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SUP Saison 2012 – Ein Kommentar

Nachdem nun die Weltmeisterschaften der WPA vorbei sind und wir schon in Richtung 2013 schauen, ist es Zeit für eine kurze Verschnaufpause. Nutzten wir die Zeit um kurz die Rennsaison 2012 zu rekaptiulieren und eine Bestandesaufnahme zu machen.

Weltmeister wer?

Auch im Jahre 2012 gab es noch keine eindeutigen Weltmeisterschaften im internationalen SUP Renngeschehen. Stattdessen gibt es verschiedene Organisationen welche ihre eigenen Weltmeisterschaften abhalten:

International Surfing Assocciation – ISA

Die ISA hat ihre Weltmeisterschaften aus einem unerfindlichem Grund auf den Anfang des Jahres festgelegt. Wer die ISA einwenig kennt, weiss das es sich bei den ISA Weltmeisterschaften eher um einen Länderkampf als um eine Einzelmeisterschaft handelt, trotzdem ist der Gewinner der jeweiligen Klasse ein Weltmeister im Sinne der ISA.

Stand Up Worldseries

Die Stand Up Worldseries war in ihrem ersten Jahr mit einem guten Ziel unterwegs: Eine internationale Rennserie zu schaffen mit weltweiten Tourstopps. Wer in der Punktewertung aufgenommen werden wolltepaddelte in der 12‘6“er Klasse. Dies erleichtert das Reisen erheblich, denn mit 17 – 18 Fuss Boards der Unlimitedklasse lässt es sich sehr schwer reisen. Die Stand Up Worldseries kührte ihren Weltmeister diesen Oktober auf Hawaii. Leider fehlten jedoch einige top Athleten.

World Stand Up Paddle Assocciation – WPA

Die World Paddle Assocciation kurz WPA, erhebt ebenfalls Anspruch einen Weltmeister zu kühren. Das interessante an der WPA, ist dass sie ausserhalb der USA aber kaum aktiv ist. Die WPA teilt die USA in verschiedene Regionen ein in welchen verschiedene Rennen zu einer Qualifikation zählen. Es gibt zwar auch eine Kategorie „International“ das einzige Rennen welches wir finden konnten als angeschlossenes Rennen ist die SUP 11 City Tour. Die WPA lud die qualifizierten Paddler nach Cabo San Lucas in Mexiko ein um dort ihre Weltmeisterschaften ab zu halten. Auch hier fehlten einige top Paddler; interessanterweise genau jene, welche an der Stand Up Worldseries mit dabei waren.

Weltweit die wichtigsten Rennen

Wir haben in der Aufstellung unten die nach unserer Meinung wichtigsten internationalen Rennen aufgelistet und deren Sieger und Siegerinnen:

Battle of the Paddle – BOP 2012
Sprint: Danny Ching / Annabel Anderson
Longdistance: Danny Ching / Annabel Anderson

SUP 11 City Tour
220km -5  Tage: Bart de Zwart / Laura Quetglas

Molokai to Oahu – M2O
36 Meilen Downwinder: Connor Baxter / Talia Gangini

SUP Race Cup Maxime
Sprint: Eric Terrien / Olivia Piana
Longdistance: Eric Terrien / Olivia Piana

ISA SUP Worldchampionships
Sprint: Travis Grant / Brandi Baksic
Longdistance: Jamie Mitchell / Brandi Baksic

Stand Up World Series 2012
Sprint: Kai Lenny / Annabel Anderson
Longdistance: Kai Lenny / Annabel Anderson

Hennesseys WPA World Championships
Sprint: Frenando Stalla / Candice Appleby
Longdistance: Chase Kosterlitz / Jenny Kalmbach

Aus dieser Aufstellung sollte einigermassen hervor gehen welche SUP Athleten an der Weltspitze mitpaddeln. Was leider an den drei Weltmeisterschaften fehlt, ist die Teilnahme aller weltbesten Paddler. In diesem Sinne ist das Battle of the Paddle  eigentlich die „ Inoffizielle Weltmeisterschaft“ denn dies ist das einzige Rennen an welchem alle internationalen Paddler mit dabei sind. Nehmen wir zum Beispiel Annabel Anderson welche dieses Jahr sehr stark war und am BOP ihre grösste Kontrahentin Candice Appleby in beiden Rennen schlug. An den Stand Up Worldseries welche Annabel gewann, war dann aber Candice nicht dabei, für eine Revanche an den WPA Meisterschaften war dann Annabel Anderson nicht dabei. Somit war das BOP das einzige Aufeinandertreffen dieser zwei Frauen.

Bei den Herren ist die Sachlage ähnlich, Connor Baxter und Kai Lenny waren weder bei der ISA noch bei der WPA dabei, diese zwei Paddler trugen ihre Zweikämpfe auf der Stand Up Worldseries, am M2O (jedoch in verschiedenen Brettklassen) und dem Battle of the Paddle aus. Danny Ching zum Beispiel, war weder an der Stand Up Worldseries noch am M2O, ist aber der Sieger am Battle of the Paddle wo er in beiden Rennen schneller war als Connor Baxter und Kai Lenny.

Europa auf dem selben Kurs?

Aus Europäischer Sicht liegen die Dinge noch etwas klarer, bei den Herren ist bis anhin klar, dass Eric Terrien der schnellste Paddler ist auch wenn es zur Zeit keine offiziellen Europameisterschaften gibt. Bei den Frauen ist die Sachlage nicht ganz so einfach: Olivia Piana ist zwar führend aber Manca Notar gewann viele Rennen im Deutschen Raum an welchen Olivia nicht mit dabei war. An den inoffiziellen Europameisterschaften, dem SUP Race Cup in St. Maxime, unterlag Manca Notar Olivia Piana jeweils mit Abständen von mehreren Minuten. Offizielle Europameisterschaften wären bestimmt wünschenswert.

Es gilt zu hoffen, dass ich in der nahen Zukunft klarere Strukturen im organisierten SUP-Rennsport abzeichnen werden. Wie sonst sollte der Sport je an die Olympiaden kommen?

Frage an unsere Leser:

Wer ist Eurer Meinung nach der schnellste  SUP-Paddler der Welt?

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