein Qualifikation im Jahr der Wettkampfes stattfinden und nicht eines davor. Da sieht man wie sturr und eigen Menschen sein können. Herr Kegler. Alle Daumen nach unten. So wird das nichts und man sollte echt nachdenken mit einem Kanu Verband zu arbeiten.

  2. Peter Rochel says:

    Naja, ob Kanuverband oder nicht steht solange nicht zur Debatte wie IOC und ISA dies nicht hergeben. Meckern ist immer deutlich leichter als solche Entscheidungen selber zu treffen und auch zu verantworten. Der DWV hat nun einmal noch keine fest angestellten Mitarbeiter wie die großen deutschen Sportverbände sondern ist ausschließlich auf ehrenamtliche Arbeit angewiesen. Dafür kann sich jeder, der sich berufen fühlt dort engagieren und es selber besser machen. Es wäre durchaus im Sinne unseres Sports wenn sich mehr Aktive dort einbringen, wo etwas bewegt werden kann, als sich über Dinge aufzuregen die nicht direkt beieinflussbar sind. Lasst es uns in Zukunft gemeinsam besser machen als kollektiv zu motzen.

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