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Turtle Bay mit Noelani und Fritjhof Sach

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Sach Family: Schön hier zu sein

Dieses Wochenende ging das zweite Tourfinale der StandUp World Series über die Bühne und zum ersten Mal überhaupt waren auch Deutsche mit dabei. Noelani und Fitjhof Sach, in der Deutschen SUP Szene bestens bekannt, reisten mit der ganzen Familie extra für diesen Event nach Hawaii. Noelani und Fritjhof paddelten beide bereits an verschiedenen Events der StandUp World Series mit, wie zum Beispiel Chicago, Bilbao und natürlich den SUP Worldcup in Hamburg.

Hawaii war für das Vater-Tochtergespann aber eine ganz neue und sehr positive Erfahrung. Ich traf die ganze Familie in der Lobby des Turtle Bay Resorts auf einen Kaffe am Morgen nach dem grossen Event um das Wochenende zu Révue passieren zu lassen.

Für beide Fritjhof und Noelani stand die Erfahrung in Turtle Bay dabei zu sein ganz klar im Vordergrund. Die Bedingungen an einem Rennen auf Oahu (und das noch bei heftigem Wellengang) sind schon etwas anders als bei der NP German SUP Trophy da waren sich beide einig. Gerade das Sprintrace hatte es in sich für Vater und Tochter. Noelani wurde im ersten Heat an der äusseren Wendeboje von ein paar grossen Wellen begrüsst. Sie bekam gleich die erste Welle vom Set und surfte so wohl die grösste Welle ihres Lebens. Leider konnte sie sich aber nicht ganz bis zum Schluss der Welle auf ihrem Board halten und fiel dann doch noch ins Wasser. Wer sich mit Wellenreiten auskennt weiss, dass auf die erste Welle im Set meistens noch 2 -3 grössere Wellen folgen. Dies musste dann Noelani am eigenen Leib erfahren. Sie wurde abermals von immer grösseren Wellen zugedeckt und ihr 12’6“ Raceboard zog sie immer näher an die Felsen.

Am Ufer wurde gebangt und gezittert, die Eltern um ihre Tochter und Zane Schweitzer um sein Brett, denn Zane und Noelani mussten sich ein Brett teilen da Zane sein 12’6“er schon in einer Welle entzwei gebrochen hatte. Nach der dritten Welle war Noelani dann aber so bedohlich nahe an den Felsen, dass der Jetski eingreifen musste um sie aus der Gefahrenzone zu retten. Wieder am Ufer angekommen war Noelani sichtlich erleichtert, so was erlebt man in Deutschland nie. Somit wurde dann auch die vernünftige Entscheidung getroffen die zwei weiteren Heats nicht zu paddeln. Das war eine gute Entscheidung, denn im weiteren Verlauf des Rennens wurden die Wellen immer grösser und heftiger.

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Noelanis SUPer Welle

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Noelani kurz vor dem Abgang

Noelani-wird-gerettet

3-Mal Waschen und Schleudern ist genug

Fritjof-Sach-and-the-waves

Auch Fritjhof musste sich einiges gefallen lassen. Hier gehts gleich los…

 

Die Sach-Family ist absolut begeistert vom Event und der Atmosphäre in Turtle Bay: „Man merkt hier einfach wie es allen um den Spass geht. Alle sind befreundet und man wird herzlich aufgenommen von den Leuten. Das ist wie eine grosse Familie hier.“

Noelani wurde kurz vor dem Wochenende aufgrund ihrer guten Leistungen in Deutschland in das Internationale Team (Dream-Team) von Starboard aufgenommen. Das war sehr erfreulich und auch motivierend für die Junge Deutsche, welche sich nun weiter auf den SUP-Sport konzentrieren möchte. „Das war eine super Erfahrung hier in Turtle Bay mit Zane, Connor und Bart im Wasser zu sein,“ erklärt mir Noelani. Sie sei jetzt motivierter den je und will nun auch in Wellen trainieren gehen.

Zane-Schweitzer-and-Noelani-Sach

Sind jetzt Teamkollegen: Zane und Noelani

Noelani ist aber nicht nur SUP-Athletin sondern konzentrierte sich in den letzten Jahren viel auf klassische Musik und Operngesang.

Frithof Sach: „ Eigentlich wurden wir ja etwas vom SUP-Sport überrumpelt, Noelani hat sich die letzten Jahre sehr auf klassische Musik und Operngesang konzentriert. In diesem Jahr hat sich aber so viel getan für uns was SUP angeht.“ Noelani und ihr Vater haben aber keine Zweifel, dass sich das gut verbinden lässt und man das Eine wegen dem Anderen nicht aufgeben muss.

Noelani-Sach-Stand-Up-World-Series-2013

Ankunft nach dem Longdistance Rennen: 13 Meilen bei tropischen Temperaturen

Was den Eltern auch aufgefallen ist, dass auf Hawaii sehr viel für die Jungen getan wird. „Der Unterschied von hier zu Deutschland ist frappant,“ sagt Fritjhof „das Rennen für die Kinder am Sonntag war der Hammer. Da gab es sogar richtige Racebords für Kids.“ Der jüngere Bruder von Noelani, Maui gewann ebenfalls einen Podestplatz im Kinderrennen vom Sonntagmorgen und durfte am Abend auf dem Podest eine Medallie entgegennehmen. Was für eine tolle Erfahrung, inklusive Siegerehrung.

Auf die Frage ob Noelani nun eine SUP-Profikarriere anstrebt, ist man sich bei den Sachs’ aber noch nicht ganz sicher. Zu früh sei es eine definitive Entscheidung zu treffen, der SUP Sport beginnt nun aber eine immer grössere Rolle zu spielen und auch einmal am Molokai2Oahu zu paddeln ist bestimmt auch ein Ziel. Noelani und ihr Vater werden auch in den nächsten Jahren wieder an vielen Nationalen und Internationalen SUP Rennen teilnehmen.

Ganz sicher ist auch, dass Noelani mit einem grossen Motivationsschub von Hawaii wieder nach Hause fliegt und sich schon auf ihre nächste Welle auf den Kanarischen Inseln freut.

Noelani-und-Fritjhof-Sach

Die beste Erfahrung: Noelani und Fritjhof auf Hawaii

Fritjhof-Sach-SUP-

Fritjhof hatte auch gute Wellen

Fritjhof-Sach

Noch 13 Meilen zu paddeln

Weitere heftige Bilder vom Sprintrennen gibt es hier in unserer StandUp World Series Bildergallery

Fotos und Text: ©StandUpMagazin/Mike_Jucker

 

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