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6th annual Naish Paddle Championships Maui

Naish_Paddlerace_Eventbanner

Ein Erlebnisbericht

Als mehr oder weniger halbaktiver Sonntags Paddler, konnte ich mir auch dieses Jahr die Naish Paddle Championships nicht entgehen lassen. Das Rennen ist mittlerweile schon im sechsten Jahr und findet traditionsgemäß ein Wochenende vor Molokai 2 Oahu Rennen statt. Das Rennen war dann auch „Warmup“ und Treffpunkt für die Openocean Welt-Paddelelite. Es meldeten sich aber weitaus mehr Paddler zum Rennen als nur Eliteathleten, die offizielle Teilnehmerzahl war dieses Jahr auf 238 angestiegen und auch viele Hobbyathleten wie ich genossen es in guter Gesellschaft, bei 15 -20kt Rückenwind die knappen 10Meilen von der Malikobucht ins Hafenbecken von Kahului zu Paddeln.

Starboard_SUP_on_TruckDer Logistik wegen fuhr ich mit meinem Auto schon ins Hafenbecken wo mich dann Sonni (Hönscheid) und Loch (Eggers) abholten. Erst musste ich aber noch mein Raceboard bei der Vermietung abholen, ich paddelte dieses Jahr, mit etwas Widderwillen, ein 14’8“ mit Lenkruder. Ich bin sonst eher der 12’ oder 14’ Fusstyp, die Unlimited Rennklasse ist nicht unbedingt meine Liga. Auch mit Pick Up Truck war das aufladen des Brettes eine Erfahrung für sich selber, besonders wenn man keine Träger hat. Sonni und Loch wollten mich dann in mit ihrem Volvo abholen welche selber schon zwei 14’Fuss Bretter bei sich hatten.

In letzer Minute hatte ich dann noch die Möglichkeit mein 14’8“ Monster auf einen Shuttle zum Start mit hoch zu geben. An dieser Stelle vielen Dank an Kelly von Moore Water Time Maui (www.moorewatertimemaui.com) welche mein Brett gratis auf ihrem Anhänger zur Malikobucht mitnahm. Sonni und Loch waren dann auch nicht traurig über diesen Umstand.Moore Watertime on Maui

An der Malikobucht war dann die Parksituation der Teilnehmerzahl entsprechend etwas außer Kontrolle. Ich rate deshalb jedem sich mit einem Shuttlebus zu arrangieren.

Wind oder nicht Wind

Das Gesprächsthema Nummer Eins am Start war der Wind und ob es auf dem Meer draußen genug Wind haben würde für einen echten Downwinder. Die Nordostpassate bliesen aus vollen Rohren die ganze Woche und ausgerechnet auf das Wochenende schliefen die Winde etwas ein. (Jeder der den Maliko Run mal bei Null-Wind gepaddelt hat, weiß wie viel Spaß das macht.) Um die Mittagszeit frischte der Wind dann zur allgemeinen Erleichterung auf ca. 15 Knoten auf mit Böen bis zu 20 Knoten.

SUP_Rennstart_Naish_Race

Achtung, fertig…SUP! Foto:Naish

Elite- und Sonntagspaddler

Wie schon gesagt, ist die Unlimited Rennklasse nicht so ganz meine Liga, so war ich dann bis zur Startlinie hin auch nicht so ganz sicher ob ich mit dem 14’8“er mit Lenkruder auch Spass haben werde. Das sollte sich aber bald ändern. Erst wurde mir noch auf illustre Weise klar gemacht wo der Unterschied von der Elite zu den Hobbypaddlern lieg: Rechts von mir am Start war Dave Kalama (wer Dave noch nicht kennt siehe unser Interview hier) und links von mir war Scott Trudon ein lokaler Schnell-Paddler. Als der Startschuss gegeben wurde zogen die Jungs dann auch gleich auf den ersten Metern davon, was mich nicht unbedingt überraschte aber trotzdem ein ernüchterndes Erlebnis war.

