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Interview mit Gillian Gibree

Gillian Gibree ist Instruktorin, Gründerin und Inhaberin von Paddle Into Fitness, ihrem eigenen SUP Yoga und SUP Fitness Ausbildungsprogramm. Als Team Riderin von 404 und Instruktorin ist Gillian bereits um die halbe Welt gereist. Ihr letzter Stop war im Juni 2015 in der Schweiz. Nach ihrem SUP Yoga Workshop in Montreux hatten wir die Gelegenheit sie zu interviewen.

Gillian-Gibree-SUP-Yoga

Wann bist Du zum ersten Mal in Kontakt mit dem SUP-Sport gekommen?
Das erste Mal bin ich 2007 auf Kaua’i gepaddelt. Damals aber noch nicht auf einen richtigen SUP Board, sondern auf einem Longboard mit einem Kayakpaddle. Ich bin dann zwar einige Male ins Wasser gefallen, war aber total begeistert von dieser Sportart.

Wie ging’s dann weiter?
2007 gab es erst wenige SUP Surfboards. Ich lebte damals in Massachusetts, SUP war dort gänzlich unbekannt. Ich hatte Glück, denn ein aus Hawaii zurück gezogener Bekannter, hat mir ein SUP Surfboard ausgeliehen. Für mich war das eine super Ergänzung zu meinem Training als Rettungsschwimmerin.

Wann bist Du aktiv in den SUP-Rennsport eingestiegen?
Als ich 2010 nach Kalifornien umgezogen bin hab ich angefangen an verschiedenen SUP Rennen teilzunehmen. Die ersten 3 Jahre habe ich mich vor allem auf das Racing konzentriert. Ich bin ich viel herumgereist, an Orte wie Hawaii und Tahiti, und hab an unterschiedlichsten Rennen teilgenommen. Letztes Jahr hab ich zum ersten Mal River SUP ausprobiert und auch an verschiedenen Rennen teilgenommen. Mir gefällt es, dass sich SUP in so viele verschiedene Richtungen entwickelt hat.

Wie bist Du dann zu SUP Fitness und SUP Yoga gekommen?
Ich kannte Yoga schon als Kind, meine Mutter hat Yoga praktiziert. Am College hab ich einen Yoga-Ausbildungskurs belegt und später durch verschiedene Fortbildungen mein Kenntnisse vertieft. Zu Beginn hab ich vor allem Beach Yoga unterrichtet und gleichzeitig Surf- und SUP Stunden gegeben. Irgendwann habe ich angefangen die 3 Disziplinen miteinander zu kombinieren.

Was hat Dich dazu bewogen Paddle Into Fitness zu gründen?
Nachdem ich in San Diego und Orange County Traings sowohl für Anfänger als auch für Erfahrene gegeben habe, war ich der Meinung, dass grosses Interesse an einem professionell zusammengestellten Teacher Training Programm besteht. Mit meinem Hintergrund als Rettungsschwimmerin und SUP Athletin entschied ich mich erstmals 2012 eine 4-tägige SUP Yoga sowie eine 2-tägiges SUP Trainer Ausbildung anzubieten. Das SUP Yoga Zertifikate wurden von der Yoga Alliance*, das SUP Trainer der WPA** anerkannt. Kurze Zeit danach habe ich dann noch ein das SUP Fitness Ausbildungsprogramm entwickelt. Mit den Programmen „Beginner SUP“, „Gentle Wave“, „Nautival Flow“, „Surfer Sculpt“ und „Advanced SUP“ bin ich in der Lage auf die unterschiedlichen Bedürfnisse meiner Schüler einzugehen und Ihnen eine optimale Ausbildung anzubieten. www.paddleintofitness.com

Wo siehst Du die SUP Szene in der Schweiz im Vergleich zu Kalifornien?
Die Schweiz hinkt der kalifornischen SUP Szene ca. 5-6 Jahre hinterher. Der Markt wächst sehr schnell und die Schweiz bietet mit seinen vielen tollen Seen und Flüssen optimale Bedingungen für den SUP Sport. Soweit ich sehen konnte ist in der Schweiz das Wasser klar und sauber und die Wege sind kurz. In Kalifornien gibt es so etwas nicht gleich mal um die Ecke. Wir haben viele dreckige und verseuchte Gewässer und müssen dort aufpassen nicht reinzufallen. Es gibt hier in der Schweiz so viele schöne Orte zu entdecken. Ich hab es genossen, im Tessin, der West- und Deutschschweiz zu unterrichten. Die unterschiedlichen Sprachen finde ich faszinierend. Dieses Land ist definitiv eine Reise wert! Ich hatte zudem die einmalige Gelegenheit mit Dani Reinhard, Organisator der SUP Tour Schweiz, mit viel Spass unter unter grosser Anstrengung den Wildwasserfluss Simme im Berner Oberland zu paddeln. Dani ist mit viel Herzblut und einen enormen Arbeitseinsatz dabei diesen Sport mit der professionell durchgeführten SUP Tour Schweiz auszubauen und neue Anhänger zu gewinnen. Vielleicht gibt es ja schon bald auch ein Flussrennen?

Was denkst Du, wo geht die Entwicklung hin?
Stand-Up-Paddling ist einfach zu erlernen und somit für jedermann geeignet. Es ist auch ein super Crosstraining für Skifahrer und Snowboarder. Die Ski-Cracks der USA trainieren seit mehreren Jahren in den Sommermonaten regelmässig in Colorado auf den Flüssen mit SUP ihre Koordination und Gleichgewicht. Der SUP-Sport ist so facettenreich. Ein Teenager sucht z.B. das Abenteuer und wagt sich auf stark fliessende Gewässer, die Mutter macht SUP Yoga oder SUP Fitness und der Vater paddelt lieber längere Distanzen und nimmt an Rennen teil. Oder vielleicht doch alles anders herum. Die Schweiz bietet dafür alle Möglichkeiten.

Interview von Sonja Homberger

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