Glidemania

Elite hin oder her, auf der Strecke draußen hatte ich dermaßen viel Spaß auf meinem Riesenbrett und erwischte Glides die ich sonst nur vom Hörensagen kannte. Auch das Lenkruder erwies sich als sehr nützlich bei etwaigen Kurskorrekturen. Es ist ganz logisch: Je länger und schmäler das Brett, desto schneller und darum auch mehr Glides, oder Openocen Surf. Nächstes Jahr muss ich unbedingt ein 16’ oder gar 18’ Fussbrett probieren, dann brauche ich aber definitiv Surfträger auf meinem Pick Up Truck.

Downwind_SUP

Take off!

Sonni Hönscheid (Team Naish) gewinnt ihre Klasse

Sonni paddelte in ihrem ersten Rennen auf Maui und ihrem zweiten Rennen auf Hawaii überhaupt ihrer Rennklasse davon. Sonni welche auf einem von Naish gesponsertem 14’ Fuss Naish Glide unterwegs war beendete das Rennen mit einer hervorragenden Zeit von 1:31:45 und war somit auch eine knappe Minute schneller als die bekannte Paddlerin Karen Wrenn und gute fünf Minuten schneller als die Australiern Alison Fullager. Sonni paddelte auch einigen Mitstreiterinnen davon welche auf längeren Brettern in der Unlimitedklasse starteten. Sonni verdankt ihre gute Leistung auch ihrem Freund Loch Eggers, Dave Kalama und Yannick Lii welche sie coachten in ihrer Zeit auf Maui.

Loch_Eggers_and_Sonni_Hoenscheid

Gratulation an Sonni!

Dave Kalama gewinnt

Dave_Kalama

Dave ist der schnellste. Foto: Naish

Der Streckenschnellste war auch dieses Jahr wieder Dave Kalama welcher mit 1:09:29 noch gute vier Minuten schneller war als letztes Jahr. Genau wie letztes Jahr wurde Kalama auch dieses Mal wieder dicht gefolgt von Livio Menelau, dem Brasilianer. Der Ausgang zwischen beiden war wiederum sehr knapp.

Connor Baxter sticht heraus

Connor Baxter der Gesamtsieger der Triple Crown of Stand Up Paddle, paddelte in diesem Rennen in der 12’6“ -er Klasse. Trotz des kurzen Brettes wurde er in der Gesamtwertung fünfter und kam mit einer Zeit von 1:13:33 ins Ziel. Connor Baxter damit definitiv unter den Favoriten für das Molokai 2 Oahu Rennen 2011 und der Einzige der eine Chance hat für Dave Kalama gefährlich zu werden.

Gesamtsieger
1. Dave Kalama 1:09:29
2. Livio Menelau 1:10:09
3. Jeremy Riggs 1:13:01
4. Scott Trudon 1:13:05
5. Connor Baxter 1:13:33
Unlimited Frauen
1. Talia Gangini 1:22:25
2. Annabel anderson 1:24:00
3. Devin Blish 1:25:17
14’ Fuss Herren
1. Aaron Napoleon 1: 15:41
2. Woogie Marsh 1:17:06
3. Michi Schweiger 1:17:42
14’ Fuss Frauen
1. Sonni Hönscheid 1:31:45
2. Karen Wrenn 1:32:43
3. Allison Fullager 1:33:37
12’6“ Herren
1. Connor Baxter 1:13:33
2. Mickey Eskimo 1:28:22
3. Zane Schweitzer 1:29:00
12’6“ Frauen
1. Tomoko Okazaki 1:36:52
2. Sharon Baldwin 1:44:16
3. Lani Gomes 1:47:23

 

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2 Enlightened Replies

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  1. Lisa says:

    Was für ne Zeit hatte dann unser Autor?

  2. Redaktion (Mike) says:

    OK klaro wollte ich eingentlich noch einbauen. Meine Zeit war: 1:46:42 und war somit in der mitte in der Gesammtwertung und in meiner Klasse wurde ich wenigstens nicht letzter.

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